08/06/2026
🖤 Ein Schreiben von unseren Tierpflegern 🖤
Dieser kleine Kämpfer hieß Polaris.
Seit er zwei Tage alt war, haben wir ihn mit der Hand aufgezogen. Bereits in seiner ersten Lebenswoche machten wir uns große Sorgen: Er nahm nicht ausreichend zu, hatte leichten Schnupfen und kämpfte mit Verstopfung. Doch Polaris überstand all das und zeigte uns jeden Tag, wie stark er war.
Vor etwa zwei Wochen kam die nächste große Sorge. Plötzlich verlor er büschelweise sein Fell. Im Raum standen eine Stoffwechselerkrankung oder eine seltene genetische Erkrankung. Nichts davon wäre zwangsläufig tödlich gewesen, und die Hoffnung, dass sein Fell wieder nachwachsen würde, war groß.
Doch die Erleichterung hielt nicht lange an.
Zeitgleich traten die ersten krampfartigen Anfälle auf. Der Verdacht: Epilepsie. Die Anfälle kamen häufiger und wurden stärker. Uns allen wurde klar, was ihm vermutlich bevorstand.
Trotzdem wollten wir ihm wenigstens noch ein paar schöne letzte Tage schenken. Immerhin hatte er gerade erst angefangen, richtig zu laufen, zu spielen und die Welt zu entdecken.
Er hatte gute und schlechte Tage.
Gestern war einer dieser schlechten Tage. Er war schlapp und wollte nicht fressen.
Dann ist er eingeschlafen.
Und es bricht uns das Herz, dass er nicht mehr aufgewacht ist.
Wir wünschen dir aus tiefstem Herzen, dass jeder Tag für dich von nun an ein guter Tag ist. Du warst so tapfer, kleiner Polaris. 🌈
Sein Schicksal möchten wir nutzen, um auf etwas aufmerksam zu machen:
Jedes Jahr sterben unzählige Kitten. Überall. Ganz egal, wie viel Liebe, Zeit und medizinische Versorgung investiert werden – nicht jedes Leben kann gerettet werden, und oft kommt jede Hilfe zu spät.
Sie verhungern, unterkühlen oder werden krank. Sie werden ausgesetzt und zurückgelassen. Manche werden sogar erschlagen oder ertränkt.
Dieses Leid ist menschengemacht.
Wir alle tragen Verantwortung. Und wir alle können etwas dagegen tun.
Seht hin. Klärt auf. Kastriert eure Tiere. Seid laut für diejenigen, die keine Stimme haben.
Ruhe in Frieden, Polaris. 🤍
Grüß all die kleinen Seelen, die wir in den vergangenen Jahren genauso schmerzhaft gehen lassen mussten.