14/10/2026
Bonnie frisst seit ein paar Tagen schlecht.
Das passiert immer wieder mal. Hunde - egal, ob sie sonst ihr Futter lieben - haben Tage und Phasen, an und in denen sie keinen Appetit haben. Das ist wie bei uns Menschen auch.
Meist bekommen wir in Futterverweigerungsfällen besorgte Anrufe von unserem Welpenkäufern.
Wir raten immer folgendes:
Wenn der Hund nichts frisst, ist das erste, was wir tun: Fieber messen. Wenn die Temperatur normal ist (37,5° bis 39°, bei Welpen bis 39,5°) erst mal keine Sorgen machen. Futter wieder wegstellen und dann zum nächsten Termin noch einmal versuchen.
Wenn der Hund, wie Bonnie in den letzten Tagen, auch das Abendmahl nicht an rührt, am nächsten Morgen noch einmal versuchen.
Ruhe bewahren.
Atmen.
Keine Leckereien zu füttern.
Ein Hund verhungert nicht innerhalb von zwei Tagen - Wasser sollte allerdings zur Verfügung stehen.
Bonnie hat drei Tage nichts gefressen. Dann hat die Frau eine Dose aufgemacht, die hat sie genüsslich auf geschlabbert.
Dann zwei Tage Dose mit Einschleichen des normalen Trockenfutters. Auch das hat sie alles verputzt.
Heute hat der Anteil des Trockenfutters überwogen.
Zack! Bonnie streikt - zur Freude von Storm 🙈
Nun also wieder das selbe Spiel von vorne. Ruhe bewahren. Atmen. Beobachten.
Bonnie ist fit, sie zeigt keine Auffälligkeiten - nur eine leichte Nervosität.
Jetzt sind ja Hunde grundsätzlich - und Doggen im speziellen - sehr gut darin, Schmerzen zu kaschieren und erst sehr spät anzuzeigen. Wir haben sie also abgetastet, die Zähne kontrolliert und dabei nichts außergewöhnliches festgestellt.
Hat sich etwas verändert?
Wir glauben ja. Elise müsste nach Plan jetzt dann demnächst läufig werden. Wir glauben, Bonnie nimmt das wahr.
Hunde sind sehr sensibel, können viel besser riechen als wir und viel besser Stimmungen im Rudel wahrnehmen. Sie haben hormonelle Schwankungen. Und auch mal einen schlechten Tag (oder mehrere). Alles ganz normal. Meist kein Grund zur Sorge.
Beobachten, steht aber an. Und Nerven bewahren. Denn bist du aufgeregt ist es auch dein Hund.
Im Zweifel bei Anhalten der Futterverweigerung raten wir natürlich, den Tierarzt hinzuziehen.