09/08/2026
🤍 „Wenn ich euch noch einmal etwas sagen könnte …“
Meine Menschen,
wenn ich euch heute noch einmal etwas sagen könnte, dann würde ich euch zuerst danken.
Nicht nur für die letzten sieben Jahre.
Sondern für jeden einzelnen Tag, an dem ihr mich nicht aufgegeben habt.
Als ich zu euch kam, war ich ein kleiner Kater von der Straße. Krank, verängstigt und wild. Ich wusste nicht, dass Hände auch sanft sein können. Ich wusste nicht, dass Menschen bleiben. Und ganz bestimmt wusste ich nicht, dass irgendwo ein Zuhause auf mich wartet.
Vielleicht war ich am Anfang nicht besonders nett.
Vielleicht habe ich euch oft gezeigt, dass ich euch nicht vertraue.
Aber ihr seid geblieben.
Ihr habt gewartet.
Ihr habt mir Zeit gegeben.
Ihr habt mich geliebt, bevor ich euch meine Liebe zeigen konnte.
Und irgendwann habe ich verstanden:
Ich bin angekommen.
Wir schafften es, FIP zu besiegen.
Ich durfte draußen die Sonne auf meinem Fell spüren.
Ich durfte mit den Hunden zusammen sein, meine kleinen Abenteuer erleben und meinen eigenen Kopf haben.
Und vor allem durfte ich erfahren, wie es sich anfühlt, bedingungslos geliebt zu werden.
Als ich wieder krank wurde, habt ihr wieder gekämpft.
Ihr habt gehofft, gebangt und geweint.
Ihr habt alles versucht, damit ich bleiben kann.
Bitte denkt jetzt nicht, dass ihr nicht genug getan habt.
Ihr habt mehr als genug getan.
Ihr habt mir nicht nur sieben Jahre meines Lebens geschenkt.
Ihr habt mir sieben Jahre geschenkt, in denen ich geliebt wurde.
Denn ich kenne die Straße.
Ich kenne Angst und Krankheit.
Ich kenne das Gefühl, niemandem zu gehören.
Aber durch euch durfte ich erfahren, wie es ist, eine Familie zu haben.
Dass jemand nach mir schaut.
Dass jemand merkt, wenn es mir nicht gut geht.
Dass jemand für mich kämpft.
Ich war niemals nur euer Pflegekater.
Ich war euer Paulchen.
Und ihr wart mein Zuhause.
Wenn ihr mich jetzt vermisst, dann denkt bitte nicht nur an meinen letzten Tag.
Denkt an mich, wie ich die Sonne genossen habe.
Wie ich bei euch lag, samt Milchtritt.
Wie mich die Hunde liebevoll angestupst haben.
Wie aus dem kleinen wilden Kater irgendwann ein Kater wurde, der wusste:
Hier bin ich sicher.
Hier darf ich sein.
Hier werde ich geliebt.
Ich hätte so gerne noch mehr Zeit mit euch gehabt.
Doch mein Körper schaffte es nicht mehr, weiterzukämpfen.
Und ihr musstet entscheiden, mich gehen zu lassen.
Nicht, weil ihr aufgegeben habt.
Sondern weil ihr mich so sehr geliebt habt, dass ihr irgendwann auch mein Leiden loslassen musstet.
Ich gehe nicht mit leeren Pfoten.
Ich nehme eure Liebe mit.
Und ich lasse euch meine zurück.
Ihr habt aus einem kranken, wilden Straßenkater einen geliebten Paulchen gemacht.
Also weint ruhig um mich.
Vermisst mich.
Erzählt von mir.
Sagt meinen Namen.
Aber irgendwann, wenn es nicht mehr ganz so weh tut, lächelt bitte wieder, wenn ihr an mich denkt.
Denn dann wisst ihr:
Ich hatte ein Zuhause.
Ich hatte eine Familie.
Ich wurde geliebt.
Und ich war glücklich.
Und wenn ihr irgendwann in die Sonne schaut und für einen kleinen Moment glaubt, ein vertrautes Gefühl zu spüren …
dann bin ich vielleicht ganz nah.
Euer Paulchen.
Euer kleiner Kämpfer.
Euer Straßenkater, der endlich nach Hause gekommen ist. 🤍🐾