28/08/2026
Am besten ist es, wenn Probleme mit Pferden erst garnicht entstehen, aber die meisten Menschen kommen natülich zu Trainern wie mir, wenn Probleme entstanden sind und erwarten von mir Lösungen. Manchmal hab ich das Gefühl, die Pferdebesitzer denken, dass ich komme, einen Zauberspruch ausspreche und plötzlich ist alles gut.
Ganz so einfach ist es leider nicht und die meisten "Probleme" entstehen ja nicht von heute auf morgen, sondern über einen Zeitraum von Wochen, Monaten oder gar Jahren. Oft fast unmerklich, und fallen dann auf, wenn es "gefährlich" wird, wenn die Gesundheit des Menschen(und Pferdes) gefährdet sind. Aber dann hat das Ganze oft schon einen Grad erreicht, den man nicht so einfach wieder verlassen kann.
Wenn ein "Problem" als solches erkannt wird, ist es entweder so groß, dass der tägliche Umgang schwierig und gar gerfährlich geworden ist oder noch schlimmer, es ist ein Unfall passiert, der Pferd und/oder Mensch verletzt hat.
Nach 45 Jahren Pferdeerfahrung sehe ich natürlich Probleme und "Gefahren", wenn noch niemand die sieht, ich habe durch schlimme Vorfälle und auch Unfälle gelernt zu erkennen, wann ein "Problem" geboren wird. Deshalb mache ich vielleicht so viele Dinge mit Pferden, die "scheinbar" nichts mit "normalem" Umgang zu tun haben und niemand versteht. Oft sagen die Leute "der ist doch brav" und merken nicht, dass sie sich mit dem Pferd bewusst oder unbewussst nur in der Komfortzone bewegen.
Deshalb bereite ich Pferde vielleicht auch ganz anders auf ihre Aufgaben vor und legen mein Augenmerk auf Dinge, die für die meisten "unsichtbar" sind. Gute Vorbereitung erspart böse Überraschungen und zur guten Vorbereitung gehört es auch eine "gute" Beziehung mit dem Pferd aufzubauen.
Viele Menschen verstehen unter "guter" Beziehung streicheln und Leckerli füttern, damit das Pferd sie "mag", aber so funktioniert es nicht in der Pferdewelt. Und wenn wir gerade bei der Pferdewelt sind - vielleicht würden viele Probleme nicht entstehen, wenn Pferde so leben dürften, wie Pferde eben leben in der "Pferdewelt".
Ich beobachte seit vielen Jahren Menschen, die von Geburt des Fohlen an, einen pferdegerechten Weg mit diesem Fohlen gehen, der es dann fast spielend leicht macht, den fließenden Übergang zum Reitpferd zu gehen. Doch ich sehe auch viele Menschen, die von der Geburt des Fohlen an denken - dass hat Zeit bis es "groß" ist und es reicht ihnen, wenn sie es halftern, führen und die Hufe bearbeiten können.
Oft ist es auch so, aber gerade bei "speziellen" Pferdepersönlichkeiten reicht das eben nicht aus und dann kommt das "böse" Erwachen, wenn die Pferde "groß" sind.
Aber woher weß man ob ein Fohlen "speziell" geboren wurde? Auch hier schaue ich mir die Dinge an, die sonst niemand beachtet - ist doch noch ein Baby - aber dieses Fohlenbaby wird innerhalb eines Jahres zum Kind und innerhalb 4 Jahre zum jungen Erwachsenen und spätestens dann kann es zu spät sein.
Zu spät ist es natürlich nie, aber der Aufwand und die Zeit, die man dann investieren muss, die steht in keiner Relation zum Ergebnis, dabei wäre es so einfach mit dem Fohlen und Jungpferden jeden Tag nur 10 SINNVOLLE Minuten zu verbringen um in der Salami-Taktik fast unmerklich die Komfortzone, den Mut und den Reapekt jeden Tag ein kleines Stück zu erweitern.
Du willst wissen, was ich mit Salami-Taktik meine? Dann schau Dir mein neuestes Video in Youtube an: https://www.youtube.com/watch?v=H2YkBnbejDc
Wie Du Probleme rund ums Verladen lösen kannst, das erfährst Du auf einem 3stündigen Verlade-Event am 20. September in Bamberg. Mehr dazu hier: https://christiane-goebel.de/Unterricht-und-Kurse/Haengerverladeworkshop/index.php/