16/05/2026
Was es bedeuten kann Hundetrainerin zu sein…
Du arbeitest mit zwei Lebewesen und versuchst die Bedürfnisse aller gleichzeitig zu erfüllen. Auch wenn es nicht zusammen passt, überlegst du, fühlst du, planst du….
Du hast Druck, alle Emotionen gleichzeitig aufzufangen. Du musst dich reinfühlen, wenn du verstehen willst, was helfen könnte. Empathie macht eine gute HundetrainerIn aus.
Du siehst Freude, aber auch Leid bei Mensch und Hund. Du kannst nicht immer sofort helfen bzw. Prozesse dauern ihre Zeit.
Du musst mit Ablehnung umgehen können, damit Menschen zu enttäuschen, damit Hunden nicht sofort zu helfen und auch damit, dass das Tier euthanasiert wird, wenn du nicht noch nachts arbeiten willst…
Es ist Druck von allen Seiten….
Du machst das am Tag mehrere Male bei unterschiedlichsten Menschen und Hundetypen. Wenn du dich nicht gut abgrenzen kannst machst du das 7 Tage die Woche, denn die Anfragen kommen und kommen und kommen. Es wird immer mehr.
Menschen sagen dir, du sollst auf dich aufpassen und dennoch schreiben sie dir und wollen ja nur “Kleinigkeiten”… Das Handy steht also nie still… Ja du kannst versuchen es wegzulegen. Doch dann steigt der Druck noch mehr beantworten zu müssen. Es sammelt sich.
Und wer ist dann da für die HundetrainerInnen? Wohin mit unseren Emotionen? Ich verstehe immer mehr, wieso so tolle Menschen aus diesem Beruf aussteigen, weil sie nicht mehr können.
Einstehen für die Hunde gefühlt Tag und Nacht (ja man nimmt es mit in die Nacht). Erklären, fühlen, verstehen, schnelle Lösungen haben müssen. Emotionen auffangen.
Das geht an die Substanz. Man braucht in diesem Job wirklich ein dickes Fell. Nein sagen können, mit dem Wissen damit Enttäuschung und Leid auszulösen und das jeden Tag!
Ich liebe dieses Leben so so sehr! Denn es gibt auch die andere Seite. Doch es braucht Menschen, die einen auffangen können und es verstehen.