08/06/2026
Fayette - geb. am 18. Januar 2012, gest. am 1. Juni 2026
Fayette kam im letzten Dezember zu uns, weil ihr Frauchen schwerst erkrankt war und drei kleine Chihuahuas dringend ein liebevolles Zuhause bei Seniorenkennern suchten.
Sie war trotz leichtem Übergewicht ein zartes Wesen und bestach sofort durch ihre Anmut. Ihre Augen lagen ruhig auf mir, wenn sie zunächst mit ihren Hundefreundinnen Fee und Maggy in der Küche auf der Sitzbank ihren sicheren Ausguck bezogen hatte.
Die zarte Hündin gewöhnte sich schnell ein und zeigte einige lustige Verhaltensweisen. So wühlte sie sich gerne unter Decken ein und lag auch bei Rufen nach ihr mucksmäuschenstill, so dass sie mich manches Mal ordentlich hat suchen lassen. Mit der Zeit merkte ich mir aber ihre Lieblingsstellen und lief diese Punkte dann immer zuerst ab.
Fayette fand auch den Solling mega spannend, tastete sich mutig dort auch durch höheres Gras, begriff schnell, wo in der Hütte die wärmsten Plätze waren und war auch bei der Fütterung immer vorne mit dabei. Allerdings war sie auch Langschläferin und erhob sich immer erst von ihrem Lager, wenn sie merkte, dass die Futtervorbereitungen in der Küche starteten.
Sie war die Älteste unserer drei Chihuahua-Damen und hatte ein wenig das Regiment. Stritten sich die „kleinen Dicken“, dann ging sie einfach ohne Drame einmal zwischen den beiden anderen durch. Reichte das nicht, wies sie eine der beiden zurecht und sorgte so für eine Unterbrechung. Sie war die graue Eminenz im Verhältnis zu den lebhafteren und durchaus manchmal streitsüchtigeren beiden hellen Hündinnen. Avancen unseres Balu ließ sie demonstrativ an sich abprallen, er hatte keine Chance bei ihr, egal, wie sehr er seinen Charme spielen ließ.
Nun hatte ich alle Boxen aus dem Auto gebaut, weil das zum TÜV muss und saubergemacht werden sollte. Die Boxen standen auf unserer Terrasse. Und weil das Sommerhalbjahr läuft, steht nachts die Terrassentür zur leichteren Erleichterung der Seniorentruppe offen. Während die meisten Hunde hier gegen sechs Uhr morgens aktiv werden, schlief Fayette mit Robert gerne bis gegen acht Uhr. Sie stand erst auf, wenn es sich lohnte. Insofern dachte ich mir nicht sofort etwas dabei, als ich sie nicht um mich herumlaufen hatte. Erst, als sie nicht zum Fressen auftauchte, begann ich sie zu suchen.
Und tatsächlich: Fayette hat sich nachts in die Box direkt neben der Terrassentür gelegt und war für immer dort eingeschlafen. Nichts hatte vorher darauf hingewiesen. Noch am Tag vorher hatte sie fröhlich bei Gitte auf dem Schoß gesessen und sich verwöhnen lassen. Ich konnte es erst gar nicht glauben, denn sie lag entspannt auf der Seite, als ob sie schliefe. Aber sie war gegangen. Ein echter Schock.
Fayette, du wunderbares Wesen. Du warst eine Bereicherung für diese Gruppe. Deine stille Präsenz, dein freundliches und neugieriges Wesen, deine kleinen Marotten, einfach alles an dir war liebenswert. Nun müssen wir ohne dich weitermachen und sind doch dankbar, dass du so leicht von dieser Welt gehen konntest. Wo immer du jetzt auch bist, wir lieben dich und werden dich nicht vergessen.