24/06/2026
HITZEFREI!
Am Samstag, den 27.06.2026, soll es in Berlin bis zu 40°C geben.
Um unsere Patienten zu schützen, hat die Praxis am Samstag
GESCHLOSSEN.
Wir möchten Sie bitten, am Samstag und Sonntag, möglichst nichts zu machen.
Kleinste Gassirunden, am Tage reichen völlig aus, um P**i und Kacka zu machen, mehr ist nicht nötig.
Um zu verhindern, dass Tiere unnötig an diesem Samstag zu uns kommen, schliessen wir, da jede Routineuntersuchung und Behandlung auch zwei Tage warten können.
Erste Anzeichen einer ÜBERHITZUNG sind:
- starkes Hecheln
-Unruhe
-langgestreckter Hals, weit heraushängende Zunge
-der Hund sucht nervös nach einer Möglichkeit, ins Kühle zu gelangen.
Gelingt es dem Hund nicht, sich abzukühlen, kommt es zu einem HITZSCHLAG mit:
- schneller, flacher Atmung
- Herzrasen
- hochroten Schleimhäuten
- Taumeln
- eventuell Erbrechen, Durchfall
- starkem Speichelfluss
- eventuell Teilnahmslosigkeit
- hoher Körpertemperatur über 40Grad Celsius
Ein Hitzschlag führt schließlich zum völligen Kreislaufkollaps beziehungsweise Schock mit:
- blassen, trockenen, eventuell bläulichen Schleimhäuten
- Krämpfen, Zittern
- Bewusstlosigkeit, Koma
Sollten Sie Anzeichen für eine Überhitzung feststellen, ist sofortiges Handeln gefragt, da es ohne Behandlung im schlimmsten Fall schnell zum Tod des Hundes kommen kann.
Am wichtigsten beim Hitzschlag ist aggressives Kühlen!
Also so schnell, so kalt wie möglich kühlen. Nicht sanft nicht ein bisschen sondern so schnell und kalt, wie möglich.
Nur das rettet Leben!
https://www.ralph-rueckert.de/blog/hundstage-hitzschlaege-und-der-abkuehlungs-krieg/
Hier nochmal unsere Sommertipps:
1.) Laut Tierärztlicher Hochschule Hannover braucht ein Hund von etwa 30kg Köpergewicht unter Dauerbelastung (Spaziergang/Sport draussen) 900ml Wasser pro Stunde! Das heißt für einen zweistündigen Spaziergang bei einem Hund entsprechender Größe sollten 2 l Wasser eingeplant werden.
2.) Dunklen Hunden "brennt schnell der Pelz": Ein weißes, angefeuchtetes T-Shirt oder Tuch kann Abhilfe schaffen (Verdunstungskälte + Sonne trifft nicht genau auf das dunkle Fell).
3.) Hunde bekommen Sonnenbrand - und zwar überall dort, wo das Fell den Körper nicht dicht genug bedeckt. So manch frz. Bulldogge hat sich schon arg das Näschen verbrannt! (Jeder Hund kann betroffen sein, das ist rasseunabhängig.) Es gilt: Überall dort, wo die (rosafarbene) Hundehaut der Sonne ausgesetzt ist, die Haut zu schützen! Dafür gibt es spezielle Sonnencreme. Auch bei frisch geschorenen Hunden besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes.
4.) Asphalt, Beton, Sand.. Knallt die Sonne drauf, heizt sich der Untergrund auf - und wo schon wir nur noch mit FlipFlops herumlaufen wollen, müssen wir auch Rücksicht auf die Hundepfoten nehmen - niemand geht gern "wie auf glühenden Kohlen".
5.) Legt sich der Hund freiwillig in die pralle Sonne, ist das in Ordnung, solange er dort nicht ewig liegt - im Auge behalten. Ansonsten gilt: schattige Plätze anbieten. Vor der Eisdiele gibt es keine? Hund im Zweifelsfall zu Hause lassen.
6.) Ein Kong-Eis ist bei Hunden sehr beliebt - besonders in der fiesen Mittagsh*tze. Ausgedehnte Spaziergänge können im Sommer, vor allem wenn kein Wasser in der Nähe ist, auf den Morgen und den Abend verlegt werden - da ist die Stimmung auch besonders schön.
7.) Es gibt Kühlmatten als Liegeplatz, kühlende Westen und Halsbänder für das Autofahren, längere Wanderungen oder den Alltag. Für den Park gibt es schattenspendende "Hundezelte", die gleichzeitig als Rückzugsort fungieren können.
8.) Hunde können einen Hitzschlag erleiden - im heißen Sommer eignet sich Wassersport für sie in der Regel gut. Für alles andere gilt: Gefahr der Überhitzung (auch Ballspiele im Schatten!).
9.) Bei 25 Grad Außentemperatur erhitzt sich das Auto innerhalb von fünf Minuten auf 30 Grad Innentemperatur, innerhalb von 15 min auf 42 Grad - LEBENSGEFAHR. Wer weder eine eingeschlagene Autoscheibe, noch den Gesundheitszustand seines Hundes riskieren will, der lässt seinen Hund im Sommer nicht im Auto allein. Auch wenn das Auto im Schatten steht: Es wird zum Backofen!
10.) Futter kann belasten: Bekommt der Hund Futter, muss der Körper verdauen - das verbrennt Energie und kann den Kreislauf, der sich eigentlich damit befasst das der Körper nicht überhitzt, belasten. Trockenfutter, das im Magen nachquillt, zieht zusätzlich Flüssigkeit aus dem Körper. Sinnvoll: Kleine Portionen, Hauptration am Abend.
11.) Hundeeis❄️selber machen: Joghurt Natur mit Leberwurst (Futter funktioniert genau so gut) und Wasser mischen und in Eiswürfel-Bereiter füllen. In kleinen Mengen eine absolut willkommene Abkühlung.
12.) Eigentlich selbstverständlich:
Längere Spaziergänge nur am frühen Morgen oder am späten Abend, wenn es nicht mehr so heiss ist.