07/03/2023
Toller und wichtiger Beitrag von EquiVel-Pferde- und Hundephysiotherapie! 👏🏼
„Der mit der grauen Schnauze“- wenn mein Hund alt wird
Wie wenn es gestern gewesen wäre, hat man die Erinnerungen an seinen Welpen, wie er über Wiesen tobte, zahlreiche Spaziergänge aufforderte und irgendwie nicht müde zu bekommen war. Schuhe wurden zerbissen, Socken geklaut und Nerven geraubt;-)
Langsam aber wird der geliebte Vierbeiner grau um die Schnauze, etwas träger und lässt auch gerne den ein oder anderen Spaziergang aus. Nicht selten hört man Sätze wie „ Jetzt wird er aber alt“-oder „Der ist aber grau.“
Oft merken wir den schleichenden Prozess überhaupt nicht .Aber wann beginnt der Alterungsprozess wirklich?
Der Beginn der Rückbildungsphase ist unterschiedlich und abhängig von Alter, Rasse, Gewicht, Fütterung, Haltungsbedingungen und natürlich von Krankheiten.
Bei kleinen Rassen treten die ersten altersbedingten Anzeichen ab dem 9.-11 Lebensjahr auf, wobei es bei großen Rassen leider schon mit ca.7 Jahren losgeht.
Die ersten Anzeichen des Alterns fallen den Besitzern oft nicht sofort auf, da sie langsam fortschreiten. Das Fell um die Nase ergraut, die Linsen werden trüber und die Leistungsbereitschaft sinkt.
Zellen gehen zu Grunde,Muskelgewebe baut ab und wird in Bindegewebe und schlussendlich in Fettgewebe umgebaut, der Hund wird kraftloser, die Hinterhand zittert und das Springen ins Auto wird mühsamer.Das Bindegewebe verliert an Elastizität, somit erhöht sich die Verletzungsgefahr.
Ebenso sinkt der Energiebedarf, gepaart mit weniger Bewegung zeigt sich das auf der Hundewaage Sehr viele alte Hunde neigen zu Übergewicht, was sich natürlich wiederum auf den Bewegungsapparat auswirkt.
Nicht nur das Übergewicht, sondern auch die altersbedingte verminderte Knorpelqualität führen unter anderem zu degenerativen Gelenkerkrankungen , wie Arthrosen und Spondylosen in der Wirbelsäule.
Auch sind Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten, die durch die verminderte Sinneswahrnehmungen zu erklären sind. Das Hör- und Sehvermögen baut ab und der Hund wird schreckhafter und ängstlicher. Auch durch die verringerte Fähigkeit, akustische Reize wahrzunehmen, erscheinen sie uns sturer und ungehorsam.
Eine Appell an alle Hundebesitzer - Schnappt euch euren Hund und sucht euch einen qualifizierten Therapeuten in eurer Nähe, denn damit könnt ihr das Altern eures Hundes verlangsamen und die Lebensqualität steigern.
In der Hundephysiotherapie haben wir zahlreiche Möglichkeiten euren Vierbeiner fit zu halten.
Es können Therapien angewendet werden um muskuläres Ungleichgewicht zu beheben wie klassischen Massagen, aber auch Laser und therapeutischen Ultraschall für degenerative Gelenkerkrankungen. Es gibt eine Vielzahl von Therapien, die individuell auf euer Tier abgestimmt werden. Oft sind es kleine, scheinbar belanglose Übungen die in den Alltag integriert werden können, die aber großen Nutzen haben und den Hund „beweglicher“ machen.
Auch wurde mittlerweile festgestellt, dass durch aktives Training z.B. Laufen auf unterschiedlichen Untergründen sowie Suchspiele uvm., die kognitiven Fähigkeiten gefördert werden und einer Demenz somit vorgebeugt wird.
Wir Therapeuten freuen uns auf eure grauen Schnauzen!!!!