Positive-Dog Academy

Positive-Dog Academy Herzlich willkommen auf der Seite der Hundeschule "Positive-Dog Academy" aus Bad Salzuflen.

05/09/2026

Ich höre diesen Satz erstaunlich oft:

„Ich habe seit 30 Jahren Hunde.“

Und ganz ehrlich: Ich muss dabei manchmal ein bisschen schmunzeln. 😅

Nicht, weil Erfahrung nichts wert wäre. Natürlich ist sie das.

Aber für mich ist überhaupt nicht entscheidend, wie viele Jahre jemand schon Hunde hatte. Hunde sind unterschiedlich. Rasse, Genetik, Sozialisation, Lernerfahrungen, Umwelt und Persönlichkeit spielen eine Rolle.

Deshalb frage ich mich manchmal:
Warum ist es uns so wichtig zu erwähnen, wie lange wir schon Hunde haben?

Soll es zeigen, dass wir automatisch kompetenter sind?

Wenn jemand zu mir ins Training kommt, muss er mir überhaupt nichts beweisen. Er ist doch da, weil er Unterstützung möchte. Und genau darum geht es.

Nicht darum, wer schon länger Hunde hat.

Sondern darum, den Hund zu verstehen, der gerade vor uns steht.

Wie seht ihr das? Ist „30 Jahre Hundeerfahrung“ für euch ein Argument für Kompetenz? 👇

04/09/2026

Nicht jeder Hund möchte Kontakt. Und nicht jeder Hund braucht ihn.

Für mich gehört zu guter Sozialkompetenz auch, andere Hunde einfach mal in Ruhe lassen zu können. Vorbeigehen, Abstand halten, sich orientieren und nicht jede Begegnung ausdiskutieren zu müssen.

Gerade an der Leine finde ich es deshalb wichtig, nicht automatisch davon auszugehen, dass zwei Hunde sich jetzt „mal Hallo sagen“ sollen.

Wie handhabt ihr das?

Darf euer Hund fremde Hunde begrüßen oder eher nur ausgewählte? 👇🏾🐶



03/09/2026

Dein Hund schläft schlechter, läuft ständig umher, fordert immer mehr Action und reagiert draußen auf jeden Reiz? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass er innerlich nicht mehr zur Ruhe kommt.

Aber auch das Gegenteil sollte man ernst nehmen: Dein Hund zieht sich plötzlich zurück, möchte nicht mehr raus und liegt nur noch abseits der Familie.

Ein oder zwei ungewöhnliche Tage müssen noch nichts bedeuten. Hält die Veränderung jedoch länger an, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Woran erkennst du, dass es deinem Hund gerade nicht gutgeht?

🎙️ Die ganze Folge von Hundsfaelle findest du auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube.

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02/09/2026

Ich dachte früher wirklich, ich werde Hundetrainer, um mit Hunden zu arbeiten.

16 Jahre später weiß ich:
Die meiste Arbeit passiert oft am anderen Ende der Leine. 😅

Wer selbst mit Hunden arbeitet, kennt diesen Moment garantiert.

Was ist bei dir schwieriger:
der Hund oder der Mensch?

01/09/2026

Andere sehen einen Hund.

Ich sehe Körpersprache, Spannung, Kommunikation, Timing und ungefähr 17 Dinge, die gerade passieren. 😂

Hundetrainer sein kann man offenbar nicht einfach ausschalten.

Wer analysiert auch ständig fremde Hunde?

31/08/2026

Eine klare Haltung ist wichtig. Aber kein Hund hat etwas davon, wenn wir mehr damit beschäftigt sind, unsere Methode zu verteidigen, als ihn zu verstehen.

Hunde sind verschieden. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen, Bedürfnisse, Anlagen und Lebensumstände mit. Was bei einem Hund sinnvoll und fair ist, kann beim nächsten völlig am Thema vorbeigehen.

Gutes Hundetraining bedeutet für mich deshalb nicht, eine Methode um jeden Preis zu verteidigen. Es bedeutet, genau hinzuschauen und für das jeweilige Team aus Mensch und Hund einen passenden Weg zu finden.

Die eigene Meinung darf klar sein. Der Blick auf den Hund sollte trotzdem offen bleiben.

Wie seht ihr das? Gibt es im Hundetraining überhaupt den einen richtigen Weg?

30/08/2026

Wer muss hier eigentlich Rücksicht nehmen? 🚲🐶

Radfahrer erwarten, dass der Hund gesichert wird. Hundehalter erwarten, dass Radfahrer langsamer werden und sich bemerkbar machen.

Dabei wäre die Lösung eigentlich ziemlich simpel: Beide Seiten denken kurz mit.

Tempo rausnehmen, Abstand halten, Hund sichern und miteinander kommunizieren. Schon wäre ein Großteil dieser Situationen völlig unspektakulär.

Aber jetzt interessiert mich eure Meinung: Wer sollte hier zuerst reagieren, Radfahrer oder Hundehalter? 👇

Und schickt das Reel mal jemandem, mit dem ihr genau diese Diskussion schon hattet. 😅

29/08/2026

Kurzer Clip. Schnelles Urteil. Fertig ist die Trainingsanalyse. 😅

Man kennt weder den Hund noch seine Vorgeschichte, weder das Trainingsziel noch den Verlauf.

Aber nach ein paar Sekunden ist trotzdem klar, was angeblich alles falsch gemacht wurde.

Kritik ist wichtig.

Aber Kritik ohne Kontext ist oft einfach nur Meinung mit sehr viel Selbstbewusstsein.

Und genau da wird es für mich schwierig.

Denn wer wirklich fachlich hinschaut, muss auch sagen können:
„Dafür fehlen mir Informationen.“

Vielleicht wäre genau das manchmal die ehrlichste Analyse.

Wie viel kann man aus einem kurzen Trainingsclip wirklich beurteilen?

27/08/2026

Ein guter Hundetrainer fällt nicht vom Himmel. Und Reichweite ist noch keine Qualifikation.

Was mich an Social Media zunehmend stört, ist deshalb nicht, dass Menschen über Hunde sprechen. Wissen zu teilen, ist grundsätzlich etwas Gutes.

Problematisch wird es dort, wo persönliche Erfahrungen als allgemeingültige Trainingsregeln verkauft werden und Menschen sich als fachliche Instanz präsentieren, ohne offenzulegen, worauf ihr Wissen basiert.

Wer Hundehalter anleitet, trägt Verantwortung. Dafür reicht es nicht, einige Fachbegriffe zu kennen oder die eigene Trainingsphilosophie überzeugend zu vertreten. Entscheidend ist, ob Empfehlungen fachlich begründet, nachvollziehbar und auf den jeweiligen Hund übertragbar sind.

Gutes Hundetraining setzt deshalb fundierte Kenntnisse voraus: über Lernverhalten, Körpersprache, Emotionen, Stress, Motivation und rassetypische Verhaltensweisen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Verhalten im jeweiligen Kontext einzuordnen und die eigenen fachlichen Grenzen zu erkennen.

Gerade weil Hundetraining so komplex ist, halte ich wenig davon, es zur Ideologie zu machen. Wer eine Methode zum alleinigen Maßstab erklärt, ersetzt fachliche Auseinandersetzung durch Überzeugung.

Eine Methode wird nicht richtig, nur weil sie zum eigenen Weltbild passt. Und eine andere wird nicht automatisch falsch, weil sie diesem Weltbild widerspricht.

Fachlichkeit bedeutet für mich daher: beobachten, einordnen, begründen, hinterfragen und das Training an den Hund und den Menschen vor mir anpassen.

Wenn du Hundetraining nicht nach Lautstärke oder Reichweite beurteilen möchtest, sondern nach Fachlichkeit, dann folge mir für mehr differenzierte Einblicke und teile diesen Beitrag mit jemandem, der sich ebenfalls kritisch mit Training auseinandersetzen möchte.

Hundetraining braucht Wissen, keine Ideologie.

Adresse

Max-Planck-Str. 46
Bad Salzuflen
32107

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