01/11/2019
Auch eine Leptospirose- Impfung ist wichtig...
𝗧𝗼𝗱 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗳ü𝘁𝘇𝗲 – 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗛𝘂𝗻𝗱𝗲 𝗲𝗿𝗸𝗿𝗮𝗻𝗸𝗲𝗻 𝗮𝗻 𝗟𝗲𝗽𝘁𝗼𝘀𝗽𝗶𝗿𝗼𝘀𝗲
Wenn Hunde aus Pfützen trinken, denkt man eigentlich an nichts Böses. Jedoch gibt es aktuell in München und Umgebung ungewöhnlich viele Hunde, die an der sogenannten Leptospirose erkrankt sind - eine Erkrankung, die unbehandelt meistens tödlich endet.
Leptospirose wird durch Bakterien verursacht, die Nager und Wildschweine über ihren Urin ausscheiden und so in die Umwelt gelangen. Vor allem Pfützen und stehende Gewässer sind eine Gefahrenquelle für unsere Vierbeiner, wenn sie daraus trinken oder darin baden. Infektionen treten besonders häufig im Sommer und Herbst auf.
Die Erreger befallen verschiedene Organe, vor allem Nieren, Leber und Lunge. Erkrankte Hunde zeigen anfangs oft unspezifische Symptome, wie Fieber und Abgeschlagenheit. Aber ein dramatischer Verlauf ist nicht selten. Besonders häufig besiedeln die Erreger die Nieren und schränken deren Funktion, das Blut zu reinigen, gefährlich ein.
Damit es nicht so weit kommt, sollten Hunde gegen Leptospirose geimpft werden. Jährliche Wiederholungsimpfungen sind nötig, um den Hund bestmöglich vor einer Erkrankung zu schützen.
Ist die Leptospirose ausgebrochen, muss der betroffene Hund schnellstens behandelt werden. Dr. René Dörfelt, Oberarzt für Intensiv- und Notfallmedizin an der Medizinischen Kleintierklinik, erklärt, dass das Hundeleben oft nur durch eine intensive stationäre Therapie und eine Dialysebehandlung gerettet werden kann. Dabei wird das Blut des Patienten gereinigt – eine lebenswichtige Aufgabe, die die kranken Nieren nicht mehr leisten können.
„Bei einem Verdacht auf Leptospirose dürfen wir keine Zeit verlieren. Wenn wir die Therapie rechtzeitig starten, haben die Hunde gute Chancen, wieder gesund zu werden“, betont Dr. Dörfelt.