Hundetrainerin Andrea Mangels

Hundetrainerin Andrea Mangels Ich bin seit 2012 Hundetrainerin/Hundeverhaltenstherapeutin und biete hochqualifiziertes Einzeltraining und Sozialisierungsspaziergänge an.

Darüberhinaus biete ich Trainingsunterstützung für Reiter sowie Reitunterricht für Westernreiter (Ein- und Umsteiger). Zur Zeit besitze ich kein eigenes Pferd, deshalb kann ich nur Menschen mit einem eigenem Pferd unterstützen.

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28/06/2026

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KOKOSÖL GEGEN ZECKEN: Geniales Naturheilmittel oder gefährlicher Internet-Mythos? Was Studien und die Praxis wirklich sagen!

​Liebe Community,
​wir greifen heute eine Frage auf, die Simone Becker in unseren Kommentaren gestellt hat und die von Jens Winni absolut treffend beantwortet wurde: „Gibt es Beiträge zur Wirkungsweise von Kokosöl und Co.?“ – „Ja, eine ganze Menge!“ Das Thema „natürlicher Zeckenschutz“ kocht jeden Sommer in den sozialen Medien hoch. In Foren und Facebook-Gruppen wird Kokosöl wie ein heiliger Gral gefeiert. Doch was ist dran an dem Hype? Schützt das weiße Fett unsere Tiere wirklich vor den gefährlichen Krankheitsüberträgern, oder wiegen sich Tierhalter hier in einer lebensgefährlichen Scheinsicherheit?
​Als Tierarztpraxis verlassen wir uns nicht auf "Glauben" oder Internet-Märchen, sondern auf harte wissenschaftliche Fakten, Studien und unsere tägliche Erfahrung am Behandlungstisch. Hier kommt der ungeschönte XXL-Faktencheck zum Thema Kokosöl!

​🔬 1. Die Wissenschaft: Gibt es Studien zu Kokosöl?
​Ja, es gibt tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema – und genau hier entsteht das große Missverständnis, das im Internet völlig falsch interpretiert wird.
​Die wichtigste Komponente im Kokosöl ist die Laurinsäure. Im Labor (In-vitro-Studien) konnte nachgewiesen werden, dass Laurinsäure eine abschreckende (repellierende) Wirkung auf Zecken hat. Wenn man eine Zecke in einer Petrischale direkt vor eine Barriere aus reiner Laurinsäure setzt, meidet die Zecke diesen Bereich im Laborversuch für eine gewisse Zeit.
​Aber jetzt kommt das entscheidende „ABER“ der Wissenschaft:
​Die Konzentration ist viel zu gering: Natives Kokosöl besteht nur zu etwa 45–50 % aus Laurinsäure. Um den im Labor gemessenen Effekt auf dem Tier zu erzielen, müsste der Hund permanent zentimeterdick mit purem Fett eingeschmiert sein.
​Keine Langzeitwirkung: Die abschreckende Wirkung von Kokosöl verfliegt an der frischen Luft und durch die Körperwärme des Hundes rasend schnell. Studien zeigen, dass der minimale Schutzeffekt oft schon nach 1 bis maximal 2 Stunden komplett verflogen ist! Wer also morgens einreibt und mittags oder abends im Wald spazieren geht, läuft komplett ohne jeden Schutz.

​🩺 2. Die Realität am Behandlungstisch: „Es wären sonst 100 Zecken gewesen!“
​Wir erleben dieses Phänomen fast täglich in der Praxis. Ein Halter kommt mit seinem Hund zu uns, wir untersuchen das Tier und finden prallgesaugte Zecken.
​Das klassische Gespräch in der Praxis:
Wir: „Womit schützen Sie Ihren Hund aktuell gegen Zecken?“
Halter: „Mit Kokosöl! Das wirkt super, wir mussten diesen Monat erst zwei Zecken entfernen.“
Wir: „Wenn Sie Zecken entfernen mussten, gewährt das Kokosöl aber keinen zuverlässigen Schutz. Die Zecke hat gebissen und kann Krankheiten übertragen haben.“
Halter: „Ja, aber ohne das Kokosöl wären es bestimmt 100 oder 200 Zecken gewesen!“
​Merkt ihr den logischen Fehler? Das ist reine Wunschvorstellung statt Mathematik. Es gibt keinen Beweis dafür, dass der Hund ohne das Öl massenhaft Zecken gehabt hätte. Fakt ist einzig und allein: Die Zecken haben trotz des Kokosöls gebissen! Und genau hier liegt die Gefahr: Eine einzige infizierte Zecke reicht völlig aus, um euren Hund mit Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose (Hundemalaria) anzustecken und sein Leben zu zerstören. Ein Zeckenschutz, der "manchmal" oder "ein bisschen" wirkt, ist medizinisch gesehen kein Schutz, sondern russisches Roulette!

​🤢 3. Die Nebenwirkungen von Kokosöl, über die niemand spricht
​Im Internet wird Kokosöl immer als „völlig gesund und natürlich“ verkauft. In der Praxis sehen wir durch die ständige Anwendung ganz andere Probleme:
​Hautprobleme und Hot Spots: Wenn man das Fell und die Haut des Hundes regelmäßig mit Fett einschmiert, verstopfen die Poren. Unter dem Fettfilm im dichten Fell bildet sich bei Sommerhitze eine feuchte Kammer – der perfekte Nährboden für Bakterien und Pilze. Schwere Hautentzündungen (Hot Spots) sind die Folge.
​Magen-Darm-Probleme: Hunde hassen es, wenn ihr Fell nach Kokos riecht oder fettig ist. Was tun sie? Sie lecken sich intensiv sauber. Dadurch nehmen sie täglich erhebliche Mengen an gesättigten Fettsäuren auf. Das führt in unserer Praxis regelmäßig zu chronischem Durchfall, Erbrechen und im schlimmsten Fall zu einer lebensgefährlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)!
​Verlust des Geruchssinns: Die Nase des Hundes ist sein wichtigstes Sinnesorgan. Ihn permanent mit dem intensiven, süßlichen Geruch von Kokosöl zu umgeben, ist für das Tier eine enorme olfaktorische Belastung.

​🛡️ Unser Fazit: Wer heilt, hat recht – aber Kokosöl schützt nicht!
​Wir blockieren keine natürlichen Ansätze, wenn sie nachweislich funktionieren. Aber beim Zeckenschutz geht es um den Schutz vor tödlichen Infektionskrankheiten.
​Kokosöl ist ein nettes Pflegemittel für spröde Ballen im Winter – aber als alleiniger Zeckenschutz im Sommer ist es schlichtweg wirkungslos. Wer sein Tier wirklich schützen will, greift auf medizinisch geprüfte, repellierende Spot-Ons zurück, die den Biss der Zecke zuverlässig verhindern, ohne den inneren Organismus des Tieres zu belasten.
​Lasst euch nicht von Internet-Märchen blenden. Euer Hund bezahlt den Irrtum im schlimmsten Fall mit seiner Gesundheit.
​Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr den Kokosöl-Mythos auch schon selbst widerlegt oder verlasst ihr euch lieber gleich auf wissenschaftlich geprüften Schutz?

​LIKEN, um der wissenschaftlichen Wahrheit eine Stimme zu geben!
TEILEN, um Tierhalter vor der gefährlichen Scheinsicherheit des Kokosöls zu warnen! 🐾🥥❌🕷️

Hier ein wirklich sehr lesenswerter Beitrag von Vroni Fuchs vom   HNB -Ich unterschreibe den in jeglicher Hinsicht! http...
03/02/2026

Hier ein wirklich sehr lesenswerter Beitrag von Vroni Fuchs vom HNB -
Ich unterschreibe den in jeglicher Hinsicht!

https://www.facebook.com/share/p/1CLyd2hYYh/

Wow, Hundehalter unter sich.
Da kochen die Emotionen hoch!
Was für ein Paradebeispiel für die Doppelmoral in der Hundewelt. Auf der einen Seite erlebe ich Halter eines Pitbulls, die sich darüber empören, dass ihr Hund als Kampfhund bezeichnet wird. Auf der anderen Seite höre ich ganz selbstverständlich Begriffe wie Fußhupe oder Wadenbeißer, sobald es um kleine Hunde geht. Genau dieser Widerspruch macht die Diskussion für mich kaum erträglich.

Ich sehe immer wieder, dass kleine Hunde im Alltag nicht als vollwertige Hunde wahrgenommen werden, sondern als Accessoire, Witzfigur oder harmloses Beiwerk. Ihr Knurren wird belächelt, ihr Schnappen entschuldigt, ihr Stress ignoriert. Wenn ihre Halter diese Hunde nicht erziehen, nicht führen und nicht ernst nehmen, wird das oft sogar als niedlich oder witzig angesehen.
Gleichzeitig gilt genau dieses Verhalten bei großen Hunden sofort als massives Halterversagen und als Beleg für angebliche Gefährlichkeit.

Natürlich ist mir und hoffentlich allen klar, dass der Schaden, den ein kleiner Hund verursachen kann, in der Regel geringer ist. Körpermasse, Beißkraft und Reichweite setzen physische Grenzen. Umgekehrt sehe ich aber genauso klar, dass in Konflikten zwischen Hunden deutlich häufiger kleine Hunde schwer verletzt oder getötet werden als große. Begegnungen zwischen sehr unterschiedlich großen Hunden sind asymmetrisch, und dies wirkt sich im Ernstfall fast immer zulasten des kleineren Hundes aus.

Für mich ändert das nichts daran, dass kleine Hunde vollwertige Hunde mit Bedürfnissen, Grenzen und Anspruch auf verantwortungsvolle Führung sind. Ein geringeres Schadenspotenzial ist keine Rechtfertigung für fehlende Erziehung oder mangelnde Führung, sondern lediglich eine Beschreibung möglicher Folgen.

Was ebenfalls ständig passiert:
Rücksicht auf kleine Hunde, ihre Halter und deren keineswegs unbegründete Ängste wird belächelt oder komplett ignoriert. Wenn jemand seinen kleinen Hund hochnimmt, höre ich sofort Kommentare wie:
„Warum nimmst du den hoch?“ und als Rechtfertigung
„Klar springt meiner dann hoch.“
Als wäre das Hochnehmen eine Provokation statt eine Schutzmaßnahme.
Dass Halter kleiner Hunde gute Gründe haben können, schlechte Erfahrungen, reale Verletzungsgefahr oder schlicht Verantwortung für ein deutlich unterlegenes Tier, wird dabei ausgeblendet.
Es ist ja nur so eine Fußhupe!

Große Hunde brauchen mindestens genauso verantwortungsvolle Besitzer. Gleichzeitig darf man es ihnen gegenüber auch nicht auf die Spitze treiben. Sie haben auch „nur“ einen Hund an der Leine. Nur weil dieser groß ist, bedeutet das nicht, dass er mental über allem stehen muss oder kann. Rücksicht funktioniert in beide Richtungen. Mal die Leine kürzer nehmen, den eigenen unproblematischen Hund zu sich heranrufen oder Abstand schaffen aus Rücksicht auf andere, da bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone.

Ich selbst habe Hunde in nahezu allen Varianten.
Große Hunde mit realem Gefährdungspotenzial, kleine Hunde, die keineswegs harmlos sind, ebenso wie große und kleine Hunde, die völlig unkompliziert sind.
Vielleicht bin ich genau deshalb nicht so schnell im Verurteilen. Ich weiß, dass Verhalten nicht an der Größe hängt, sondern an Genetik, Erfahrung, Führung und Kontext und dass jede pauschale Einordnung der Realität nicht gerecht wird.
Übrigens führe ich meine großen eventuell (potentiell) gefährlichen Hunde mit Maulkorb in der Öffentlichkeit, nicht weil ich es muss. Nicht weil ich sie nicht unter Kontrolle habe, nicht weil sie mir gefährlich gegenüber sind. Sondern weil ich es kann, es kein Problem für mich und meine Hunde darstellt und im Zweifelsfall niemand zu Schaden kommt. Auch wenn meine Hunde nicht der Verursacher wären, definitiv würden sie einen nicht unerheblichen Schaden anrichten. Weil es einfach Hunde mit Potential sind.

Dazu kommt meine berufliche Realität:
Ich habe einige Kunden, deren kleiner Hund von einem größeren getötet wurde. Genauso kenne ich Großhundebesitzer, deren Hund einen kleinen Hund getötet hat. Das ist für beide Seiten dramatisch. Niemand steht morgens auf mit der Absicht, dass so etwas passiert. In diesen Fällen war es fahrlässig, ja aber niemals vorsätzlich.
Für alle Beteiligten bleiben Schuldgefühle, Trauer und oft lebenslange Konsequenzen zurück.

Für mich wäre schon ein enormer Schritt gewonnen, wenn jeder bei sich und seiner eigenen Verantwortlichkeit bleibt. Den eigenen Hund realistisch einschätzen, führen und absichern, statt das Verhalten des anderen kleinzureden oder zu kommentieren , dass wäre ein super Start für ein entspannteres und respektvolleres Miteinander.

Und jetzt schaut einmal genau hin, wie ihr diesen Text lest. Er ist weder pro noch kontra, weder für kleine noch für große Hunde. Beim Lesen lohnt es sich, wahrzunehmen, wo ihr innerlich nickt und an welchen Stellen Emotionen hochkommen. Das macht nicht der Text, dass macht ihr selbst daraus. Genau dort liegt der Schlüssel zur eigenen Reflexion.

Ja, es gibt unwissende, unverfrorene, unverschämte und rücksichtslose Menschen, völlig unabhängig davon, welchen oder ob sie überhaupt einen Hund an der Leine haben.
Das ist Realität. Aber genau das darf nicht die Ausgangslage für ein Miteinander sein.
Wer so startet, bestätigt nur Vorurteile und verschärft Fronten, statt Verantwortung, Respekt und Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen.

Was mich zusätzlich frustriert: Egal welche Rasse ich nenne, die Reaktionen sind fast immer gleich. Menschen fühlen sich persönlich angegriffen. Meine Aussagen werden nicht als sachliche Beschreibung gelesen, sondern als Angriff auf den eigenen Hund, die eigene Identität oder die eigene Haltung. Objektives und differenziertes Lesen scheitert daran, dass Emotionen sofort die Oberhand gewinnen. Statt über Verhalten, Verantwortung und Rahmenbedingungen zu sprechen, wird reflexartig verteidigt, relativiert oder zurückgeschossen.
Egal über welches Thema ich schreibe, es fehlt immer diese oder jene Sichtweise. Man findet immer etwas was ja noch unbedingt mit erwähnt werden müsste.
Ein FB Post dient meist dazu ein bestimmtes Thema aufzugreifen und darüber zu schreiben und einen überschaubaren Text zu erstellen. Tatsächlich würde es fast jedes Thema auch zumindest zu einem Taschenbuch schaffen, aber es ist eben nur ein Post der zum Reflektieren oder Nachdenken anregen soll.

Das Absurde daran ist für mich, dass genau diese Emotionalisierung jede ernsthafte Auseinandersetzung blockiert. Solange alles personalisiert wird, bleibt sachliche Kritik unmöglich und genau dadurch ändert sich nichts an den bekannten Problemen.
Wenn ich Respekt für meinen eigenen Hund einfordere, muss ich ihn auch allen anderen Hunden zugestehen, unabhängig von Größe, Gewicht oder öffentlichem Image. Alles andere empfinde ich nicht als Fairness, sondern als Bequemlichkeit.

Und ganz ehrlich:
Wenn wir Hundehalter untereinander schon Krieg führen, wie sollen dann Menschen ohne Hund Verständnis für Hunde und deren Menschen entwickeln? Wenn wir uns gegenseitig abwerten, belehren oder bekämpfen, liefern wir genau das Bild, das später gegen alle Hundehalter verwendet wird. Ein respektvolles Miteinander beginnt nicht draußen auf der Straße, sondern bei der eigenen Haltung gegenüber anderen.

Wieder einmal unbedingt lesenswert!Von Maren Grote Hundetraining :https://www.facebook.com/share/1GbtdFGLNZ/
17/12/2025

Wieder einmal unbedingt lesenswert!
Von Maren Grote Hundetraining :

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Status und Beziehung
Der Soziale Status beschreibt die Beziehungsstruktur zwischen zwei Personen. Also auch zwischen einem Mensch und einem Hund.
Hoher Status gibt dem, der ihn hat Privilegien und damit Macht.
Die Macht Entscheidungen treffen zu dürfen und im Zweifelsfall Recht zu bekommen oder seine Ansicht durchsetzen zu dürfen.
Klingt ja erstmal super. Cheff*in sein und entscheiden dürfen.
Damit hat man eben auch die Möglichkeit darüber zu entscheiden, wie man gemeinsam in der Welt so auftritt und was der Hund so tun darf und was nicht. So weit so wunderbar.
Aber das ist eben nicht alles, was es darüber zu wissen gibt. Einen hohen Status haben zu wollen heißt nicht, dass man ihn auch bekommt. Man muss ihn sich verdienen!
Es ist also mit Ansprüchen an mich und meine Durchsetzungskraft aber auch an meine Handlungsfähigkeiten und Kompetenzen geknüpft.
Ich darf nicht nur, ich muss gute Entscheidungen treffen, und zwar immer dann, wenn es etwas Wichtiges zu entscheiden gibt. Egal wie schwer es ist und ob es schnell gehen muss.
Ich kann dem Hund eine Entscheidung überlassen, eine Aufgabe zuordnen und einen Job übertragen, wenn er ihn besser ausfüllen kann als ich. Die Führung zu übernehmen, heißt nicht alles selber zu machen. In einer Firma mit einer guten Führungspersönlichkeit wäre es doch fatal, wenn niemand sonst arbeiten und Verantwortung für einzelne Aufgaben übernehmen würde.
Aber wer teilt die Aufgaben zu? Und wer überprüft, ob sie ausgeführt wurden? Und wer steht dafür grade, wenn sie es nicht werden? Und wer entscheidet was wann gemacht wird und wann und wie der Plan geändert wird?
Genau! Die Führungsperson.
Sie hat alles im Blick, alles unter ihrer Kontrolle, aber sie führt nicht alles selber aus.
Es ist also ok dem Hund zum Beispiel zuzugestehen fremde Hunde die angerannt kommen weg zu jagen, wenn er das eben gut kann und ich ihm dafür bewusst die Erlaubnis geben und es ihm genauso jederzeit verbieten könnte. Ich muss nicht alles machen, solange mein Hund es auch kann und das in dem Moment die für alle sinnvollste Entscheidung ist. Zuständig bin ich dann, wenn mein Hund es nicht kann, dann habe ich keine Möglichkeit diese Aufgabe zu übergeben.
Mein Job ist es in der Sekunde zu entscheiden was hier und jetzt sinnvoll und richtig ist.
Ich benötige den Überblick und die Fähigkeit meine Regeln so zu vermitteln, dass sie auch verstanden und umgesetzt werden.
Um das machen zu können brauche ich Kraft und Konzentration, auch wenn es mal schwer ist und ich mich nicht so recht fühle. Auch da muss ich geben und etwas einbringen.
Du merkst schon, auf den Privilegien, die ein hoher Status mit sich bringt, kann man sich wirklich nicht ausruhen.
Ich kann mich natürlich auch dafür entscheiden den niedrigeren Status einzunehmen und meinen Hund ihm wichtige Entscheidungen treffen lassen und ihm im Konflikt nachgeben, oder mich irgendwie versuchen herumzuschummeln, indem ich ihn ablenke und weglocke von dem, was er eigentlich wollte oder Situationen meide.
Mit etwas Glück komme ich so halbwegs über die Runden, auch wenn wir vielleicht in der Umwelt immer mal anecken. Aber eine grundlegende Verhaltensänderung kann ich dann nicht erwarten, wenn mich etwas stört, was der Hund tut. Denn weder meine Regeln sind etwas Wert, wenn ich nicht in unserer Beziehung diejenige bin, die die Regeln macht, noch mein Lob, oder meine Strafe. Was bedeutet es schon, wenn ich etwas toll finde oder ablehne, wenn ich grundsätzlich die Rolle ablehne vorzugeben, was in unserem Zusammenleben ok ist und was nicht?
Wer Änderungen schaffen möchte sollte sich also mit der Beziehungsstruktur befassen und sich ehrlich fragen, wie es denn im Alltag mit all den Kleinigkeiten steht. Liegt das Problem wirklich nur da, wo es so laut und störend auffällt und man den Hund nicht anhalten kann?
Oder ist es eine grundsätzliche Frage danach, wer in der Beziehungen Entscheidungen für die Gruppe treffen darf, wenn man sich uneins ist?
Die meisten Hundetrainings beginnen mit der Frage nach dem Zusammenleben, dem Alltag und den Kleinigkeiten, die mutmaßlich unwichtig sind oder „schon irgendwie laufen“. Denn dort liegt oft so viel mehr Potenzial als bei der Arbeit am Hauptkonflikt selber.
Der Alltag und das Zusammenleben sind die entscheidenden Faktoren welche Probleme überhaupt entstehen können und wie schnell oder gut sie zu verändern sind.

Ich weiß, dass es schwer ist vom Problem-Fokus abzurutschen und das Ganze zu betrachten und nicht nur den einen Moment, weswegen man zum Hundetraining geht.
Ich habe dafür extra die Schnipsel App entworfen, in der ich all die kleinen Momente, all die Entscheidungen und Dinge zeige, die am Ende wirklich wichtig sind. Denn es ist so viel und es wird so viel übersehen. Und es gibt so viele Missverständnisse darüber, wie das aussieht. Echte Führung der man sich gern anschließt wird aus Liebe übernommen und nicht aus Herrschsucht.
Wenn Du mir und meinen Hunden im Alltag zuschauen möchtest, kannst Du Dir die Schnipsel App im Appstore Deines Handys herunterladen und darin die Videos und Erklärungen ansehen und anhören.

Wenn Du magst und gern am Ende des Jahres ein bisschen R***e passieren lässt, um zu wachsen, dann schau doch mal auf die Beziehung zu Deinem Hund.
Könntest Du Dinge die eigentlich erlaubt sind auch spontan verbieten, ohne dass es ein Drama gibt?
Hast Du das Gefühl, dass Dein Lob wirklich hochwertig ist, weil es von DIR kommt? Nimmt Dein Hund Deine Entscheidungen an, auch wenn er dafür mal zurückstecken muss und etwas nicht darf?
Und fühlst Du Dich sicher und wohl in Deiner Rolle als Führungsperson, oder ist das für Dich mit Vorurteilen und unangenehmen Gedanken verknüpft?

Adresse

Nachtigallenweg 22
Ahrensburg
22926

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 09:00 - 19:00
Donnerstag 09:00 - 19:00
Freitag 09:00 - 19:00
Samstag 09:00 - 16:00

Telefon

+4941026647920

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