15/05/2026
Heute war wieder so ein Tag der Tage.
Ich fuhr gerade von Luzern nach Zug, wo ich anrufe bekommen habe, dass ein verletzter Vogel gesehen wurde. Ich fuhr direkt weiter und nach etwas suchen fand ich einen nassen und eiskalten Jungvogel, desorientiert am Boden sitzdend. Ihn einzufangen war einfach, was natürlich kein gutes Zeichen war.
Schnell gesichert und in der Wärme begann das eigentliche Drama.
Ich fing an Tierklinik, Fachtierärzte und Tierärzte anzurufen, Vogelwarte usw. Tierklinik behandelt keine Wildtiere mehr, sei eine Weisung von ganz Oben, diejenigen Tierärzte, die ich erreicht habe, Wiesen mich alle ab und meinte, der andere soll. Teilweise erreichte ich keinen. Nach 1 Stunde telefonieren gab ich vorerst auf. Denn ein Vogel ins Tierspital Zürich oder Bern zu fahren usw ist Wahnsinn. Nicht nur der Aufwand. Vögel sind stress empfindlich und daher ist das in der Nähe besser und wichtig. Wenn man dann genommen würde. Bei den letzten Telefonaten bot ich Explizit an, es auch zu bezahlen, auch ein es ein Wildtier sei. Aber auch das half nicht.
Ich hab dann der Vogel unter die Rotlicht Lampe getan und behandelte ihn, soweit mit möglich auf Schock und S*T. Er erholte sich und ich freute mich schon etwas. Ich konnte ihn Anfang Nachmittag sogar mit den extra gekauften Mehlwürmern füttern. Denn das war wichtig, weil sein Ernährungszustand schlecht war.
Leider verschlechterte sich der Zustand 2 Stunden später wieder. Aber der Tierarzttermin, wo ich bei der Kleintierpraxis Eberli bekam, rückte näher. Leider verstarb er auf dem Weg zum Tierarzt, sodass der Tierarzt nur noch den Tod feststellen konnte. Dennoch danke ich Dr. Deubelbeiss und dem ganzen Praxis Team, dass sie ihm helfen wollten und uns nicht abgewiesen haben, wie alle anderen in der Nähe.
Rip kleiner Pipmatz. Ich hab alles gegeben und mich bemüht. Leider reichte es nicht um dich zu retten.
Der Ernährungszustand war schlecht und ein S*T überlebt längst nicht jeder, selbst mit schnellerer Hilfe. Daher möchte ich nicht behaupten, dass die abweisende TK und Ta Schuld sind. Aber es ist einmal mehr ein trauriges Kapitel, dass man Stundenlang rum telefonieren muss und ein verletzter Tier in der halben Schweiz rum fahren soll, dass es durch einen Tierarzt/Tierärztin versorgt wird. Nicht mal gegen angebotene Bezahlung hat sich ein Zuger TK oder TK erbarmt. Und wir rennen Tag und Nacht, Ostern, Weihnachten usw ehrenamtlich rum um Schlussendlich Stunden mit telefonieren zu verbringen und zum schluss ein erkranktes oder verungalltes Tier in der halben Schweiz rum zu fahren, wo sich einer/eine TK oder Ta erbarmt.