Bea Koti, Mensch-Hund-Coaching

Bea Koti, Mensch-Hund-Coaching Meine Einzel-Coachings sind das Erfolgsrezept für ein gelingendes Zusammenleben mit deinem Vierbeiner

👉 Follower: Ein technischer Begriff – oder doch mehr?Auf Social Media wird der Begriff «Follower» fast banalisiert. Tech...
14/06/2026

👉 Follower: Ein technischer Begriff – oder doch mehr?

Auf Social Media wird der Begriff «Follower» fast banalisiert. Technisch bedeutet er einfach: jemand, der einem Account folgt.

Wenn ich mich auf Social Media umschaue, wage ich das manchmal zu bezweifeln. Das Wort «Follower» klingt harmlos, trägt etymologisch aber durchaus etwas von Gefolgschaft und Anhängerschaft in sich.

🔸Wenn Nachfragen unbequem wird
Besonders offensichtlich wird das manchmal, wenn jemand wagt, einen Hunde-Guru zu kritisieren. Oft reicht es schon, einen Beitrag sachlich zu hinterfragen. Damit meine ich nicht abwertendes Kommentieren, sondern höfliches und objektives Nachfragen.

Nicht selten entsteht dann eine Dynamik, die spannend zu beobachten ist: Die Person selbst äussert sich gar nicht unbedingt dazu. Stattdessen reagieren häufig Menschen aus der Community. Manche verteidigen Inhalte oder Haltungen sehr engagiert.

Ich beobachte dabei gelegentlich eine starke Identifikation mit Personen oder Philosophien. Das finde ich sehr spannend und irgendwie auch faszinierend.

Für mich stellt sich die Frage: Folgen wir einem Inhalt oder zunehmend einer Person?

🔸Zwischen Orientierung und Gruppendynamik
Natürlich betrifft das nicht alle. Und viele Communities können sehr bereichernd sein. Trotzdem erlebe ich auf Social Media manchmal Dynamiken, die mich an geschlossene Denkräume erinnern. Menschen orientieren sich stark an einzelnen Personen, Haltungen werden verteidigt und gemeinsame Überzeugungen können sehr verbindend wirken.

Das hatten wir doch schon so oft in der Geschichte der Menschheit, sei es im Grossen wie im Kleinen. Social Media hat eine starke Wirkung, weil man viele Menschen erreichen kann. Gleichzeitig ist vieles schnelllebig und unverbindlich. Passt mir ein Wort, ein Satz, eine Formulierung oder ein Foto nicht, ein Klick und ich bin ent-followed.

Gerade diese Schnelllebigkeit zeigt für mich auch etwas Spannendes: Was heute begeistert, kann morgen schon wieder vorbei sein. Vielleicht an dieser Stelle die Botschaft, sich selber nicht ganz so wichtig zu nehmen.

🔸Reichweite geht in beide Richtungen
Social Media kann tatsächlich helfen, Inhalte in kurzer Zeit zu verbreiten und Meinungsbildung zu prägen. Wenn dann noch Gruppendynamik dazukommt, kann sich etwas fast wie ein Lauffeuer verbreiten. Wenn Beiträge dem Wohl von allen dienen, also nicht nur dem Menschen, sondern auch den Tieren, ist das eine sehr gute Sache.

Leider funktioniert Reichweite oft auch in die andere Richtung. Negative Inhalte erzeugen häufig mehr Aufmerksamkeit und gewinnen dadurch oft deutlich mehr Follower.

🔸Ein persönlicher Gedanke zum Schluss
Kürzlich habe ich mich dabei ertappt, nach der Anzahl Follower zu schauen und mich einen kurzen Moment gedanklich davon beeinflussen lassen. Natürlich freue ich mich, wenn meine Beiträge zu einem freundlichen Umgang mit Tieren und anderen Mitlebewesen gelesen und geteilt werden.

Und trotzdem oder gerade deswegen ist es mir genauso ein Anliegen, kritisch zu bleiben und unbequeme Texte zu schreiben. Auch wenn danach vermutlich jedes Mal ein paar Follower auf den Button «nicht mehr folgen» drücken.

👉 In diesem Sinne:
«Folgen darf inspirieren und kritisches Mitdenken genauso.»

❓Steinewerfen am Wasser – harmloser Spass?🔹Die Morgenruhe am Wasser geniessenWir sind extra früh los, damit wir die Ruhe...
14/06/2026

❓Steinewerfen am Wasser – harmloser Spass?

🔹Die Morgenruhe am Wasser geniessen
Wir sind extra früh los, damit wir die Ruhe am Fluss noch geniessen können, bevor an diesem sommerlichen Tag der Trubel losgeht.

Nach ein paar Minuten gemütlichem Spaziergang ertönt von weitem dieses fiepende, hocherregte Bellen. Mein erster Gedanke: «Umdrehen und die erwartete Situation umgehen.» Da wir aber ans Wasser wollen, entscheide ich mich dagegen.

🔹Der hocherregte Hund am Wasser
Je näher wir kommen, desto klarer wird die Situation: Zwei Menschen stehen mit einem sehr aufgeregten Hund im Wasser. Der Mensch bückt sich erneut, seine Hand greift im Wasser vermutlich nach einem Stein. Der Hund gerät augenblicklich in eine sehr hohe Anspannung.

Wir bleiben stehen. Solche Situationen finde ich ungünstig und nicht ganz unbedenklich, wenn weitere Hunde ins Setting dazukommen.

Der Stein verharrt plötzlich in der erhobenen Hand des Menschen. Der Hund fällt unmittelbar in heftiges Frustverhalten, weil die erwartete Handlung ausbleibt.

🔹Die Erklärung folgt sofort
Die Frau erklärt mir, dass ihr Hund mit den Steinen so viel Spass habe. Alles andere interessiere ihn dann gar nicht mehr. Das sei das Einzige, was ihm richtig Freude mache. Der Mann wirkt indessen eher leicht genervt, weil wir seine Wurfaktivität gerade unterbrechen.

Panda und Wendy nehmen kurz ein Bad und wir verlassen diesen Ort der Erregung so schnell wie möglich.

Kaum zurück auf dem Weg, verstummt das aufgeregte Bellen. Weshalb? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, weil der Hund gelernt hat, sich zu regulieren. Vielmehr, weil der Stein endlich seinen Weg ins Wasser gefunden hat. Was ich aus dem Platschgeräusch schlussfolgern kann.

🔹Trügerische Freude?
Viele Hunde lieben es scheinbar, wenn der Mensch Steine aufhebt und für ihn ins Wasser wirft. Der Hund vibriert vor Spannung, starrt auf die Wasseroberfläche und fixiert die Stelle, an der der Stein verschwunden ist. Manche Hunde stehen minutenlang im Wasser und warten auf den nächsten Wurf. Selbst dann, wenn der Mensch sich bereits entfernt.

🔹Was passiert da eigentlich im Hund?
Aus neurobiologischer Sicht wird dabei vor allem das System aktiviert, welches mit Erwartung (Seeking) und Jagdverhalten zu tun hat. Bereits der Kontext Wasser kann diese Erwartung aktivieren. Wenn der Mensch sich dann auch noch suchend und bückend am Ufer entlang oder im seichten Wasser bewegt, ist es um das Gehirn des Hundes geschehen.

Dazu kommen körperliche Aktivierung, erhöhte Aufmerksamkeit und eine starke Fokussierung. Manche Hunde wirken dabei fast wie in einer anderen Welt.

Auf neurobiologischer Ebene wird dabei viel Dopamin ausgeschüttet. Ein Botenstoff, der weniger für den eigentlichen Erfolg zuständig ist, sondern vor allem für die Erwartung: Gleich passiert etwas super Aufregendes.

🔹Weshalb diese Aktivität so ungünstig ist
Beim Steinewerfen werden oft einzelne Teile der Jagdkette aktiviert: orientieren, fixieren, hetzen oder Mäuselsprung ins Wasser und mit den Augen die Wasserfläche absuchen. Was jedoch fehlt, ist der Abschluss der Jagdsequenz. Das Packen (ausser der Hund taucht nach den Steinen), Zerlegen und Fressen findet nicht statt. Das Bedürfnis nach Beuteerfolg bleibt offen. Eine sogenannte Sättigung tritt nicht ein. Sogar ganz Im Gegenteil. Oft folgt direkt der nächste Wurf. Ein tatsächliches Runterfahren oder eine bedürfnisorientierte Anschlussaktivität beobachte ich eher selten.

Ungeschickt finde ich zudem das Konditionieren von Erregung rund ums Wasser. Wenn der Aufenthalt am oder im Wasser immer mit Steinewerfen verknüpft wird, steigt die Erwartung oft bereits beim Geruch oder Anblick von Wasser stark an. Und gerade Wasser bringt bei vielen Hunden ohnehin schon eine erhöhte Aktivierung mit sich.

🔹Der gesundheitliche Aspekt bei dieser Geschichte mit den Steinen
Was ich an dieser Beschäftigung zusätzlich bedenklich finde, sind mögliche körperliche Folgen. Das Tauchen nach Steinen und Tragen an Land kann den Zähnen erheblich schaden. Ich habe bereits einen Hund gesehen, dessen Zähne dadurch fast bis zum Zahnfleisch abgewetzt und teilweise abgebrochen waren. Auch die Ohren können durch das ständige Tauchen chronisch entzündet sein. Die gefährlichste Folge ist das Schucken der Steine. Leider auch schon gesehen.

Aus all den genannten Gründen empfehle ich persönlich, keine Steine für Hunde ins Wasser zu werfen. Ich wünsche mir entspannte Hunde am Wasser, die gerne von sich aus baden dürfen, wenn sie möchten. Und meide deshalb Orte, an denen sich viele Menschen mit ihren Hunden zum Werfen treffen.

🔹Abschliessende Gedanken
Mich beschäftigt tatsächlich die Frage, wo diese seltsame Beschäftigung ihren Anfang genommen hat. Und weshalb wir Menschen es so lustig finden, Gegenstände ins Wasser zu werfen und einem Hund dabei zuzusehen, wie er sich immer mehr hineinsteigert. Kein Hund würde das so handhaben, wenn er denn in Ruhe gelassen würde. Traue deinem Hund zu, dass er sich auch ohne Wurfgeschichten nicht langweilen wird.

👉 In diesem Sinne:
«Ein Hund muss am Wasser nicht hochfahren, um Freude zu haben.»

13/06/2026

🙏 Für dich von Herzen von mir 🧡
Bea

13/06/2026

👉 Auch junge Vögel möchten leben!
❗️ Bild ist KI generiert! Google nach dem prof. Produkt bei Vogelwarten zum Bsp.

Für Hunde gilt Leinenpflicht im Wald und waldnah während der Brut-und Setzzeit.

Sicher weichen durch diese Massnahme viele Hundehaltende an Bach-und Flussufer oder auf begrünte Flächen aus.

👉 Nur: Dort sind oft Bodenbrüter zu Hause, die auch mit dem Aufziehen ihres Nachwuchses beschäftigt sind. Vorallem beim Spielen und Schwimmen mit den Hunden in Gewässern achtsam sein. Die Entenfamilien sind gerade am Schwimmen trainieren mit ihrem Nachwuchs🦆🦆🦆🦆🦆🦆

🐈 Ein grosses Thema und eine grosse Gefahr für die gerade das Nest verlassenden Jungvögel -die sogenannten Ästlinge-, - sind zudem die zahlreichen Katzen. Für einen gerade am flügge werdenden Vogel die gefährlichste Zeit überhaupt, weil er den Katzen oft schutzlos ausgeliefert ist.

1. Was kannst du tun in deinem Garten, damit die Ästlinge Schutz finden könne?

- Schutz direkt am Haus und im Garten
Dichte Sträucher und Dornenhecken geben Jungvögeln Deckung. Ein Ästling am Boden braucht vor allem Verstecke.

- Futterstellen nicht direkt neben Gebüschen platzieren, aus denen Katzen losspringen können.
Kleine erhöhte „Fluchtinseln“ (Asthaufen, Totholz, dichtes Gebüsch) helfen Ästlingen.
Glatte Kletterbarrieren an einzelnen Nestbäumen oder Pfosten können punktuell sinnvoll sein.

2. Zeitliche Einschränkung von Katzen
Das wäre wahrscheinlich wirksamer als der Kragen.
Viele Vogelschützer empfehlen:
Katzen während der Hauptaktivitätszeiten der Vögel drinnen behalten, besonders frühmorgens.
Während der Brut- und Ästlingszeit zeitweise mehr kontrollierten Freigang.

3. Der bunte Kragen
Der Kragen ist eher eine zusätzliche Massnahme. Die jungen Vögel sehen die Katze je nach dem früherer und können wegfliegen. Bei Ästlingen bringt er nicht viel.

👉 Ich mag Katzen sehr! Das ist kein Anti-Katzen-Halten Beitrag!

Herzlich!🧡
Bea mit Panda und Wendy🐶🐶😀

13/06/2026

👉 Aufgeregter Jungrüde in eine Junghundegruppe?

Kann man machen. Die Frage ist, ob der Hund tatsächlich lernt, seine Aufregung zu regulieren?

Wenn dein junger Hund bereits mit ruhigen Hunden völlig dyseguliert ist, wie schaut es dann in einer Gruppe mit anderen -vermutlich auch aufgeregten- Junghunden aus?

Die Menschen nehmen Aufregung gerne als Freude wahr.

Und dass mehr Hundekontakte zu haben, mehr hilft. Leider nur, wenn die Lernsituation Veränderung möglich macht.

Ich ziehe einzelne schöne Kontakte für meine Hunde in. jedem Fall einer Jlnghunde- oder Welpengruppe vor.

Herzlich🧡
Bea mit Panda und Wendy

12/06/2026

🩺 Happy Visit in der Tierarztpraxis.
🙏Danke an das Schmiede-Team für diese tolle Möglichkeit!

Panda hatte einen Termin wegen einem schmerzhaften Otitisschub. Entzündete und geschwollene Ohren zu untersuchen, ist sehr schmerzhaft. Einblick mit dem Otoskop wurde aus diesem Grund heute weggelassen.

Wir haben den Besuch genutzt, um trotz Schmerzen noch einen Happy Visit daraus zu machen.

🔸 Ablauf:
- Ausreichend Zeit einplanen nach Ankunft
- Nach dem Aussteigen aus dem Auto kurze Pinkelrunde auf der Wiese.
- Bein Auto einmal Schnüffelteppich absuchen. Wendy tendiert zu Aufregung, wenn sie den Ortl/Tierarztpraxis erkennt. Deshalb noch eine Weile ruhig suchen.
- Danach ins Wartezimmer. Auch das ist ein spannender Ort mit all den Gerüchen. Wir waren alleine, was ich sehr begrüsst habe. Schüffelteppich auf den Boden, Panda und Wendy haben zufrieden gesucht. Noch lieber würden sie die Räume erkunden, was natürlich begrenzt möglich war.
- Im Paxisraum Panda Seitlage mit Kooperationsverhalten Kopf ablegen.
- Ohren untersuchen ohne Otoskop und besprechen.

🔸 Danach:
Wir bleiben im Raum, Enrichmentparcours auslegen. Und beide Damen dürfen für 20 Minuten geniessen.

Den Behandlungstisch habe ich heute bewusst weggelassen, weil es mit rauf- und runterspringen räumlich etwas eng geworden wäre.

Beim letzten Besuch vor zwei Wochen stand eine Blutentnahme auf dem Programm. Heute ging es darum, eine emotional positive Stimmung zu schaffen für uns alle. Trotz den Ohrschmerzen von Panda.

Auf alle Fälle sind wir sehr zufrieden nach Hause gefahren.

Mein Plan: 1x im Monat einen Happy Visit einzuplanen.

12/06/2026

👉 Was ist für mich und meine Hunde das Wichtigste?

🧠 Ein reguliertes Nervensystem im Alltag.

Wenn sowohl Mensch wie auch Hund unter Dauerstress stehen, wird jede Situation mit einer erhöhten inneren Anspannung verknüpft.

Oft ist diese Grundstresslast gar nicht immer so offensichtlich. Vielleicht merkst du es daran, dass deine Gedanken ständig am Laufen sind und/oder du eine permanente innere Unruhe verspürst. Es kann auch sein, dass du viel schneller auf eine Störung von aussen reagierst.

Deinem Hund geht es ähnlich. Wenn sein Nervensystem nicht mehr ausreichen entspannen kann und der Sympathikus daueraktiviert ist, wird auch dein Hund viel schneller ungehalten reagieren. Und nicht mehr gut zur Ruhe kommen.

Wenn dein Hund auf dem Spaziergang ständig eine Aktion von dir erwartet, du ihn dauernd beschäftigst, damit er am Schluss vermeintlich müde ist, tust du ihm längerfristig keinen Gefallen.

Eine Dauererwartungshaltung wird sich auch dann nicht in Luft auflösen, wenn ihr euch am Ufer eines Flusses niederlässt. Oder du eine Ruhepause auf einer Bank im Wald oder auf einer Wanderung eingeplant hast.

Es macht viel Sinn, deinen Hund von Anfang an bei der Regulation seines Nervensystemes zu unterstützen. Lege viel mehr Wert auf gemeinsames Chillen, ruhiges und entspanntes Beobachten, als auf Dauerauslastung.

Überall entspannen zu können ist für mich sowieso die Grundlage, um in eine gemeinsame Aktivität zu gehen.

Herzlich!🧡
Bea mit Panda und Wendy 🐶😀🐶

Ps: Solltest du dich beim Video gelangweilt haben und trotzdem fertig geschaut hast, bist du auf einem guten Weg hin zu mehr Ruhe.

👉 Es kann auch ganz anders sein - ein zweiter Blick lohnt sichPanda und Wendy haben sich heute auf der Wanderung genüssl...
11/06/2026

👉 Es kann auch ganz anders sein - ein zweiter Blick lohnt sich

Panda und Wendy haben sich heute auf der Wanderung genüsslich an einem frischen Kuhfladen bedient, der mitten auf dem Weg lag. Ich gönne ihnen das Vergnügen und gehe weiter. Nach kurzer Zeit schliessen die Hunde wieder auf. Wendy mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht. Und Panda?

Gerade war sie noch hinter mir. Jetzt sehe ich sie auf der angrenzenden Wiese einen grossen Bogen laufen, Nase tief. Echt jetzt? Gerade der Kuhfladen und nun schon wieder auf der Suche nach etwas Essbarem?

Mein Rückrufsignal verhallt irgendwo in der Bergwelt. Kann ja mal überhört werden. Zweiter Versuch, diesmal etwas lauter. Die einzige Reaktion: Panda entfernt sich noch weiter von uns. Geduckt und schnell.

Geht’s noch? denke ich und bewege mich etwas zügiger hinter Panda her.

Endlich bleibt sie stehen. Zusammen gehen wir zurück auf den Weg. Noch während ich Panda an der Leine über die Wiese führe, fällt mein Blick auf die Kühe, die sich neugierig angenähert haben. Pandas Blick und ihre Körpersprache sprechen Bände. Wie konnte ich das vergessen?

👉 Der Kontext macht den Unterschied
Seit Pandas sehr unschönem und schmerzhaften Erlebnis mit einem Elektrozaun für Wildschweine sind Kühe ihre Schreckgespenster. Damals ist sie mit dem Hinterteil an den Zaun geraten. Auf der anderen Wegseite standen Kühe auf der Weide. So wie gerade eben. Panda hat die Kühe folglich mit dem heftigen Stromschlag verknüpft. Wir mussten diesen Weg damals wochenlang umgehen.

🔸So macht das natürlich Sinn
Meine Gedanken waren noch beim Kuhfladenschmaus. Ich hatte Pandas Verhalten bereits unter «Futtersuche» abgespeichert und ging davon aus, dass sie mich schlicht nicht hört. Die Kühe hinter dem Zaun hatte ich in diesem Moment gar nicht als mögliche Ursache auf dem Schirm. Panda hingegen hat genau das gemacht, was sie in dieser Situation gebraucht hat: Distanz schaffen und möglichst unsichtbar werden!

🔸 Was ich aus dieser Situation mitnehme:
Es ist nicht immer das, wonach es auf den ersten Blick aussieht.

Wir Menschen sind oft schnell mit Interpretationen. Vor allem dann, wenn wir glauben, eine Situation bereits zu kennen oder ein Verhalten schon mal eingeordnet zu haben. Wir vergessen dabei, dass Verhalten immer in einem Kontext stattfindet und nicht einfach so passiert. Während Panda mehr Distanz wollte, habe ich sie wieder auf den Weg zurück zu den Kühen geführt. Dass ich mich im Nachhinein nicht so besonders toll fühlte, kann man sich vermutlich denken.
(Bild: KI; Text: Bea Koti)

👉In diesem Sinne:
«Verhalten nie losgelöst vom Kontext betrachten.»

11/06/2026

🙏 Mein Wunsch für uns alle. Die (Social Media) Welt sähe etwas freundlicher aus.

Herzlich!🧡
Bea mit Panda und Wendy🐶🐶😀

👉 Wann ist ein Hund glücklich?🔸Was bedeutet Glück überhaupt?Heute habe ich in einem Post gelesen, dass Hunde glücklich s...
10/06/2026

👉 Wann ist ein Hund glücklich?

🔸Was bedeutet Glück überhaupt?
Heute habe ich in einem Post gelesen, dass Hunde glücklich sind, wenn sie für den Menschen eine Aufgabe ausführen dürfen. Die Aussage war bezogen auf Assistenzhunde und / oder Blindenführhunde.

Diese Aussage hat mich etwas beschäftigt. Vor allem die Frage, woran wir denn merken, dass ein Tier, in diesem Falle ein Hund, glücklich ist.

Die Definition von Glück ist gar nicht so einfach. Wenn ich dich konkret frage, ob du gerade jetzt glücklich bist, was wäre deine Antwort? Wie würde sich ein glücklicher Zustand für dich anfühlen? Vermutlich gar nicht so einfach, eine konkrete Aussage zu machen. Wo in deinem Körper spürst du Glück? Ist Glücklich-Sein eher ein Gefühl, eine Emotion oder ein somatisches Erleben?

Wenn wir Glück philosophisch betrachten, kann das je nach Denkrichtung etwas ganz anderes bedeuten.

🔸Glück als Gefühl oder gelingendes Leben?
Glück als angenehmes Gefühl: Wir empfinden Freude, Lust, Wohlbefinden, schöne Momente und Zufriedenheit. Glück ist demnach etwas, das wir spüren.

Oder Glück als gelingendes Leben: Hier wird Glück nicht als Gefühl verstanden, sondern als etwas Tieferes. Ein Leben, das sich stimmig und erfüllt anfühlt.

Wenn man all diese Sichtweisen zusammennehmen würde, könnte man Glück vielleicht so definieren: Glück ist nicht nur ein schönes Gefühl, sondern das Erleben von Stimmigkeit zwischen dem eigenen Leben, Beziehungen, Sicherheit und innerem Frieden.

🔸Können wir überhaupt wissen, ob ein Hund glücklich ist?
Die Frage nach dem Glück oder wie sich glücklich sein anfühlt, ist nicht endgültig zu beantworten. Und schon gar nicht von einem Aussenstehenden. Weil Glück ein sehr individuelles Erleben ist.

Noch viel schwieriger wird es, wenn der Mensch von seinem Tier sagt, dass es glücklich ist. Ich finde die Aussage sehr spannend, weil wir das Tier ja nicht fragen können. Aus Beobachtungen und aus dem, was wir in unserem Fall über Hunde wissen, schliessen wir auf einen emotional positiven Zustand unseres Hundes.

Wenn wir Glück als Wohlbefinden, Sicherheit, soziale Verbundenheit, Spiel, Interesse an der Umwelt, angenehme Körperzustände und die Möglichkeit, artspezifische Bedürfnisse auszuleben verstehen, würde ich sagen: Hunde und andere Tiere können vermutlich durchaus glücklich sein.

An dieser Stelle frage ich dich: Woran merkst du, dass das Wohlbefinden deines Hundes hoch ist? Kennst du seine artspezifischen Bedürfnisse und hat dein Hund die Möglichkeit, diese möglichst oft auszuleben?

🔸Macht eine Aufgabe einen Hund glücklich?
Wir teilen Hunden gerne Aufgaben zu und gehen oft davon aus, dass der Hund diese auch wählen würde, wenn er denn könnte. Unsere Hunde haben vermutlich eher wenig Einfluss darauf, was ihren Alltag ausmacht.

Ich behaupte nicht, dass ein Hund nicht Freude daran haben kann, mit seinem Menschen etwas zu unternehmen, gemeinsam die Welt zu erkunden oder einer Beschäftigung nachzugehen. Im Gegenteil.

Was ich schwieriger finde, ist die Aussage, dass ein Hund glücklich ist, wenn er dem Menschen dienen kann.

Vielleicht gefällt ihm die Aufgabe. Vielleicht fühlt sie sich sicher und vorhersehbar an. Vielleicht erlebt er dabei Nähe, Orientierung oder Erfolg. Aber macht ihn genau das glücklich?

Gerade bei Assistenzhunden finde ich diese Frage spannend. Ein Hund kann seine Aufgabe mögen und trotzdem viel Verantwortung tragen. Für mich stellt sich deshalb weniger die Frage, ob ein Hund glücklich ist, weil er arbeitet, sondern eher: Hat dieser Hund trotz seiner Aufgabe genügend Möglichkeiten, einfach Hund zu sein?

Darf er schnüffeln, spielen, schlafen, sich zurückziehen, eigene Bedürfnisse ausleben und auch einmal nichts leisten?

🔸Fragen, die Antworten offen lassen
Ich glaube nicht, dass wir diese Frage nach dem Glücklichsein unserer Hunde abschliessend beantworten können. Aber vielleicht lohnt es sich, immer wieder hinzuschauen. Und zwar nicht nur darauf, was ein Hund für uns tut oder leistet. Sondern auch darauf, was ein Hund braucht, damit sein Leben aus Hundesicht möglichst stimmig und erfüllend sein kann.

👉In diesem Sinne:
«Hundeglück ist vermutlich mehr als eine zu erfüllende Aufgabe.»

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Winterthur
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