17/09/2026
Krallen Teil 3 von 3
Krallenerkrankungen sind bei der Katze selten. Katzen haben mehr Probleme mit dem dicker werden und Einwachsen im Alter.
Bildquelle Katzenkrallen: https://tierarzt-auf-raedern.de/krallen-schneiden-bei-katzen/
Beim Hund sind Krallenerkrankungen jedoch gar nicht so selten. Und wenn sie auftreten, sind sie oft äusserst schmerzhaft.
Sie gehen mit abnormaler Krallenform (Onychodystrophie), Krallenhornerweichung, Längsspaltung und Splittern der Krallen und / oder dem vollständigen Verlust der Krallen (Ausschuhen) einher.
Ursache können Verletzungen (eingerissen, abgerissen, eingewachsen), bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen und Tumorerkrankungen sein. Die Symptome beschränken sich dabei meistens auf einzelne Krallen.
Daneben existiert eine ganze Reihe vom Immunsystem vermittelte Erkrankungen, die immer mehrere Krallen an mehreren Pfoten betreffen. Dies nennt man eine symmetrische Verteilung, wenn auch das Muster nicht symmetrisch im klassischen Sinne ist. Die Ursachen für ein überschiessendes Immunsystem sind vielfältig.
Eine vom Immunsystem vermittelte Erkrankung ist die symmetrische lupoide Onychodystrophie (SLO), welche auch meinen eigenen Hund betrifft.
Die SLO
wird definiert durch ein klinisches Syndrom, das ausschliesslich die Krallen betrifft, in der Regel mehrere Krallen an allen vier Pfoten einschliesst und mit Verlust der Krallen, abnormer Form, und Splittern einhergeht. Die Krallen fühlen sich beim Ablösen hohl an. Anzeichen anderer Hauterkrankungen fehlen.
Entgegen mancher Ausführungen handelt es sich aber hier nicht um eine Autoimmunerkrankung oder eine einheitliche Grundursache. Mit SLO wird lediglich ein klinisches und histopathologisches Bild bezeichnet, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Bei einigen Hunden konnte die SLO mit einer Futtermittelsensitivitätsreaktion in Zusammenhang gebracht werden. Bei meinem Hund ist der Verdacht auf eine Reaktion auf Umweltallergene (Pollen) sehr hoch, da die Krallen im Winter ohne Behandlung reaktionslos sind.
Bestimmt Rassen sind deutlich öfter betroffen als andere. Hierzu gehören
Rhodesian Ridgeback, Schäferhunde, Rottweiler, Schnauzer und Bearded Collies, es kann aber prinzipiell jede Rasse betreffen. Auffallend häufig sind auch Hunde mit schwarzem Fell betroffen.
Die beschriebenen Therapiemethoden sind ebenso vielfältig wie die Ursachen.
-3-fettsäuren