Wolfsgefährten

Wolfsgefährten bedürfnisorientierte, artgerechte, intrinsisch motivierte hundeerziehungsberatung in thun & st.gallen

19/06/2026

abschalten - eine oft für zu selbstverständlich angenommene fähigkeit..

hunde sind beutegreifer, sie sind genetisch dazu gemacht, sensibel auf reize, bewegungen und geräusche zu reagieren. naturgemäss könnte ein reiz nämlich eine potenzielle gefahr oder beute darstellen. durch zucht haben wir diese reizaffinität abgeschwächt oder - wie in nox fall - verstärkt, je nach dem, wie der hund eben unterwegs sein sollte. während der berner sennenhund gerne gechillt auf dem hof den tag verschlafen soll und nur ab und zu mal wuffen, wenn jemand fremdes vorbei spaziert, wollte man beim malinois nun mal etwas anderes. der berner sennenhund ist quasi ein landrover defender - drehmomentstark, beschleunigt eher langsam, ist souverän und kraftvoll, verzeiht fehler.. der mali.. nun ja.. der mali ist eher ein nissan gt-r: von 0 auf 100 in 2.7 sekunden, explosiv, verbrennt unmengen an sprit und verzeiht nichts. für nichtkenner: der bernersennenhund hat jede menge kraft, fährt ausdauernd und entspannt - er muss nicht der schnellste sein, seine stärke liegt in der ruhe und gelassenheit. der malinois ist eher ein formel-1-wagen mit strassenzulassung; faszinierend leistungsfähig, wer aber die lenkung und das gaspedal nicht beherrscht, landet schnell im graben.

ich mag meinen nissan gt-r - der zeitweise eher an einen fiat multipla erinnert. sie ist in vielen sachen toll & wunderbar, aber in einer sache ist sie nicht so herausragend: abschalten. herunter fahren wenn um sie herum "die welt passiert" ist sehr schwierig, insbesondere am wasser - tja, leider ist nun mal sommer..

"abschalttraining" läuft nicht über kommandos oder zwang. natürlich kann ich von nox verlangen, dass sie sich hinlegt - tut sie, aber im kopf ist sie noch genau so on fire wie stehend. eine körperposition ändert nicht zwangsläufig etwas daran ob man herunter fährt oder nicht, es gibt einige dinge die man im liegen tun kann, die so gar nichts mit abschalten zu tun haben. abschalttraining bedeutet, nach (!) einer sinnvollen aktivität und nach dem fressen (serotonin schiesst ein, unser aller hormonelles beruhigungsmittel), die umwelt mit genügend abstand zu beobachten und nichts zu tun. einfach nur zu verarbeiten und auf sich wirken lassen - bis der hund von sich aus zur ruhe kommt. im video gut zu sehen wie schwer ihr das fällt, weiter vorne werfen kinder steine ins wasser.

dein hund hat mühe damit, herunterzufahren? dann mach genau das. nichts. nicht "mehr action" führt zu "mehr ruhe" - dein hund ist zwar vielleicht körperlich kaputt nach einer 20km jogging tour, allerdings hat das nichts damit zu tun, dass er gelernt hat reize besser zu verarbeiten oder gar in ihrer anwesenheit herunter zu fahren.

abschalten - tut übrigens auch uns menschen gut.. :-)

18/06/2026

mehr als nur "ein bisschen beutel werfen.."

so viel mehr, steckt hinter solchen herausforderungen
• meine hunde lernen, auf meine vorschläge zu vertrauen, auch wenn sie erst zweifeln
• sie lernen neue fähigkeiten, ein besseres körpergefühl und selbstwirksamkeit
• das vernetzte denken wird verbessert, was zu einem besseren räumlichen vorstellungsvermögen und komplexen problemlösungsstrategien führt
• das jagdbedürfnis wird befriedigt, wodurch eigenständiges, unkontrolliertes jagdverhalten abnimmt
• geduld und durchhaltevermögen werden gefördert
• die umweltsicherheit steigt, denn obwohl der beutel kurz "unbewacht" war, ist nichts passiert
• die aktivität findet mitten auf einem stark frequentierten weg statt, es geschieht also ganz nebenbei eine desensibilisierung gegenüber fremden hunden und menschen
• die territorialität nimmt ab, weil der ausflug einen jagdlichen sinn bekommt

natural dogmanship® ist mehr als beschäftigung & beutel werfen..
hast du auch lust, deinen hund besser zu verstehen, seinen bedürfnissen gerecht zu werden und deine perspektive zu verändern; weg von "was soll mein hund für mich tun?" hin zu "was braucht mein hund von mir?", dann melde dich bei uns 🩷

back on track... 😍nach der umzugs- und ferienbedingten pause im mai, starten wir im juni wieder voll durch 🥳am kommenden...
06/06/2026

back on track... 😍

nach der umzugs- und ferienbedingten pause im mai, starten wir im juni wieder voll durch 🥳

am kommenden wochenende steht folgendes auf dem programm:

am 13.06., ganztags: zwischen nähe und distanz - antipathie unter hunden verstehen..
in diesem kurs dreht sich alles um schwierigkeiten im umgang mit anderen hunden. egal ob das nun ist, dass der hund an der leine zur bestie wird wenn er andere hunde sieht, oder auch dass er sich im zusammenhang mit diesen nicht mehr konzentrieren kann, zu jedem hin will oder sich total verängstigt zeigt.

am 14.06., ganztags: friede, freude, eierkuchen..?
DAS format für sozialverhalten; in kontrollierten begegnungen lernen hunde strategien im umgang mit anderen hunden, sowohl im fall der sympathie als auch der antipathie. die bezugspersonen lernen ihrerseits das verhalten ihrer hunde zu verstehen, körpersprache besser zu lesen und selber einzusetzen, begegnungen zu gestalten und zu moderieren.

nicht dein thema dabei? auf www.wolfsgefaehrten.ch findest du alle weiteren natural dogmanship® angebote im berner oberland 🥳

jaaaa - zugegeben, es gibt so unfassbar viele "trainingsmethoden" und jede findet doch, sie hätte das rad ganz neu erfun...
16/05/2026

jaaaa - zugegeben, es gibt so unfassbar viele "trainingsmethoden" und jede findet doch, sie hätte das rad ganz neu erfunden. ein übersättigter markt, auf dem jeder der beste sein will.

nun, vielleicht ist natural dogmanship nicht ganz neu und auch nicht ganz innovativ, denn es orientiert sich eigentlich daran, wie hunde sich untereinander erziehen - und das haben sie schon getan, laaaange bevor der mensch dachte, er wolle mit dem hund zusammen leben. natürlich sind wir keine hunde und haben auch nicht die gleichen möglichkeiten und verhaltensweisen wie sie, aber wir erziehen, indem wir uns die grundbedürfnisse des hundes vor augen halten und versuchen, diese zu erfüllen.

ein beispiel gefällig? der rückruf. immer wieder wird der rückruf als DAS ultimative signal in der hundeerziehung bezeichnet, und trainiert wird er extremer als jedes kunststück im zirkus. ja, natürlich kann man signale konditionieren, aber was das mit sozialer erziehung zu tun hat, ist fraglich..

was wäre, wenn ich dir sage, dass du den rückruf nur brauchst, weil du deinem hund beigebracht hast, draussen die verantwortung für euch als team zu übernehmen? und was wäre, wenn ich dir auch noch verrate, dass du keinen rückruf mehr brauchst, wenn dein hund diese verantwortung abgeben kann und gar keinen grund mehr hat, von dir wegzulaufen?

tjaaa - dann kommt natural dogmanship ins spiel :)

wenn du lust hast, deinen hund mit fokus auf bindung, beziehung und bedürfnisse zu erziehen, anstatt ihn zu bestechen, zu belohnen und zu bestrafen, dann lern uns kennen!

weitere infos:
www.wolfsgefaehrten.ch

anmeldungen und rückfragen:
[email protected]

wir freuen uns auf dich, deinen hund und darauf, zu erfahren, welcher weg euch zu uns geführt hat!

die abrechnung.. nein, wir brauchen immer noch keine zucht!die vergangenen zehn tage waren eine grenzerfahrung. etwas bl...
04/05/2026

die abrechnung.. nein, wir brauchen immer noch keine zucht!

die vergangenen zehn tage waren eine grenzerfahrung. etwas blauäugig haben wir uns nämlich dieses jahr entschieden, unsere hundeschule und natural dogmanship an der bea messe zu vertreten. nicht die organisation der vorführungen, die materialbeschaffung, der verkauf oder der völlige realitätsverlust durch zehn tage kunstlicht, massive lärmbelastung und totale reizüberflutung waren ausschlaggebend für das anzweifeln unseres verstandes, sondern die ausstellung der rassenzucht..

irgendwie hatten wir glück-mit-unglück, denn unser stand war die perfekte aussichtsplattform auf die vier vorgestellten rassenvereine: berner, appenzeller, entlebucher und grosser schweizer sennenhund. glück: die hunde waren natürlich publikumsmagneten, entsprechend wurde auch unser stand gut wahrgenommen. unglück: man sieht dinge, die man lieber nicht sehen würde. zur klarstellung: das bea ok wurde informiert und hat alles in seiner macht stehende getan, um die missstände sofort zu beheben. auch das veterinäramt und der schweizerische tierschutz wurden informiert, also bitte keine falschen vorwürfe.. ;) die körperlichen misshandlungen wurden direkt vor ort "angesprochen" (ich verzichte darauf, meine wortwahl exakt wiederzugeben)..

zehn tage, in denen man sehr genau sehen konnte, was passiert, wenn ein system sich selbst wichtiger wird als das lebewesen, um das es angeblich geht. zwischen perfekt frisierten rassen, korrekt präsentierten linien und einer inszenierten welt aus standards und bewertungen liefen im hintergrund realitäten, die mit diesem bild wenig zu tun haben. zwinger, die für zwei tiere ausgelegt sind, in denen sich sechs hunde gleichzeitig auf engstem raum arrangieren müssen. welpen, die neun stunden nicht nach draussen kommen und deren gesamter tag sich auf wenige quadratmeter beschränkt, ohne möglichkeit, sich zu lösen oder sich zurückzuziehen. hunde, die über eine ewigkeit hinweg von besuchern umringt werden, ohne die vorgeschriebenen pausen und ohne rückzugsmöglichkeit.

momente, in denen hunde genau das versuchen – sich zu entziehen. ein kopf, der sich abwendet, ein körper, der ausweichen möchte, ein versuch, sich aus der situation zu nehmen. stattdessen wird von der bezugsperson korrigiert, zurückgeholt, wieder verfügbar gemacht – weil der besucher, von dem ich keinen hundesachverstand erwarte, genau DAS will. ein hund, der wohl zu nahe an der türe stand, keine eskalation, kein konflikt, kein ersichtlicher grund. trotzdem schlägt ihm sein besitzer mit der flachen hand direkt ins gesicht. ein anderer rüde will im zwinger markieren, vielleicht nicht so cool, aber völlig arttypisch bei mehreren intakten rüden – die besitzerin tritt ihm mitten in den bauch. das sind keine randerscheinungen mehr, das sind dinge, die man nicht mehr übersehen kann.. gleichzeitig existieren klare vorgaben zu platz, aufenthaltsdauer und pausen. vorgaben, die genau solche situationen verhindern sollten. genau deshalb wirkt es umso befremdlicher, wenn das, was man vor ort sieht, nicht mit dem übereinstimmt, was auf dem papier geregelt ist. das alles geschah nicht irgendwo im verborgenen, sondern mitten in einem rahmen, der vorgibt, hunde zu schützen, zucht zu sichern und qualität zu gewährleisten. alles getragen von einer organisation, die von sich selber in ihren statuten schreibt, sie handle „..nach wissenschaftlichen erkenntnissen, sportlich fairer gesinnung und den grundsätzen des tierschutzgedankens sowie der tierschutzgesetzgebung“ oder „sie lebt diese werte vor, indem sie – sowie ihre organe und mitglieder – mit respekt und transparent handeln und kommunizieren.“ oder „ihre aufgabe besteht in erster linie in der förderung des rassehundes… sowie der haltung, erziehung und ausbildung von hunden… nach den grundsätzen des tierschutzgedankens.“ – ich könnte stundenlang so weitermachen.

wenn organisationen wie die skg oder der fci den anspruch haben, standards zu definieren und die hundewelt zu prägen, dann stellt sich zwangsläufig die frage, was diese standards tatsächlich wert sind, wenn sie sich in der praxis so zeigen. was bedeutet korrektheit, wenn grundlegende bedürfnisse offensichtlich zweitrangig werden? man kann jetzt natürlich behaupten, dass es einzelne ausnahmen sind. man kann sagen, dass das nicht repräsentativ ist. man kann versuchen, das system zu schützen, indem man es nicht hinterfragt – oder man nimmt ernst, was man sieht. denn genau das ist der punkt, an dem sich entscheidet, ob solche strukturen wirklich dem hund dienen oder ob sie in erster linie sich selbst erhalten.

das hier ist kein stiller hinweis, es ist ein bewusstes hinschauen. es ist die klare frage, ob wir weiterhin akzeptieren wollen, dass tradition, organisation und äussere korrektheit über das gestellt werden, was ein hund tatsächlich braucht. vielleicht braucht es auch den mut, eine noch grundsätzlichere frage zu stellen: brauchen wir solche verbände heute noch? ein system, das den wert eines hundes über abstammung, papiere und norm definiert – widerspricht das nicht der heutigen haltung von „wir sind alle gleich“ und „jeder kann irgendwie sein, was er will“? ein hund wird nicht wertvoller, weil er einer rasse entspricht, und nicht weniger wertvoll, wenn er es nicht tut. mischlinge sind keine zweite wahl, sondern genauso vollständige, eigenständige hunde. vielleicht wäre genau jetzt der moment, sich von der idee zu lösen, dass der wert eines lebewesens an ein wertloses stück papier gebunden ist, und den blick wieder auf das zu richten, was wirklich zählt: das lebewesen selbst.

trotzdem gab es einen kleinen trost: es ist den besuchern aufgefallen. stimmen, die hinterfragten, ob es den hunden tatsächlich gut geht. menschen, die wahrnahmen, dass die hunde gestresst wirken. das lässt mich doch noch etwas an die menschheit glauben!

es grüsst, fräulein von und zu unfug – eine wundervolle promenadenmischung – und die restliche papierlifreie crew 🩶

ps: vielleicht hat es gründe, weshalb die skg in den vergangenen zwanzig jahren trotz massivem bevölkerungswachstum, keinen anstieg der mitgliederzahlen verzeichnen konnte. vielleicht ist es als ein positives umdenken zu werten, dass die zahlen sogar eher rückläufig sind..

02/05/2026

auch die vierte vorführung verlief erfolgreich, unsere beiden teams zeigten eindrücklich, dass nicht jeder hund fremde menschen mag.

am schönsten? so viele menschen kamen nach dem event auf uns zu und sprachen uns an, weil sie selber ähnliche themen haben. skepsis gegenüber fremden ist keine verhaltensstörung, sondern arttypisches verhalten.

toll gemacht river & hekla ❤️

29/04/2026

BEA klappe die dritte 🤩 heute stand nicht das sozialbedürfnis im fokus, sondern das jagdbedürfnis. springer spaniel dame cara - die grande dame des "ich kann alles selber" - zeigte ihre begeisterung für die gemeinschaftliche jagd mit myriam. ein tolles team! ❤️

29/04/2026

auch die zweite aufführung an der BEA verlief toll - king und nala haben gezeigt, wie desensibilisierung aussieht und ihre zweibeiner demonstrierten eindrücklich, wie sich verantwortungsbewusstsein im hundekontakt zeigt. nicht jeder hund mag andere hunde - im gegenteil ;-)

28/04/2026

die wolfsgefährten an der BEA - unsere erste aufführung zum thema hund-hund mit border terrier aidan und shar-pei mix hündin kiwi ❤️

24/04/2026

ab an die bea 🤩

Adresse

Pfandernstrasse
Thun

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00

Telefon

+41798122906

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Wolfsgefährten erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Kategorie