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Auf Sherlocks Spuren – Spürnase an, Kopf einschaltenAm 17. Oktober wird geschnüffelt, kombiniert, gesucht und hoffentlic...
07/10/2026

Auf Sherlocks Spuren – Spürnase an, Kopf einschalten

Am 17. Oktober wird geschnüffelt, kombiniert, gesucht und hoffentlich auch gefunden. Bei unserer ganztägigen Schnitzeljagd warten unterwegs verschiedene Aufgaben auf euch, die nicht nur eine gute Nase, sondern auch Köpfchen, Zusammenarbeit und manchmal ein bisschen Kreativität verlangen.
Dabei geht es natürlich um weit mehr als darum, am Ende den richtigen Weg zu finden: Wir wollen gemeinsam unterwegs sein, Herausforderungen lösen und unseren Hunden Aufgaben geben, die Sinn machen.

Ein Tag für alle, die Lust auf Abenteuer, Nasenarbeit und gemeinsames Knobeln haben.

Auf Sherlocks Spuren | 17.10. | ganztags | Thun

Hundebegegnungen – wenn aus Begegnung plötzlich Konflikt wird..Warum pöbelt mein Hund an der Leine? Was passiert eigentl...
07/10/2026

Hundebegegnungen – wenn aus Begegnung plötzlich Konflikt wird..

Warum pöbelt mein Hund an der Leine? Was passiert eigentlich zwischen zwei Hunden, lange bevor es laut wird? Und warum hilft „ruhig vorbeilaufen“ manchmal herzlich wenig?

Am 25. Oktober von 13:00–17:30 Uhr widmen wir uns in St. Gallen genau diesem Thema – theoretisch, praktisch und mit dem etwas anderen Blick von Natural Dogmanship®.

Wenn wir Verhalten verändern wollen, sollten wir zuerst verstehen, warum es überhaupt entsteht - ohne Bestechung oder Ablenkung.

Lust auf authentische Erziehung anstelle von Dressur? Zeit, dass wir uns kennenlernen 😍

06/10/2026

«Raumverwaltung? Diese Dominanztheorie ist doch längst überholt.»

Diesen Einwand höre ich immer wieder – und dabei lohnt es sich manchmal, weniger darüber zu diskutieren, welche Trainingsphilosophie gerade modern ist, und stattdessen einfach Hunde zu beobachten.

Hunde kommunizieren ganz selbstverständlich über Raum. Sie begrenzen einander, versperren Wege, beanspruchen bestimmte Bereiche, weichen aus, lassen passieren oder eben nicht und beeinflussen durch ihre eigene Position die Bewegung ihres Gegenübers. Mal sehr deutlich, mal so fein, dass wir Menschen es kaum wahrnehmen.

Genau das ist im Video wunderbar zu beobachten - Hunde, die untereinander Bewegungen begrenzen, Raum einfordern oder eben auch Platz einfordern.

Raum zu verwalten bedeutet dabei nicht automatisch «Dominanz» und schon gar nicht, dass jede räumliche Bewegung eine Machtdemonstration wäre. Raum ist schlicht ein Teil sozialer Kommunikation. Wie selbstverständlich darf ich mich einem anderen annähern? Kann ich hier vorbeigehen? Muss ich Abstand halten? Wer weicht wem aus? Und wie sehr darf ich zur Schau stellen, dass der gesamte Raum von mir verwaltet wird?

Wenn wir im Natural Dogmanship mit Raum arbeiten, versuchen wir also nicht, künstlich eine «Rangordnung» herzustellen oder unseren Hund körperlich einzuschüchtern. Wir nutzen eine Form der Kommunikation, die für Hunde ohnehin Bedeutung hat, und übernehmen dabei bewusst Verantwortung für Räume, Bewegungen und Grenzen.

Entscheidend ist deshalb nicht, ob Raum verwaltet wird, sondern wie. Räumliche Begrenzung sollte niemals aus Bedrohung, Einschüchterung oder dem Wunsch entstehen, einen Hund «klein zu machen». Sie sollte klar, angemessen und verständlich sein.

Vielleicht müssen wir also gar nicht darüber streiten, ob Raumverwaltung «modern» genug ist. Vielleicht sollten wir einfach ein bisschen genauer hinschauen, wie selbstverständlich Hunde selbst Raum nutzen, um miteinander zu kommunizieren. Denn Hunde diskutieren nicht über Trainingsphilosophien. Sie kommunizieren – und Raum gehört dazu.

01/10/2026

Raum ist eine Ressource – und eine, die wir im Alltag mit unseren Hunden häufig unterschätzen. Wer darf sich wo aufhalten? Wer entscheidet, wer einen Raum betritt oder verlässt? Wer weicht wem aus? Und wer beeinflusst die Bewegung der anderen?

Gerade bei Hunden mit dem, was umgangssprachlich gerne als «Statusaggression» bezeichnet wird, lohnt sich ein genauer Blick auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten. Denn auch hier sprechen ich nicht von einer eigenen Aggressionsform, sondern von einem veränderten Rollenverständnis: Der Hund hat begonnen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, die eigentlich beim Menschen liegen sollten.

Im Video arbeiten wir deshalb ganz bewusst mit dem Auto als begrenztem Raum. Die Halterin entscheidet, wer einsteigen darf, wer wieder aussteigt, wo sich Menschen aufhalten und wie sie sich innerhalb dieses Raumes bewegen. Dabei geht es weder darum, den Hund zu dominieren, noch darum, möglichst viel Raum für sich zu beanspruchen. Es geht darum, Raum verantwortlich zu verwalten. Denn auch Hund Manush, ein Herdenschutzhundmix, hat ein grosses Thema mit dem Rollenverständnis.

Der springende Punkt? Führung bedeutet nicht, ständig Grenzen zu setzen oder dem Hund etwas streitig zu machen. Sie bedeutet vielmehr, Zuständigkeiten zu klären. Der Mensch übernimmt Entscheidungen, damit der Hund sie nicht übernehmen muss.

Für einen Hund, der bisher selbstverständlich Menschen, Bewegungen oder Räume kontrolliert hat, kann genau das eine sehr wichtige Erfahrung sein: Ich muss diesen Raum nicht verwalten, denn mein Mensch tut es.

Das Ziel ist deshalb auch nicht, einen Hund «kleiner» zu machen. Im Gegenteil: Indem wir ihm Verantwortung abnehmen, die ihm nicht zusteht und mit der er oftmals völlig überfordert ist, schaffen wir die Grundlage dafür, dass er sich wieder an seinem Menschen orientieren kann.

28/09/2026

Murphy ist 9 Jahre alt, ein American Staffordshire Terrier– und er hat zum zweiten Mal massiv zugebissen. Nach dem zweiten Vorfall folgten nun Auflagen des Veterinäramtes: Leinen- und Maulkorbpflicht. Seine Welt ist damit von einem Tag auf den anderen deutlich enger geworden.

Bei Murphy treffen ein ausgeprägtes Territorialbedürfnis und das aufeinander, was umgangssprachlich häufig als «Statusaggression» bezeichnet wird. Anders formuliert: Der Ausdruck eines veränderten Rollenverständnisses. Ein Hund, der Ressourcen verwaltet, Räume kontrolliert oder Entscheidungen gegenüber seinen Menschen durchsetzt, möchte nicht einfach «Chef sein», sondern hat Verantwortung übernommen, die eigentlich nie seine hätte sein sollen.

Dabei sind Ressourcen weit mehr als Futter oder Spielzeug. Auch Liegeplätze, Räume, Menschen, Nähe, Distanz oder Aufmerksamkeit können zu Ressourcen werden, über deren Verfügbarkeit ein Hund zunehmend selbst entscheidet.

Bei einem Hund, der bereits gebissen hat, gehört konsequentes Management zwingend dazu. Ein gut sitzender Maulkorb ist keine Strafe, sondern eine wichtige Sicherheitsmassnahme. Der Hund muss darin ausreichend hecheln und vor allem trinken können. Gleichzeitig darf ein Maulkorb niemals dazu führen, dass wir Dinge mit einem Hund tun, die wir ohne ihn nicht tun würden. Er schützt vor den Folgen eines Fehlers – er gibt uns aber nicht das Recht, Grenzen oder Warnsignale zu ignorieren.

Schliesslich dürfen wir bei allen notwendigen Sicherheitsmassnahmen die Lebensqualität nicht vergessen. Murphys Welt ist plötzlich klein geworden: Leine, Maulkorb, weniger Freiheit und weniger Möglichkeiten, sich selbstständig zu bewegen. Solche massiven Einschränkungen machen etwas mit einem Lebewesen.

Unsere Aufgabe ist deshalb nicht nur, weitere Vorfälle zu verhindern. Wir müssen Murphy Verantwortung abnehmen, sein Rollenverständnis verändern und dafür sorgen, dass innerhalb der neuen Grenzen möglichst viel Hundeleben erhalten bleibt.

Denn Verantwortung bedeutet nicht nur Sicherheit. Sie bedeutet auch, Murphys Welt innerhalb dieser Grenzen wieder so gross wie möglich zu machen.

26/09/2026

die hetzangel - mehr als nur "hund müde machen"

die teams des heutigen hetzangel kurses waren alle schon seeehr fortgeschritten, das zeigte sich bereits bei der ersten übung. obwohl wir zwei absolute junghunde dabei hatten, war sofort klar: heute meckere ich auf ganz hohem niveau 😂

neben troubleshooting beim aufbau, waren wie üblich auch sehr iNDividuelle themen gefragt. so gab es für die skeptiker ein setting mit fremden menschen oder seltsamen objekten, für die egoisten eine aufgabe mit viel teamwork, ohne sie das gesicht verlieren zu lassen und für die opportunisten natürlich trial and error. ein toller tag geht zu ende - wer will, kann die stimmen der teilnehmer gleich selber im video hören 🤩

vielen lieben dank und ganz viel spass bei der umsetzung im alltag - eine bombastische truppe ❤

ihr steht in der hundeschule immer etwas weiter weg, bei gruppenstunden seid ihr eher zuschauer als teilnehmer, dein hun...
25/09/2026

ihr steht in der hundeschule immer etwas weiter weg, bei gruppenstunden seid ihr eher zuschauer als teilnehmer, dein hund sei «nicht gruppenkompatibel», «zu schwierig», «zu jagdlich», «zu aufgeregt» oder müsse erst einmal lernen, sich zu benehmen?

vielleicht braucht ihr nicht mehr gehorsam, sondern einen anderen blickwinkel. bei natural dogmanship® interessiert uns nicht zuerst, wie wir ein unerwünschtes verhalten möglichst schnell abstellen können. uns interessiert, warum dein hund tut, was er tut. welche emotion steckt dahinter? welches bedürfnis? was fehlt ihm, um eine situation anders bewältigen zu können? und welche rolle kannst du als bezugsperson dabei übernehmen? wir arbeiten nicht über leckerchen, ablenkung oder das perfekte kommando. wir möchten hunde verstehen, ihnen orientierung geben, gemeinsam mit ihnen lernen – und sie befähigen, mit dem echten leben umzugehen.
gerade die hunde, die anderswo gerne einmal am rand stehen, gehören bei uns mittendrin.

natural dogmanship® kommt nach st. gallen - vielleicht wird es zeit für ein bisschen «anders».

25/09/2026

the "mal" in malinois stands for "malfunction"..

21/09/2026

Wir sprechen viel darüber, wie wir unsere Hunde schützen können.
Wie wir Situationen vermeiden, die schwierig werden könnten. Wie wir ihnen Stress ersparen, Konflikte verhindern und ihre Umwelt möglichst kontrollierbar gestalten.

Natürlich ist Schutz wichtig, aber Schutz darf nicht bedeuten, einen Hund klein zu halten.

Unsere Aufgabe ist nicht, unseren Hunden jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen. Unsere Aufgabe ist es, sie so durchs Leben zu begleiten, dass sie lernen, mit Hindernissen umzugehen.

Es bedeutet nicht einfach, möglichst viele Reize, Beschäftigungen oder lustige Aufgaben anzubieten. Es bedeutet, eine Umwelt zu schaffen, in der ein Hund erleben, ausprobieren, scheitern, Lösungen finden und wachsen darf. Mal ist der Untergrund komisch, mal ist ein Weg eng, mal muss etwas überwunden werden und mal kommt man nicht sofort ans Ziel. Der Hund darf Mut, Geduld und eigene Ideen entwickeln..

Jedes sinnvoll bewältigte Problem hinterlässt etwas Wertvolles: Ich kann etwas bewirken, kann Lösungen finden und Unsicherheit aushalten..und wenn ich wirklich nicht weiterkomme, bin ich nicht allein. Ein Hund, dem wir ständig alles abnehmen, bekommt vielleicht ein sehr bequemes Leben. Aber nicht eines, das ihn wachsen lässt. Gerade unsichere Hunde brauchen deshalb nicht eine immer kleinere Welt; sie brauchen eine Welt, die bewältigbar wird.

Enrichment bedeutet deshalb nicht: «Wie beschäftige ich meinen Hund?», sondern vielmehr: «Welche Erfahrungen braucht dieser Hund, um sich entwickeln zu können?»

Wir dürfen ihnen helfen und dürfen ihnen Sicherheit geben. Wir dürfen Grenzen setzen und Verantwortung übernehmen. Aber wir sollten ihnen nicht aus gut gemeinter Fürsorge jede Möglichkeit nehmen, über sich selbst hinauszuwachsen.
Denn am Ende ist genau das unsere Aufgabe: Unsere Hunde gross zu machen – nicht sie klein zu halten.

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