29/08/2026
Kleine Beere, riesige Gefahr: Warum Weintrauben im Futternapf nichts zu suchen haben 🍇🚫
Gestern hatten wir einen tierischen Notfall in unserer Praxis, der uns wieder einmal gezeigt hat, wie schnell ein unbedachter Moment gefährlich werden kann.
Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit am Esstisch – und schwupps hatte sich der Vierbeiner an einer Schale Weintrauben bedient. Was für uns ein gesunder Snack ist, kann für Hunde lebensbedrohlich sein: Weintrauben (und noch konzentrierter: Rosinen) können bei Hunden zu akutem, irreversiblem Nierenversagen führen. Das Tückische daran: Warum manche Hunde schon bei winzigen Mengen toxisch reagieren und andere scheinbar robust wirken, ist individuell völlig unberechenbar.
Auf dem Foto seht ihr, was wir kurz nach der Ankunft in der Praxis zutage befördert haben.
Die Besitzerin wusste zum Glück um die Giftigkeit von Trauben und hat keine Minute gezögert: Direkt nach dem Vorfall rief sie bei uns an und brachte ihren Hund umgehend in die Praxis. Innerhalb des kritischen Zeitfensters konnten wir ihn medikamentös erbrechen lassen und die Trauben entfernen, bevor der Körper die Giftstoffe vollständig aufnehmen konnte.
Dank dieser blitzschnellen Reaktion gibt es ein echtes Happy End: Dem Patienten geht es gut und er durfte nach kurzer Überwachung wieder nach Hause! 🐾❤️
Weitere heimtückische Alltagsgifte für Hunde:
Schokolade / Kakao (Theobromin)
Xylit / Birkenzucker (in Kaugummis, zuckerfreien Bonbons, Erdnussbutter)
Zwiebeln, Knoblauch & Lauchgewächse
Macadamianüsse
Avocado
Wichtig für den Notfall:
Habt ihr den Verdacht, dass euer Tier etwas Giftiges gefressen hat? Wartet nicht ab, bis Symptome auftreten – dann ist das Gift meist schon im Blutkreislauf.
Ruft sofort bei Eurem Tierarzt an.
Im Zweifel rund um die Uhr erreichbar: Tox Info Suisse (Zürich) unter der Notfallnummer 145 (bzw. +41 44 251 51 51).
Passt auf eure Vierbeiner auf und teilt diesen Beitrag gerne, damit noch mehr Tierhalter über die Gefahr von Weintrauben & Co. Bescheid wissen! 🐶🩺