Hundeschule Team-And-Work

Wegbeschreibung Website

Hundeschule Team-And-Work Gewaltfreies Hundetraining & Verhaltensberatung in Winterthur, Elgg und im Tösstal. Alltagsnah, individuell und fachlich fundiert.

Dazu obligatorische Hundekurse, Nasenarbeit & Zughundesport. Die Hundeschule TEAM-AND-WORK in Hofstetten bei Elgg begleitet Mensch-Hund-Teams in Winterthur, im Tösstal und der Umgebung. Wir arbeiten gewaltfrei, auf Grundlage moderner Lerntheorie und mit positiver Verstärkung. Unser Angebot umfasst Einzel- und Alltagstraining, Verhaltensberatung, Welpen- und Junghundetraining sowie die obligatorischen Hundekurse der Kantone Zürich und Thurgau. Ergänzend bieten wir Nasenarbeit, Hundesport, Zughundesport und Ernährungsberatung sowie Workshops und Seminare an. Individuelles Training findet je nach Fragestellung auch direkt im gewohnten Umfeld des Hundes statt.

Gemeinsam laufen. Gemeinsam arbeiten. Gemeinsam etwas Neues ausprobieren.Du wolltest Zughundesport schon lange einmal au...
18/10/2026

Gemeinsam laufen. Gemeinsam arbeiten. Gemeinsam etwas Neues ausprobieren.

Du wolltest Zughundesport schon lange einmal ausprobieren? Du hast einen Hund, der Bewegung liebt und richtig gerne nach vorne arbeitet? Du suchst einfach nach einem neuen Hobby, das ihr gemeinsam entdecken könnt?

Dann ist jetzt deine Gelegenheit❗

In unserem Zughunde-Gruppenkurs am 25. Oktober lernt ihr die Grundlagen des Zughundesports kennen und könnt ganz in Ruhe ausprobieren, ob diese Form der gemeinsamen Beschäftigung zu euch passt.

Wir schauen uns die passende Ausrüstung an, beschäftigen uns mit den wichtigsten Grundlagen und machen natürlich die ersten praktischen Schritte gemeinsam mit euren Hunden.

Egal, ob Canicross, Dogscooter oder Bikejöring: Findet raus, was euch Spass macht!

🐾 Zughunde-Gruppenkurs
📅 25. Oktober 2026
👉 Jetzt einen der letzten Plätze sichern.

Vielleicht beginnt am 25. Oktober tatsächlich euer neues Lieblingshobby.

🐶

Kann ein Hund dement werden?Unser Alaskan Husky ist mittlerweile 12 Jahre alt. In letzter Zeit beobachten wir bei ihm Ve...
17/10/2026

Kann ein Hund dement werden?

Unser Alaskan Husky ist mittlerweile 12 Jahre alt. In letzter Zeit beobachten wir bei ihm Veränderungen, die uns nachdenklich machen.

Nachts gibt er plötzlich Laut, tagsüber schläft er teilweise auffallend viel. Verändert sich einfach sein Verhalten im Alter? Oder könnten das erste Hinweise auf eine beginnende Demenz sein?

Auch wenn wir uns als Hundetrainer und Verhaltensberater täglich mit dem Verhalten von Hunden beschäftigen, stellen sich beim eigenen Hund manchmal ganz neue Fragen.

Denn nicht jede Verhaltensänderung ist eine normale Alterserscheinung. Und nicht jedes ungewöhnliche Verhalten bedeutet gleich, dass eine Erkrankung dahintersteckt.

Woran erkennt man eine mögliche Demenz beim Hund? Und wann sollten wir genauer hinschauen?

In unserem neuen Blogbeitrag berichten wir von unseren persönlichen Beobachtungen und beleuchten das Thema aus fachlicher Sicht.

Vielleicht erkennst du darin auch die eine oder andere Veränderung bei deinem eigenen Senior wieder. 🐕❤️

Hier geht’s zum vollständigen Beitrag:

https://www.team-and-work.ch/hundewissen/demenz-beim-hund/

💬 Wie ist das bei euch? Habt ihr bei euren älter werdenden Hunden Veränderungen im Verhalten oder Schlafrhythmus beobachtet?

Zieht dein Hund an der Leine? Sind Begegnungen für euch anstrengend? Oder möchtest du gemeinsam mit ihm etwas Neues lern...
13/10/2026

Zieht dein Hund an der Leine? Sind Begegnungen für euch anstrengend? Oder möchtest du gemeinsam mit ihm etwas Neues lernen?

Bei TEAM-AND-WORK schauen wir mit dir darauf, was euch im Alltag beschäftigt und welche Unterstützung zu euch passt. Wir trainieren gewaltfrei und bedürfnisorientiert – mit Blick auf deinen Hund und eure Möglichkeiten.

Du findest uns in Hofstetten sowie in den Regionen Winterthur und Rüti ZH.

Erzähl uns gerne, was du dir für dich und deinen Hund wünschst. Wir freuen uns, euch kennenzulernen.

https://www.team-and-work.ch

Tut mir leid, dass ich dich jetzt enttäuschen muss, aber: Nein, macht er nicht.Hunde treffen Entscheidungen, haben eigen...
30/09/2026

Tut mir leid, dass ich dich jetzt enttäuschen muss, aber: Nein, macht er nicht.

Hunde treffen Entscheidungen, haben eigene Bedürfnisse und wählen Verhaltensweisen, die sich für sie in diesem Moment lohnen. Aber sie überlegen sich auf dem morgendlichen Spaziergang nicht, wie sie ihren Menschen heute möglichst schnell auf die Palme bringen. Warum fällt es uns Menschen so schwer, diese Tatsache zu akzeptieren?

Der Geruch am Wegesrand ist gerade spannender als der Rückruf. Der Hund hat gelernt, dass Aufstehen von der Decke ziemlich zuverlässig Aufmerksamkeit bringt. Vielleicht ist das, was der Mensch von ihm möchte, in dieser Situation noch zu schwierig. Vielleicht versteht er gar nicht so genau, was gerade von ihm erwartet wird. Oder es gibt für sein Verhalten einen Grund, den ausser ihm bisher noch niemand erkannt hat.

Verhalten nur mit «Der macht das extra» zu erklären, ist unfair dem Hund gegenüber, aber eine schöne Ausrede für den Menschen. Der ist dann halt einfach stur. Ein Dickkopf. Diese Erklärung ist doch viel angenehmer als «Vielleicht muss ich meine Trainingsmethode hinterfragen» oder «Vielleicht habe ich zu viel verlangt.»

Im Training schauen wir deshalb genauer hin: Was passiert vor dem Verhalten? Was hat der Hund davon? In welchen Situationen tritt es auf? Wann funktioniert es anders? Und was braucht der Hund, damit er sich zukünftig anders verhalten kann?

Mit dem richtigen Verständnis wird aus «Mein Hund ignoriert mich absichtlich.» plötzlich: «Mein Rückruf funktioniert bei dieser Ablenkung noch nicht zuverlässig.»

Und mit dieser Information können wir arbeiten und schnell Erfolge feiern!

Es geht nicht darum, jedes unerwünschte Verhalten schönzureden oder dafür eine Ausrede zu finden. Es geht darum, Verhalten zu verstehen, damit wir es sinnvoll verändern können.

👉 Du hast ein Verhalten bei deinem Hund, bei dem du einfach nicht weiterkommst? Im Einzeltraining schauen wir gemeinsam hin, was dahintersteckt – und entwickeln einen Trainingsweg, der zu euch und eurem Alltag passt.

Alle Infos auf unserer Webseite

❤ 🐶

Obligatorischer Hundekurs im Einzelcoaching – in Winterthur, im Tösstal und in der UmgebungDu möchtest den obligatorisch...
21/09/2026

Obligatorischer Hundekurs im Einzelcoaching – in Winterthur, im Tösstal und in der Umgebung

Du möchtest den obligatorischen Praxiskurs nicht in einer Gruppe absolvieren, brauchst flexible Termine oder wünschst dir eine persönliche Begleitung?

Bei TEAM-AND-WORK absolvierst du die sechs Praxislektionen als individuelles Einzelcoaching. Die Lektionen finden – abhängig von euren Trainingszielen – bei euch zu Hause oder in einer geeigneten Umgebung statt. Dadurch trainieren wir genau dort, wo du und dein Hund das Gelernte im Alltag benötigt.

✓ 6 persönliche Praxislektionen
✓ Individuell vereinbarte Termine
✓ Training bei euch oder in geeigneter Umgebung
✓ Gezielte Begleitung für dich und deinen Hund
✓ Kursbestätigung und AMICUS-Eintrag nach erfolgreichem Abschluss

Der komplette Kurs kostet CHF 450.– – das entspricht CHF 75.– pro persönlicher Lektion.

📍 Winterthur, Tösstal und Umgebung
🏠 Hundeschule mit Sitz in Hofstetten bei Elgg
🌐 https://www.team-and-work.ch/obligatorischer-hundekurs-zuerich/

Bei Fragen oder Interesse dürft ihr euch gerne unverbindlich bei uns melden.

Balu hing immer in der Leine 😫Er wollte nach vorne.Reagierte auf alles, was sich bewegte.War ständig auf Empfang.Seine M...
19/09/2026

Balu hing immer in der Leine 😫

Er wollte nach vorne.
Reagierte auf alles, was sich bewegte.
War ständig auf Empfang.
Seine Menschen dachten, er hätte einfach unendlich viel Energie.

Also wurden die Spaziergänge länger.
Es wurde mehr gespielt.
Mehr beschäftigt.

Doch ruhiger wurde Balu dadurch nicht.

Durch Zufall entdeckte das Herrchen von Balu den Zughundesport – es veränderte sich etwas – Hier durfte er endlich ziehen.

Nicht irgendwie.
Sondern mit einem passenden Geschirr, einem klaren Startsignal und gemeinsam mit seinen Menschen.
Plötzlich hatte seine Energie eine Aufgabe.

Heute freut sich Balu jedes Mal, wenn das Zuggeschirr zum Einsatz kommt.

Und auch abseits des Zughundesports ist vieles entspannter geworden.

Nicht, weil Zughundesport jedes Problem löst.
Sondern weil Balu eine Beschäftigung gefunden hat, die zu seinen Bedürfnissen passt.

Unser Zughunde-Gruppenkurs am 25. Oktober ist der perfekte Einstieg für alle, die diesen faszinierenden Sport gemeinsam mit ihrem Hund kennenlernen möchten.

👉 Alle Informationen und die Anmeldung findest du auf unserer Website. https://www.team-and-work.ch/zughundesport/

10/09/2026

Drei Welpen im Gesicht? Für die einen ein absoluter Traum. 😍 Für andere der absolute Horror. 😱

Nicht jeder Mensch mag Hunde. Manche fühlen sich in ihrer Nähe unsicher, manche haben Angst – und manche möchten schlicht keinen Kontakt. Und das ist völlig in Ordnung.

Gleichzeitig ist es auch für Menschen ohne Hund hilfreich zu wissen, wie sie sich bei einer Begegnung verhalten können.

Rücksicht funktioniert in beide Richtungen❗

Genau darum geht es beim Codex-Hund: Er zeigt, wie Hundehaltende und Nichthundehaltende dazu beitragen können, dass Begegnungen im Alltag sicher und respektvoll ablaufen.

Denn viele unangenehme Situationen entstehen gar nicht aus böser Absicht. Oft wissen wir schlicht nicht, was sich unser Gegenüber gerade wünscht – egal, ob es zwei oder vier Beine hat. 😉

Ein bisschen Wissen, gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme können deshalb einen grossen Unterschied machen.

Wir finden: absolut lesenswert – für Menschen mit Hund genauso wie für Menschen ohne. 🐾

👉 Den Codex-Hund und viele weitere Informationen rund um ein entspanntes Miteinander findet ihr unter https://codex-hund.ch/

❤️

03/09/2026

Zumindest könnte man das denken, wenn man uns zugeschaut hätte.

Wir sind gelaufen.
Haben immer wieder angehalten.
Den Hund beobachtet.
Darüber gesprochen, warum er in manchen Situationen schneller wird und in anderen plötzlich stehen bleibt.
Wir haben geschaut, wann er Kontakt zu seinem Menschen sucht – und wann nicht.
Wann er entspannt schnüffelt und wann das Schnüffeln hektisch wird.

Wir haben einen anderen Hund aus der Entfernung beobachtet und entschieden, nicht näher hinzugehen.

Zwischendurch haben wir einfach auf einer Bank gesessen.

Kein Sitz. Kein Platz. Kein Fuss.
Keine zehn Wiederholungen irgendeiner Übung.

Und trotzdem ist ziemlich viel passiert.

Denn Hundetraining bedeutet für uns nicht nur, einem Hund etwas beizubringen.

Manchmal geht es zuerst darum, dass wir Menschen etwas lernen.

Den eigenen Hund zu beobachten. Seine Körpersprache besser zu verstehen. Zu erkennen, wann eine Situation schwierig wird. Herauszufinden, was ihm hilft – und vielleicht auch festzustellen, dass man gar nicht auf jedes Verhalten sofort mit einer Übung reagieren muss.

Gerade im Einzeltraining nehmen wir uns deshalb auch Zeit für Dinge, die von aussen ziemlich unspektakulär aussehen können.

Wir schauen uns euren Alltag an. Wir beobachten. Wir probieren aus. Wir stellen Fragen. Und manchmal verändern wir nur eine Kleinigkeit – und plötzlich verändert sich ziemlich viel.

Gutes Hundetraining muss nicht danach aussehen, als würde ständig trainiert.

Manchmal ist die wichtigste Übung einer Stunde, den eigenen Hund ein bisschen besser kennenzulernen. 🐾

👉 Du möchtest deinen Hund besser verstehen oder hast ein Thema, bei dem ihr gemeinsam nicht weiterkommt? In unseren Einzeltrainings nehmen wir uns Zeit für genau das. Alle Infos hier: https://www.team-and-work.ch/einzeltraining/

❤️

Wünschst du dir einen Hund, der entspannt an lockerer Leine läuft?Dein Hund möchte aber immer wieder nach vorne?Er will ...
25/08/2026

Wünschst du dir einen Hund, der entspannt an lockerer Leine läuft?
Dein Hund möchte aber immer wieder nach vorne?

Er will dich nicht ärgern – Vorwärtsbewegung kann für manche Hunde ein echtes Bedürfnis sein.

Natürlich gehört eine gute Leinenführigkeit zum Alltag dazu.
Aber Bedürfnisse verschwinden nicht, nur weil wir sie verbieten oder «wegtrainieren» – manchmal brauchen sie einfach den richtigen Ort.

Im Zughundesport darf dein Hund genau das tun❗

Mit einem speziellen Geschirr.
Mit einem klaren Startsignal.
Und als gemeinsames Hobby.

So lernt dein Hund nicht nur, wann Ziehen erwünscht ist, sondern auch, wie er ein natürliches Verhalten kontrolliert und sinnvoll ausleben kann.

🐾 Vielleicht steckt in deinem kleinen Leinenzieher ja ein begeisterter Zughund.

Unser Zughunde-Gruppenkurs am 25. Oktober ist der perfekte Einstieg für alle, die diesen faszinierenden Sport gemeinsam mit ihrem Hund kennenlernen möchten.

👉 Alle Informationen und die Anmeldung findest du auf unserer Website: https://www.team-and-work.ch/zughundesport/

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Vor Kurzem lernte ich eine junge Hündin kennen. Neun Monate alt, freundlich, neugierig und ziemlich begeistert vom Leben...
19/08/2026

Vor Kurzem lernte ich eine junge Hündin kennen. Neun Monate alt, freundlich, neugierig und ziemlich begeistert vom Leben. Vor unserer ersten gemeinsamen Trainingsstunde war sie mit ihrer Halterin bereits ungefähr eine Stunde spazieren gewesen. «Damit sie schon ein bisschen müde ist.» Ein nachvollziehbarer Gedanke? Schliesslich hören wir gerade bei jungen, aktiven Hunden immer wieder, wie wichtig ausreichend Bewegung und Beschäftigung sind. Und tatsächlich wirkte die Hündin alles andere als müde. Sie sprang hoch, wurde zunehmend hektisch, biss immer wieder in die Leine und ihre Aufmerksamkeit sprang von einem Reiz zum nächsten. Ruhig irgendwo stehen? Schwierig. Konzentration? Nur für kurze Zeit.

Gleichzeitig gab sie sich unglaublich viel Mühe. Sie machte bei unseren Übungen mit, liess sich auf neue Aufgaben ein und versuchte immer wieder, sich auf ihre Halterin zu konzentrieren. Man hätte sie beobachten und zu einem ziemlich naheliegenden Schluss kommen können: Dieser Hund hat wirklich unglaublich viel Energie.

Doch das, was wir da sahen, war etwas anderes. Dieser junge Hund war schlicht müde und mit den vielen Eindrücken und Aufgaben zunehmend überfordert. Und genau hier beginnt eines der häufigsten Missverständnisse im Zusammenleben mit jungen, aktiven Hunden.

Nach müde kommt doof!
Wir Menschen haben eine recht klare Vorstellung davon, wie Müdigkeit aussieht. Man wird langsamer, gähnt, legt sich hin und schläft irgendwann ein. Also erwarten wir etwas Ähnliches von unseren Hunden. Ein müder Hund müsste demnach nach einem langen Spaziergang zufrieden nach Hause kommen, sich in sein Körbchen legen und schlafen.

Manche Hunde tun genau das. Andere nicht.

Gerade junge Hunde können bei zunehmender Müdigkeit zunächst genau das Gegenteil zeigen. Sie werden unruhiger, hektischer und impulsiver. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, Reaktionen können heftiger werden und die Fähigkeit zur Selbstregulation lässt nach. Das Phänomen kennen viele Menschen von übermüdeten kleinen Kindern. Ein Kind, das dringend schlafen müsste, liegt nicht unbedingt friedlich gähnend im Bett. Vielleicht rennt es stattdessen durchs Wohnzimmer, weint wegen einer Kleinigkeit oder scheint plötzlich überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen zu können. Nicht obwohl es müde ist, sondern gerade weil es müde ist.

Bei Hunden können Überforderung und Müdigkeit ebenfalls erstaunlich aktiv aussehen. Manche beginnen in die Leine oder Kleidung zu beissen, springen ihre Menschen an, rasen herum oder reagieren plötzlich deutlich stärker auf andere Hunde, Menschen und Bewegungsreize. Andere schnüffeln hektisch, nehmen ständig Dinge ins Maul, kratzen sich oder wechseln scheinbar planlos zwischen verschiedenen Verhaltensweisen. Auch Signale, die normalerweise problemlos funktionieren, können plötzlich kaum noch umgesetzt werden.

Solche Verhaltensweisen werden häufig als Übersprungshandlungen bezeichnet. Wichtig ist dabei allerdings, nicht jedes Kratzen, Anspringen oder Leinenbeissen automatisch als Zeichen einer Überforderung zu interpretieren. Verhalten muss immer im Kontext betrachtet werden. Entscheidend ist das Gesamtbild: Wann tritt das Verhalten auf? Was ist vorher passiert? Wie verändert sich der Hund im Laufe einer Aktivität? Und was passiert, wenn er Gelegenheit bekommt, zur Ruhe zu kommen?

«Der muss sich mal richtig auspowern.»
Wenn ein junger Hund nach einem Spaziergang noch immer durchs Wohnzimmer rast, liegt ein Gedanke nahe: Offenbar war es noch nicht genug. Also wird die Runde etwas länger. Vielleicht kommt noch eine Spielrunde dazu, ein bisschen Training oder eine zusätzliche Beschäftigung für den Kopf. Schliesslich möchte man seinem Hund gerecht werden und dafür sorgen, dass er körperlich und geistig ausgelastet ist. Das ist meist gut gemeint. Es kann aber dazu führen, dass wir genau das Gegenteil von dem erreichen, was wir eigentlich möchten.

Denn ein Hund, der immer unruhiger wird, hat nicht zwangsläufig überschüssige Energie. Er kann genauso gut Schwierigkeiten damit haben, nach all den Eindrücken wieder herunterzufahren. Bieten wir in diesem Zustand noch mehr Aktivität an, kommen weitere Reize hinzu, die ebenfalls verarbeitet werden müssen. Der Hund wird noch unruhiger und bestätigt damit scheinbar unsere ursprüngliche Annahme: Dieser Hund braucht wirklich wahnsinnig viel Beschäftigung. So entsteht schnell ein Kreislauf. Wir interpretieren Unruhe als Unterforderung und reagieren darauf mit mehr Auslastung. Die zusätzliche Auslastung erhöht wiederum Erregung und Belastung, der Hund wird noch unruhiger und wir erhöhen erneut das Programm.

Irgendwann ist der Hund vielleicht körperlich erschöpft. Entspannt ist er deshalb aber noch lange nicht.

Ein Spaziergang ist mehr als Bewegung
Wie anstrengend eine Aktivität für einen Hund ist, lässt sich nicht allein daran messen, wie lange wir unterwegs waren oder wie viele Kilometer wir zurückgelegt haben. Während wir gemütlich durch den Wald spazieren, verarbeitet unser Hund eine enorme Menge an Informationen. Er nimmt Gerüche und Geräusche wahr, entdeckt Wildspuren, beobachtet Menschen und andere Hunde, reagiert auf Velos oder Fahrzeuge und kommuniziert gleichzeitig mit uns. Vielleicht soll er zwischendurch an lockerer Leine laufen, einen Rückruf ausführen oder an einem anderen Hund vorbeigehen. Eine neue Umgebung bringt noch einmal eine ganze Reihe zusätzlicher Eindrücke mit sich. Zwanzig Minuten in einer reizintensiven Umgebung können deshalb für einen Hund wesentlich anspruchsvoller sein als eine Stunde entspannter Spaziergang an einem vertrauten Ort.

Gerade bei jungen Hunden kommt hinzu, dass ihre Fähigkeit zur Selbstregulation noch in Entwicklung ist. Sie lernen ständig: Welche Reize sind wichtig? Wie gehe ich mit Frust um? Was mache ich, wenn etwas aufregend oder beängstigend ist? Welche Regeln gelten in welcher Situation? Wie kommuniziere ich mit meinem Menschen? Ein junger Hund entdeckt nicht einfach nur die Welt. Er muss gleichzeitig lernen, mit all den Informationen umzugehen, die diese Welt ihm liefert.

Das kostet Kapazität.

Mehr Auslastung macht nicht automatisch einen ausgeglicheneren Hund
Natürlich brauchen junge Hunde Bewegung und Beschäftigung. Sie sollen ihre Umwelt kennenlernen, spielen, schnüffeln, entdecken, lernen und ihren Körper benutzen dürfen. Es wäre deshalb genauso falsch, aus Angst vor Überforderung jede Form von Aufregung und Aktivität zu vermeiden. Das Ziel ist nicht ein möglichst reizarmes Hundeleben. Entscheidend ist vielmehr, eine Balance zwischen Aktivität und Erholung zu finden – und diese Balance sieht nicht für jeden Hund gleich aus.

Der eine Hund verarbeitet einen aufregenden Ausflug problemlos und ist am nächsten Tag wieder bereit für das nächste Abenteuer. Ein anderer braucht danach deutlich mehr Ruhe. Der eine liebt neue Umgebungen, während ein anderer schon einen Spaziergang durch eine belebte Innenstadt enorm anspruchsvoll findet. Manche Hunde können nach einer Trainingseinheit problemlos abschalten, andere brauchen Unterstützung dabei, wieder in einen ruhigeren Zustand zu finden.

Deshalb halte ich wenig von pauschalen Angaben darüber, wie viele Minuten ein junger Hund spazieren gehen darf oder wie viele Stunden Beschäftigung er pro Tag benötigt. Alter, Charakter, Genetik, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen, Umwelt und individuelle Regulationsfähigkeit spielen dabei eine viel zu grosse Rolle.

Die interessantere Frage lautet nicht: Wie viel Auslastung braucht ein neun Monate alter Hund?

Sondern: Wie geht es diesem Hund mit dem, was wir gerade von ihm verlangen?

«Aber sie wollte doch noch!»
In unserer Trainingsstunde war genau das besonders eindrücklich. Die junge Hündin war müde und zeigte zunehmend Verhaltensweisen, die auf Überforderung hindeuteten. Trotzdem machte sie weiter mit. Und sie machte es richtig gut! Sie nahm Futter, probierte Dinge aus und liess sich immer wieder auf ihre Halterin ein. Hätte man nur darauf geschaut, hätte man problemlos sagen können: Sie hat doch noch Spass. Sie will doch noch.

Doch ein Hund, der noch mitmacht, ist nicht automatisch ein Hund, der noch ausreichend Kapazität für weitere Aktivität hat.

Auch ein müder Hund kann einem Ball hinterherrennen. Er kann weiterlaufen, Futter suchen, auf Signale reagieren und begeistert wirken, wenn wir die nächste Aktivität anbieten. Gerade bei Beschäftigungen, die ohnehin ein hohes Erregungsniveau erzeugen, kann das vermeintliche «Der will noch!» sogar besonders überzeugend aussehen. Deshalb sollten wir nicht nur darauf achten, ob ein Hund körperlich noch weitermachen kann. Wir sollten auch beobachten, wie sich sein Verhalten im Laufe einer Aktivität verändert. Wird er hektischer? Fällt ihm Konzentration zunehmend schwer? Reagiert er plötzlich stärker auf seine Umwelt? Werden Bewegungen fahriger? Tauchen Verhaltensweisen auf, die wir zu Beginn des Spaziergangs oder Trainings noch nicht gesehen haben? Kann er Pausen überhaupt noch annehmen?

Das sind häufig viel interessantere Informationen als die Frage, ob er noch einem Ball hinterherrennen würde.

Erholung gehört zur Auslastung
Wenn wir über ein erfülltes Hundeleben sprechen, denken wir schnell an körperliche und geistige Beschäftigung: Spaziergänge, Training, Nasenarbeit, Sozialkontakte, Ausflüge und gemeinsame Abenteuer. Erholung wird dagegen manchmal behandelt wie die Zeit zwischen den eigentlich wichtigen Dingen. Dabei ist sie ein wesentlicher Teil davon.

Nach aufregenden Erlebnissen braucht der Organismus Gelegenheit, wieder in einen ruhigeren Zustand zurückzukehren. Erfahrungen werden verarbeitet, Gelerntes kann sich festigen und der Körper bekommt Zeit zur Regeneration. Ein Alltag, in dem ständig etwas passiert und auf einen Reiz bereits der nächste folgt, bietet dafür wenig Raum. Das bedeutet nicht, dass ein Hund nach jedem Spaziergang sofort mehrere Stunden schlafen muss. Auch Ruhe lässt sich nicht an einer festen Zahl festmachen. Viel wichtiger ist, ob ein Hund grundsätzlich in der Lage ist, zwischen Aktivität und Erholung zu wechseln. Manche Hunde können das von sich aus sehr gut. Andere brauchen Unterstützung. Eine ruhige Umgebung, verlässliche Abläufe, bewusst eingeplante Pausen, weniger Programm nach aufregenden Erlebnissen oder auch einmal ein unspektakulärer Tag können dabei helfen.

Und manchmal besteht unsere Aufgabe schlicht darin, rechtzeitig zu erkennen: Für heute war das genug.

Nicht mehr, sondern passender
Vielleicht lebt bei dir ebenfalls ein junger Hund, von dem du manchmal glaubst, seine Energie würde niemals enden. Vielleicht wird er gegen Ende eines Spaziergangs immer wilder, dreht nach Ausflügen zu Hause erst richtig auf oder beginnt irgendwann, in die Leine zu beissen, dich anzuspringen oder plötzlich auf alles um ihn herum zu reagieren. Dann muss die Antwort nicht automatisch mehr Auslastung sein.

Es kann sich lohnen, genauer hinzuschauen: Wann beginnt das Verhalten? Was ist an diesem Tag bereits passiert? In welcher Umgebung wart ihr unterwegs? Wie gut kann dein Hund während und nach einer Aktivität zur Ruhe kommen? Und verändert sich sein Verhalten, wenn ihr das Programm bewusst reduziert? Es geht dabei nicht darum, jeden wilden Moment als Überforderung zu interpretieren oder einen jungen Hund in Watte zu packen. Junghunde dürfen wild sein. Sie dürfen rennen, spielen, entdecken, Grenzen ausprobieren und manchmal auch einfach ziemlich albern sein. Wir sollten nur lernen, zwischen einem Hund zu unterscheiden, der gerade voller Tatendrang ist, und einem Hund, dessen System eigentlich längst nach einer Pause ruft.

Ein ausgeglichener Hund entsteht nicht dadurch, dass wir jede freie Minute mit Auslastung füllen. Und vielleicht ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Zusammenleben mit einem jungen Hund deshalb nicht, immer neue Beschäftigungsideen zu finden.

Sondern zu erkennen, wann es genug ist.

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Finde diesen und weitere Artikel auf unserem Blog «Sitz. Platz. Aha!»
https://www.team-and-work.ch/hundewissen/

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