06/09/2026
Alle Jahre wieder und weil es brandaktuell ist:
❗️Herbstgrasmilben bei Hund und Katze-
Was Tierhalter wissen müssen❗️
Wenn sich Katzen und Hunde im Sommer und Herbst ständig kratzen, stecken oft die Larven der Herbstgrasmilbe dahinter. Die winzigen Spinnentiere können unseren Samtpfoten das Leben ganz schön schwer machen.
Was genau sind Herbstgrasmilben❓️
Es handelt sich um kleine Spinnentiere, die im Boden leben🕷.
Das Wichtigste vorweg: Nur die Larven leben als Parasiten und befallen Tiere oder Menschen. Die erwachsenen Milben sind für uns und unsere Haustiere völlig harmlos.
Wann und wo lauern die Parasiten❓️
Die Saison beginnt im Frühsommer (meist ab Juni) bei Temperaturen über 16 Grad und kann bis in den Oktober hineinreichen☀️. Erst der erste Frost beendet ihre Aktivität.
Die Larven klettern an Grashalmen und niedrigen Pflanzen empor 🌿– besonders gern an sonnigen, trockenen Plätzen in Gärten, Parks oder auf Wiesen. Dort warten sie darauf, von einem Wirt (z. B. Hunde oder Katzen) im Vorbeigehen abgestreift zu werden.
Welche Symptome zeigen betroffene Tiere❓️
Der Speichel der Larven löst eine heftige Immunreaktion aus. Typische Anzeichen sind:
☑️Massiver, quälender Juckreiz und ständiges Kratzen
☑️Hautrötungen, Entzündungen, Quaddeln und Krusten
☑️Kahle oder aufgekratzte Hautstellen
Achtung: In extremen Ausnahmefällen kann der Juckreiz so quälend sein, dass er zu Verhaltensstörungen oder sogar neurologischen Symptomen wie Krampfanfällen führt.
An welchen Körperstellen sitzen die Milben❓️
Die Larven bevorzugen Stellen mit dünner Haut und wenig Fell. Achten Sie besonders auf:
☑️Die Pfoten und die Zwischenräume der Zehen
☑️Die Beine, den Bauch und die Brust
Den Kopf, insbesondere den Nasenrücken und die Ohrränder.
Wie erkennt man einen Befall❓️
Oft schon reicht ein genauer Blick auf die typischen Hautstellen: Die Larven sind zwar nur 0,2 bis 0,4 Millimeter gross, fallen aber durch ihre auffällige, rostrote bis ziegelrote Farbe auf und sitzen meist in dichten Gruppen zusammen.
Gut zu wissen: Die Larven saugen nur etwa 5 bis 7 Tage lang und fallen dann von selbst ab. Es kann also sein, dass Sie keine Milben mehr sehen, die Haut aber trotzdem noch tagelang juckt und entzündet ist.
Wie wird behandelt❓️
Da die Milben von alleine abfallen, ist ein Anti-Parasitenmittel nicht immer zwingend nötig. Wichtiger ist es, die Beschwerden zu lindern:
Symptome lindern: Juckreizstillende und entzündungshemmende Mittel helfen der Haut, schnell abzuheilen, und verhindern, dass sich das Tier blutig kratzt.
Milben bekämpfen: Falls nötig, helfen bestimmte Präparate (u.a. in Form eines Sprays) die Milben direkt abzutöten.
Kann ich meinen Liebling schützen❓️
Ein kompletter Schutz ist schwierig, aber diese Tipps helfen:
☑️Rasen kurz halten: Regelmässiges Rasenmähen im eigenen Garten entfernt die Larven von den Grasspitzen.
☑️Kühlere Tageszeiten nutzen: Lassen Sie die Katze im Hochsommer eher morgens oder abends nach draussen, da die Milben bei Hitze und Sonne am aktivsten sind.🌄 ☑️Ebenfalls lohnt es sich mit dem Hund am Morgen früh oder am Abend spazieren zu gehen, schon nur wegen der Hitz an sich.
☑️Antiparasitischer Spray: Das wiederholte Auftragen des Sprays auf gefährdete Körperstellen im Abstand von 3 bis 5 Tagen kann schützen.
Sind die Milben ansteckend❓️
Nein❗️Die Larven werden weder von Tier zu Tier noch vom Tier auf den Menschen übertragen. Mensch und Tier stecken sich immer nur direkt an den Pflanzen im Freien an.
Sie möchten es ganz genau wissen❓️
Detaillierte wissenschaftliche Hintergründe, den vollständigen Lebenszyklus der Parasiten sowie medizinische Leitfäden für Fachkreise finden Sie in ausführlicheren Fachartikeln auf der Webseite der ESCCAP zu Herbstgrasmilben.
https://www.esccap.de/die-herbstgrasmilbe-tipps-zum-schutz-vor-der-juckenden-plage/ #
Die Larven der Herbstgrasmilbe sind winzig klein, orange-rot gefärbt und lauern im Sommer und Herbst im Gras und auf niedrigwachsenden Pflanzen.