03/09/2026
🐾 Demenz bei Hund & Katze – was steckt dahinter?
Wie beim Menschen kann auch bei unseren Vierbeinern im Alter das Gedächtnis nachlassen. Man spricht vom Syndrom der kognitiven Dysfunktion (CDS) – einer altersbedingten Veränderung im Gehirn, die Verhalten, Orientierung und Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst.
🧠 Erste Symptome erkennen
Achte auf Veränderungen, die neu oder fortschreitend sind:
- Desorientierung: Der Hund/Katze wirkt in bekannter Umgebung verwirrt, bleibt in Ecken stehen, findet Napf oder Schlafplatz nicht mehr.
- Stubenunreinheit: Ein zuvor stubenreiner Hund setzt plötzlich Urin/Kot in der Wohnung ab; die Katze findet das Klo nicht mehr.
- Schlaf-Wach-Störungen: Tagsüber viel Schlaf, nachts Unruhe, Umherlaufen, Jaulen oder Miauen.
- Sozialverhalten ändert sich: Rückzug oder im Gegenteil starke Anhänglichkeit, weniger Interesse an Spielen/Streicheleinheiten.
- Vergesslichkeit: Bekannte Kommandos oder Routinen werden „vergessen“, Spielzeug/Futter wird liegen gelassen.
- Ängstlichkeit/Unruhe: Empfindlicher auf Geräusche, mehr Stress, stereotypes Verhalten (z. B. zielloses Umherlaufen).
👉🏼 Ein bis zwei dieser Anzeichen reichen bereits, um das Thema beim Tierarzt anzusprechen.
💊 Behandlung und Management
Demenz ist zwar nicht heilbar, aber man kann den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern:
- Es gibt Medikamente, die die Durchblutung im Gehirn verbessern und somit Symptome lindern.
- Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gehirnfunktion.
- Ernährung: altersgerechtes Futter, kein Übergewicht.
- Umgebung absichern und Routinen beibehalten.
- Geistige Aktivität: Suchspiele, Intelligenzspielzeuge, regelmäßige Bewegung
💬 Wenn Sie Veränderungen bei Ihrem Tier bemerken, sprechen Sie uns an. Je früher wir handeln, desto besser können wir unterstützen.