23/08/2026
Besser kann man es nicht sagen! Danke liebe Vroni
„Manche Hunde haben ihre Dämonen immer mit dabei...“
Gestern haben sie sich auch bei uns mal wieder nach Monaten sehen lassen. Nach einer langen Zeit voller Ruhe und perfektem Alltag reichte ein Moment, und die alten Geister waren plötzlich wieder da. Für mich mittlerweile vorhersehbar und auch berechenbar und in der Heftigkeit, Gottseidank auf einer ganz anderen Ebene.
Genau das zeigt:
Viele Hunde tragen Rucksäcke aus ihrer Vergangenheit oder ihrer Genetik mit sich herum. Im Alltag merkt man oft nichts davon, sie funktionieren perfekt.
Doch dann bricht das alte Muster für einen kurzen Augenblick wieder durch.
Viele Menschen denken in solchen Momenten:
„Das muss doch irgendwann mal aufhören!
Das muss man doch wegtrainieren können!“
Aber die Realität sieht anders aus. Solche tief sitzenden Themen bleiben oft ein Leben lang. Manchmal sind sie monatelang fast völlig unauffällig, manchmal werden sie mit der Zeit berechenbar und kontrollierbar und manchmal ist es einfach, wie es ist.
Genau deshalb ist es bei solchen Hunden so unendlich wichtig, sich dessen permanent bewusst zu sein. Man darf nicht nachlässig werden. Man muss sie dementsprechend verantwortungsvoll führen, vorausschauend agieren und im Alltag sauber absichern.
Das Zweitwichtigste für uns Halter in diesen Situationen:
Nimm es niemals persönlich!
Wenn dein Hund in alte Verhaltensmuster zurückfällt, nach vorne geht oder scheinbar grundlos hochfährt, tut er das nicht, um dich zu ärgern, zu provozieren oder zu testen.
Es ist kein Versagen deinerseits und keine Undankbarkeit seinerseits.
Es ist schlicht eine emotionale Überforderung, ein biologischer Kurzschluss, gesteuert von Angst, Stress oder reinem Instinkt.
Was in solchen Momenten wirklich hilft:
Atme tief durch und werde für deinen Hund zum sprichwörtlichen „Fels in der Brandung“.
Statt dich über den Vorfall zu ärgern, korrigiere die Situation ruhig, aber absolut konsequent.
Schirme deinen Hund ab, nimm den Druck raus und zeige ihm durch deine eigene Gelassenheit, dass du die Situation im Griff hast.
Du kämpfst in diesem Moment nicht gegen deinen Hund, sondern mit ihm gegen seine Geister.
Wer solche Hunde führt, weiß:
Es ist ein lebenslanges Management. Es braucht Geduld, extremes Verständnis für Trigger und die Fähigkeit, in Sekundenbruchteilen die Führung zu übernehmen, mit kühlem Kopf und einem ruhigen Puls.