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The Living Museum Villach - Carinthianblood.at The Living Museum – aktuelle Spinnenausstellung
CarinthianBlood – exklusive Schlangenzucht
Zwei Welten. Eine Vision.

Wenn die Grenze zwischen Faszination und Gefahr verschwindet, eine Tragödie, die zum Nachdenken anregt.Am 10. Oktober 20...
11/10/2026

Wenn die Grenze zwischen Faszination und Gefahr verschwindet, eine Tragödie, die zum Nachdenken anregt.

Am 10. Oktober 2026 ereignete sich im Yorkshire Wildlife Park in England ein tragischer Vorfall. Ein Mann gelangte in das Gehege eines Amurtigers und wurde von dem Tier angegriffen. Trotz des Einsatzes der Rettungskräfte erlag der Mann noch vor Ort seinen Verletzungen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen sowie allen Menschen, die dieses schreckliche Ereignis miterleben mussten.

Der Tiger blieb unverletzt. Nach Angaben des Parks wird das Tier nicht eingeschläfert.

Warum der Mann das Gehege betrat, ist derzeit nicht abschließend geklärt. Wir möchten daher ausdrücklich keine Vermutungen über seine persönlichen Beweggründe anstellen.

Dennoch wirft dieser Vorfall für uns eine grundsätzliche Frage auf: Haben wir durch soziale Medien zunehmend den Respekt vor der tatsächlichen Gefährlichkeit von Wildtieren verloren?

Wir beobachten seit Jahren eine Entwicklung, die wir als äußerst bedenklich empfinden.

Auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube werden täglich Videos veröffentlicht, in denen Menschen mit gefährlichen Wildtieren umgehen, als wären diese völlig harmlose Haustiere.

Da werden Giftschlangen ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen mit bloßen Händen manipuliert, hochgiftige Tiere für spektakuläre Aufnahmen provoziert oder gefährliche Situationen bewusst herbeigeführt, um Aufmerksamkeit, Reichweite und Klickzahlen zu generieren.

Je spektakulärer, desto besser. Je gefährlicher, desto mehr Aufmerksamkeit.

Was dabei häufig vollkommen verloren geht, ist die Vermittlung der tatsächlichen Gefahr.

Wer täglich Menschen sieht, die Königskobras, Mambas oder andere hochgiftige Schlangen scheinbar mühelos mit bloßen Händen handhaben, kann irgendwann den Eindruck gewinnen, dass diese Tiere gar nicht so gefährlich sind.

Besonders problematisch wird es, wenn junge Menschen, die vielleicht gerade erst ihre Begeisterung für Reptilien und andere exotische Tiere entdecken, solche Videos als Vorbild betrachten.

Sie sehen die spektakulären Aufnahmen, aber nicht die jahrelange Erfahrung, die biologischen Hintergründe, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen oder die möglichen Konsequenzen eines einzigen Fehlers.

Und oftmals gibt es hinter solchen Aufnahmen nicht einmal ein verantwortungsvolles Sicherheitskonzept, sondern schlichtweg Leichtsinn.

Aus Faszination wird Nachahmung. Aus Nachahmung kann Selbstüberschätzung werden. Und aus einem einzigen Fehler kann eine Tragödie entstehen.

Dabei geht es uns keineswegs darum, gefährliche Tiere grundsätzlich als unberechenbare Monster darzustellen. Ganz im Gegenteil.

Ein Tiger ist ein Tiger. Eine Mamba ist eine Mamba. Eine Königskobra ist eine Königskobra.

Diese Tiere sind weder böse noch handeln sie aus menschlicher Boshaftigkeit. Sie besitzen natürliche Verhaltensweisen, Instinkte und Fähigkeiten, die wir als Menschen respektieren müssen.

Genau dieser Respekt scheint jedoch in manchen Bereichen zunehmend verloren zu gehen.

Und hier beginnt für uns die eigentliche Doppelmoral.

Während verantwortungsvolle private Tierhalter, erfahrene Züchter und seriöse Einrichtungen immer wieder mit zusätzlichen Auflagen, Einschränkungen und teilweise pauschalen Verboten konfrontiert werden, können andere Menschen öffentlich einen hochriskanten Umgang mit gefährlichen Tieren inszenieren und damit teilweise enorme Reichweiten erzielen.

Wir fragen uns deshalb:

Warum wird nicht viel konsequenter dort angesetzt, wo gefährlicher Leichtsinn öffentlich vorgeführt und möglicherweise zur Nachahmung animiert wird?

Wer in Livestreams hochgiftige Schlangen ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen frei hantiert, gefährliche Tiere bewusst provoziert oder riskante Handlungen als völlig normal darstellt, sollte dafür auch Verantwortung übernehmen müssen.

Unserer Ansicht nach braucht es hier klare Grenzen, konsequente Kontrollen und, wo rechtliche Vorschriften verletzt werden oder andere konkret gefährdet werden, entsprechende Konsequenzen.

Denn es kann nicht sein, dass verantwortungsvolle Halter, die seit Jahrzehnten mit diesen Tieren arbeiten, Sicherheitskonzepte entwickeln, ihre Anlagen absichern und sich intensiv mit dem natürlichen Verhalten ihrer Tiere beschäftigen, pauschal unter Generalverdacht geraten, während öffentlich zur Schau gestellter Leichtsinn als Unterhaltung gefeiert wird.

Nicht die bloße Haltung eines gefährlichen Tieres ist das Problem. Entscheidend sind die Fachkenntnisse, die Sicherheitsmaßnahmen und der verantwortungsvolle Umgang damit.

Natürlich müssen auch seriöse Halter und Einrichtungen kontrolliert werden. Sicherheit und Tierschutz dürfen niemals verhandelbar sein. Aber Kontrollen und Maßnahmen sollten sich an tatsächlichen Risiken und konkretem Fehlverhalten orientieren, anstatt ganze Gruppen von Tierhaltern pauschal zu verurteilen.

Wir möchten mit The Living Museum nicht nur die Faszination für außergewöhnliche Tiere vermitteln, sondern auch das Verständnis dafür, dass diese Tiere ihre eigenen Bedürfnisse, Verhaltensweisen und natürlichen Grenzen besitzen.

Man kann ein Tier faszinierend finden, ohne es berühren zu müssen.

Man kann eine Giftschlange bewundern, ohne sie mit bloßen Händen zu manipulieren.

Und man kann einem Tiger mit größter Begeisterung gegenüberstehen, ohne jemals die schützende Distanz zu verlassen.

Wahre Tierliebe und echte Fachkenntnis zeigen sich nicht darin, wie viel Risiko man bereit ist einzugehen, sondern darin, wie viel Respekt man einem Tier entgegenbringt.

Vielleicht sollten wir als Gesellschaft endlich wieder deutlicher zwischen verantwortungsvoller Tierhaltung und gefährlicher Selbstdarstellung unterscheiden.

Denn wenn Menschen durch spektakuläre Internetvideos den Respekt vor realen Gefahren verlieren, können die Folgen verheerend sein.

Der tragische Vorfall in England sollte uns alle daran erinnern, dass Wildtiere keine Requisiten für Aufmerksamkeit, keine Mutproben und keine Spielzeuge sind.

Faszination braucht Wissen. Wissen schafft Respekt. Und Respekt schafft Sicherheit.

The Living Museum – Villach, Österreich

TIERSCHUTZ – ABER MIT WELCHEM MAßSTAB?Manchmal fragt man sich schon, ob wir beim Thema Tierschutz tatsächlich überall mi...
07/10/2026

TIERSCHUTZ – ABER MIT WELCHEM MAßSTAB?

Manchmal fragt man sich schon, ob wir beim Thema Tierschutz tatsächlich überall mit denselben Maßstäben messen.

Gerade Zoos, zoologische Einrichtungen, private Tierhalter und insbesondere Halter exotischer Tierarten geraten zunehmend unter Druck. Neue Auflagen, Einschränkungen, Verbotsforderungen, zusätzliche Genehmigungen und immer höhere Anforderungen werden regelmäßig mit dem Schutz der Tiere begründet.

Und grundsätzlich ist gegen strenge Anforderungen überhaupt nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Wer Tiere hält, übernimmt Verantwortung. Tiere müssen entsprechend ihrer Bedürfnisse untergebracht, versorgt und gepflegt werden.

Aber genau deshalb sollte man auch über Verhältnismäßigkeit sprechen dürfen.

Ein seriöser zoologischer Betrieb oder eine professionelle Zucht hat schon aus rein wirtschaftlicher Sicht ein enormes Eigeninteresse daran, dass seine Tiere gesund sind, sich entsprechend entwickeln und sofern gezüchtet wird, erfolgreich reproduzieren.

Ein Betrieb, dessen Tiere ständig krank werden, verenden oder sich aufgrund schlechter Bedingungen nicht vermehren, wird langfristig weder fachlich noch wirtschaftlich erfolgreich sein.

Natürlich bedeutet das nicht, dass jede private Haltung oder jeder Zoo vorbildlich ist.

Schlechte Tierhaltung gibt es. Und dort muss eingegriffen werden. Ohne Diskussion.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn aus einem einzelnen negativen Fall plötzlich ein Urteil über eine gesamte Form der Tierhaltung entsteht.

Denn genau hier erleben wir immer wieder dasselbe Muster:

Wird irgendwo eine katastrophale private Tierhaltung aufgedeckt, entstehen verständlicherweise Bilder, die Aufmerksamkeit erzeugen. Verwahrloste Terrarien, kranke Tiere oder völlig überforderte Halter eignen sich für Schlagzeilen.

Was man dagegen wesentlich seltener sieht, sind die unzähligen Halter, die jeden Tag ihre Tiere versorgen, Tierarztkosten bezahlen und über Jahre oder Jahrzehnte enorme Erfahrung mit bestimmten Tierarten sammeln.

Eine funktionierende Tierhaltung ist eben selten eine Schlagzeile wert.

Das Problem dabei:

Wenn ein einzelner negativer Extremfall medial stellvertretend für „die private Exotenhaltung“ präsentiert oder anschließend in der öffentlichen Diskussion entsprechend verallgemeinert wird, entsteht ein vollkommen verzerrtes Bild.

Niemand würde ernsthaft behaupten, dass jeder Hundehalter ungeeignet ist, weil irgendwo ein Hund unter katastrophalen Bedingungen gehalten wurde.

Bei Reptilien, Spinnen oder anderen exotischen Tieren scheint diese Differenzierung jedoch häufig wesentlich schneller verloren zu gehen.

Und damit kommen wir zu einem weiteren Punkt, der unserer Meinung nach viel zu selten angesprochen wird:

Was bedeutet eigentlich „tierlieb“?

Sehr viele Menschen bezeichnen sich selbst als tierlieb.

Aber manchmal bekommt man den Eindruck, Tierliebe endet genau dort, wo ein Tier nicht mehr flauschig ist, keine großen Augen hat und sich nicht streicheln lässt.

Ein Hund ist schützenswert.

Eine Katze ist schützenswert.

Ein Kaninchen ist schützenswert.

Aber eine Schlange?

Eine Vogelspinne?

Ein Skorpion?

Ein Insekt?

Warum sollte deren Leben weniger wert sein?

Wer von Tierliebe spricht, sollte irgendwann akzeptieren, dass Tierliebe nicht bedeutet, nur jene Tiere zu mögen, die unserem menschlichen Schönheitsideal entsprechen.

Jede Tierart hat ihre ökologische Berechtigung.

Eine Schlange muss nicht kuschelig sein, um faszinierend zu sein.

Eine Spinne muss uns nicht gefallen, um ein hochentwickeltes Lebewesen mit einer Millionen Jahre langen Evolutionsgeschichte zu sein.

Und ein Skorpion muss beim Menschen keine Sympathie auslösen, um Teil eines funktionierenden Ökosystems zu sein.

Vielleicht wäre deshalb ein bisschen weniger Vermenschlichung und dafür ein bisschen mehr Respekt vor Tieren als Tiere manchmal der ehrlichere Tierschutz.

Besonders auffällig wird der gesamte Widerspruch, wenn man anschließend einen Blick auf andere Bereiche der Tierhaltung wirft.

Wir diskutieren teilweise darüber, ob ein exotisches Tier in einem Terrarium einige Zentimeter mehr oder weniger Platz benötigt, welche zusätzliche Qualifikation ein langjähriger Halter nachweisen muss oder welche Tierarten Privatpersonen überhaupt noch halten dürfen.

Gleichzeitig basiert ein erheblicher Teil unserer Lebensmittelversorgung darauf, tierische Produkte in enormen Mengen und zu Preisen anzubieten, die für möglichst breite Bevölkerungsschichten leistbar bleiben sollen.

Und hier beginnt die unangenehme wirtschaftliche Realität:

Billig, viel und gleichzeitig unter maximalem Aufwand zu produzieren funktioniert nicht.

Stallfläche kostet Geld.

Personal kostet Geld.

Futter kostet Geld.

Tierärztliche Versorgung kostet Geld.

Transport kostet Geld.

Zeit kostet Geld.

Wer gleichzeitig erwartet, dass Fleisch jederzeit verfügbar und möglichst billig ist, erzeugt zwangsläufig wirtschaftlichen Druck entlang der Produktionskette.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb seine Tiere schlecht hält. Ganz im Gegenteil: Viele Landwirte investieren enorme Arbeit in ihre Tiere und stehen selbst unter genau diesem wirtschaftlichen Druck.

Diese Kritik richtet sich deshalb nicht gegen Landwirte.

Sie richtet sich gegen einen gesellschaftlichen Widerspruch:

Auf der einen Seite fordern wir immer höhere Standards beim Tierwohl. Auf der anderen Seite erwarten wir möglichst billige tierische Produkte.

Und während wirtschaftlich bedeutende Bereiche der Tierhaltung von großen Branchen, Verbänden und Interessensvertretungen begleitet werden, haben exotische Tierhalter, kleinere zoologische Einrichtungen und spezialisierte Züchter vergleichsweise wenig gesellschaftliches Gewicht.

Dadurch entsteht zumindest der Eindruck, dass dort Einschränkungen besonders einfach durchsetzbar sind, wo nur eine relativ kleine Gruppe davon betroffen ist.

Dabei wird ein weiterer Punkt in der öffentlichen Diskussion häufig beinahe vollständig ausgeblendet:

Die Haltung und Zucht exotischer Tiere besteht nicht ausschließlich daraus, Tiere zur Unterhaltung des Menschen hinter Glas zu halten.

Über Jahrzehnte ist in Zoos, spezialisierten Einrichtungen und auch bei engagierten privaten Haltern enormes Wissen über Haltung, Ernährung, Fortpflanzung und Aufzucht unterschiedlichster Tierarten entstanden.

Gerade spezialisierte private Züchter beschäftigen sich teilweise über Jahrzehnte mit einzelnen Arten und mehreren Generationen derselben Tiere.

Und bei bedrohten Arten können Populationen in menschlicher Obhut auch für den Artenschutz von Bedeutung sein. Bei einzelnen Arten waren bzw. sind Erhaltungszuchten ein entscheidender Bestandteil dafür, Populationen außerhalb ihres bedrohten natürlichen Lebensraums zu erhalten.

Man sollte deshalb zumindest darüber nachdenken, ob es tatsächlich sinnvoll ist, genau jene Menschen und Einrichtungen immer weiter aus der Tierhaltung zu drängen, die teilweise über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit diesen Arten verfügen.

Denn eines sollte ebenfalls klar sein:

Ein Haltungsverbot schützt noch keinen natürlichen Lebensraum.

Eine Tierart ist nicht automatisch besser geschützt, nur weil sie ein verantwortungsvoller Halter in Europa nicht mehr halten darf.

Lebensraumzerstörung, Umweltveränderungen, invasive Arten, Wilderei und andere Bedrohungen verschwinden dadurch nicht.

Natürlich kann private Haltung den Schutz natürlicher Lebensräume niemals ersetzen.

Aber verantwortungsvolle private Haltung, professionelle zoologische Einrichtungen, wissenschaftlich geführte Erhaltungsprogramme und spezialisierte Züchter müssen deshalb nicht zwangsläufig Gegner sein.

Sie können sich ergänzen.

Man kann Standards verbessern.

Man kann Haltung wissenschaftlich weiterentwickeln.

Man kann kontrollieren.

Und dort, wo Tiere tatsächlich leiden, muss konsequent eingegriffen werden.

Aber Tierschutz sollte sich an tatsächlichen Missständen und am tatsächlichen Wohl des einzelnen Tieres orientieren und nicht daran, ob eine Tierart gesellschaftlich beliebt ist oder ob ihre Halter über eine starke Interessensvertretung verfügen.

Wenn wir ernsthaft über Tierwohl sprechen wollen, sollten wir deshalb bereit sein, dieselben unbequemen Fragen überall zu stellen.

Nicht nur beim privaten Reptilienhalter.

Nicht nur beim Exotenzüchter.

Nicht nur beim Zoo.

Sondern überall dort, wo Menschen Tiere halten und wirtschaftliche oder persönliche Interessen damit verbunden sind.

Und vielleicht sollten wir gleichzeitig wieder lernen, was der Begriff Tierliebe eigentlich bedeutet.

Nicht nur Hundeliebe.

Nicht nur Katzenliebe.

Nicht nur die Liebe zu allem, was weich, süß und kuschelig ist.

Sondern Respekt vor Tieren in ihrer gesamten Vielfalt.

Denn entweder wir diskutieren sachlich über Tierwohl, Artenschutz und Verhältnismäßigkeit oder wir diskutieren darüber, welche Form der Tierhaltung gesellschaftlich gerade leichter einzuschränken ist.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Tiere auszusetzen ist keine Lösung.Bitte den Beitrag teilenEs gibt viele Gründe, warum jemand seine Reptilien plötzlich ...
28/09/2026

Tiere auszusetzen ist keine Lösung.

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Es gibt viele Gründe, warum jemand seine Reptilien plötzlich nicht mehr halten kann: steigende Energiekosten, finanzielle Schwierigkeiten, eine Trennung oder die Erkenntnis, dass die Versorgung mehr Zeit und Geld erfordert als erwartet. Solche Situationen können belastend sein. Sie rechtfertigen aber niemals, Tiere auszusetzen.

Wer Hilfe braucht, kann heute mit dem Handy nach geeigneten Stellen und fachkundigen Personen suchen und dort anrufen. Auch in Kärnten gibt es erfahrene Halter und sachkundige Personen, die im Notfall eine Übernahme prüfen oder Kontakte vermitteln können. Nicht überall ist sofort Platz. Und wenn man mit einer bestimmten Person oder Stelle ein persönliches Problem hat, gibt es andere, die man kontaktieren kann. Ein Anruf, der nicht zum gewünschten Ergebnis führt, ist kein Grund aufzugeben.

Wir kennen aus unserer Arbeit allerdings auch Anfragen, bei denen die Tiere nicht aus einer Notlage heraus untergebracht, sondern ausdrücklich verkauft werden sollen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Anliegen. Wer seine Tiere aufgrund veränderter Lebensumstände dringend abgeben muss, sucht eine verantwortungsvolle Unterbringung und stellt das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt. Wer hingegen erwartet, dass eine fachkundige Person oder ein anderer Halter die Tiere abkauft oder für ihre Übernahme bezahlt, möchte sie verkaufen.

Die Annahme, dass wir mit der Aufnahme und Vermittlung der Tiere automatisch Geld verdienen würden, ist völlig realitätsfern. Wir kennen die Tiere zunächst nicht und müssen sie in Quarantäne setzen, beobachten, füttern und gegebenenfalls tierärztlich behandeln lassen. Diese Versorgung verursacht Zeit- und Kostenaufwand und übersteigt oftmals sogar den tatsächlichen Wert der Tiere. Teilweise zahlen wir bei der Unterbringung und Vermittlung sogar drauf. Wir verdienen also nicht an den Tieren, im Gegenteil: Wir investieren häufig eigenes Geld, damit sie sicher untergebracht und verantwortungsvoll vermittelt werden können.

Leider erleben wir immer wieder, dass Halter ihre Tiere loswerden wollen oder müssen, zunächst bei geeigneten Stellen anrufen und versuchen, sie zu veräußern. Das wird von den meisten Stellen abgelehnt, weil eine Übernahme nicht davon abhängen darf, ob jemand dafür bezahlt wird. Danach werden die Tiere teilweise einfach ausgesetzt, weil man für sie kein Geld bekommen hat und nicht noch einmal anrufen möchte, sei es aus Scham oder aus der Haltung: Wenn niemand etwas bezahlt, nimmt sie auch niemand. Was in solchen Köpfen vorgeht, ist schwer nachzuvollziehen. Klar ist aber: Eine enttäuschte Verkaufserwartung ist niemals ein Grund, Tiere auszusetzen.

Jede Aussetzung gefährdet die betroffenen Tiere. Zugleich fällt sie auf verantwortungsvolle Exotenhalter zurück, die ihre Tiere sorgfältig versorgen. Solche Vorfälle prägen das Bild der gesamten Haltung und liefern Argumente für weitere Einschränkungen.

Wer ein Tier übernimmt, trägt Verantwortung ,auch dann, wenn sich die eigenen Lebensumstände ändern. Sucht rechtzeitig Hilfe, telefoniert euch durch die möglichen Stellen und fachkundigen Personen und setzt Tiere niemals aus.

Bitte teilt diesen Beitrag, damit die Botschaft auch beim letzten verantwortungslosen Halter ankommt.

Vier Schlangen in Stoffsäcken an einer Garagenwand zurückzulassen, ist für mich völlig unverständlich. Die Tiere waren w...
28/09/2026

Vier Schlangen in Stoffsäcken an einer Garagenwand zurückzulassen, ist für mich völlig unverständlich. Die Tiere waren weder angemessen untergebracht noch vor den fallenden Temperaturen geschützt. Zum Glück wurden sie rechtzeitig entdeckt.

Wer Reptilien nicht mehr halten kann, muss sich vorher um eine geeignete Unterbringung bemühen. Es ist ja nicht so, dass es in Kärnten keine Anlaufstellen gibt, die im Notfall Tiere übernehmen oder bei der Vermittlung helfen können. „Reptilien Kärnten“ ins Handy tippen und die paar Stellen durchtelefonieren – das wäre zumindest der erste Schritt gewesen.

Solche Vorfälle schaden nicht nur den betroffenen Tieren. Sie fallen auch auf jene Halter zurück, die ihre Reptilien verantwortungsvoll versorgen. Verantwortung für ein Tier endet nicht, sobald man es selbst nicht mehr halten möchte.

Zum Glück schaute Nico genauer hin: Vier verdächtige Stoffsäcke in Klagenfurt entpuppten sich als tierischer Notfall. Darin befanden sich exotische Schlangen, für die jede weitere kalte Nacht gefährlich hätte werden können.

⚠️ Wichtige Info für Sonntag, 20.09.2026Aufgrund des Radrennens, das am Sonntag durch Villach führt, kommt es rund um un...
19/09/2026

⚠️ Wichtige Info für Sonntag, 20.09.2026

Aufgrund des Radrennens, das am Sonntag durch Villach führt, kommt es rund um unseren Betrieb zu umfangreichen Straßensperren, die teilweise über den gesamten Tag andauern.

Da die Zufahrt dadurch erheblich eingeschränkt bzw. zeitweise nicht möglich sein wird, bleibt The Living Museum am Sonntag, den 20.09.2026, geschlossen.

Vielen Dank für euer Verständnis! 🕷️🦂

The Living Museum Villach

🕷️ Heute stellen wir euch eine weitere Bewohnerin unseres Museums vor: Aphonopelma seemanniDie auch als Costa-Rica-Zebra...
16/09/2026

🕷️ Heute stellen wir euch eine weitere Bewohnerin unseres Museums vor: Aphonopelma seemanni

Die auch als Costa-Rica-Zebravogelspinne bekannte Art fällt besonders durch ihre hellen Streifen an den Beinen auf. Sie stammt aus Mittelamerika und gehört zu den bodenbewohnenden Vogelspinnen.

In der Natur lebt sie überwiegend in selbst gegrabenen oder vorhandenen Erdhöhlen und verbringt dort einen großen Teil ihrer Zeit. Besonders spannend: Weibchen können bei guter Haltung ein Alter von 20 Jahren oder mehr erreichen.

Wie viele amerikanische Vogelspinnen besitzt auch Aphonopelma seemanni sogenannte Brennhaare, die sie bei Bedrohung zur Verteidigung einsetzen kann.

Und obwohl sie auf unserem Foto ziemlich imposant wirkt, erreicht sie eine Beinspannweite von „nur“ ungefähr 10–13 cm. 😅

📍 Aphonopelma seemanni könnt ihr bei uns im The Living Museum Villach aus nächster Nähe beobachten.

The Living Museum Villach – Natur erleben, verstehen und mit anderen Augen sehen. 🕷️🦂

06/09/2026
29/08/2026
🦂 WUSSTEST DU SCHON?Genau wie Spinnen tragen auch Skorpione ihr Skelett außen am Körper.Sie besitzen ein sogenanntes Exo...
23/08/2026

🦂 WUSSTEST DU SCHON?

Genau wie Spinnen tragen auch Skorpione ihr Skelett außen am Körper.

Sie besitzen ein sogenanntes Exoskelett, das den gesamten Körper wie eine schützende Rüstung umgibt. Und auch hier gilt genau wie bei Spinnen: Diese Rüstung wächst nicht einfach mit.

Wird der Skorpion größer, muss er sich deshalb häuten und sein komplettes altes Außenskelett verlassen. Direkt danach ist der neue Panzer noch weich und empfindlich und muss erst wieder vollständig aushärten.

🕷️🦂 Spinnen und Skorpione haben also mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt.

Im The Living Museum Villach könnt ihr beide Tiergruppen aus nächster Nähe beobachten und noch viele weitere spannende Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken.

🕷️ WUSSTEST DU SCHON?Spinnen sind quasi der Hochadel unter den Tieren – denn sie haben tatsächlich „blaues Blut“! 👑😅Ande...
22/08/2026

🕷️ WUSSTEST DU SCHON?

Spinnen sind quasi der Hochadel unter den Tieren – denn sie haben tatsächlich „blaues Blut“! 👑😅

Anders als bei uns Menschen übernimmt bei Spinnen nicht das eisenhaltige Hämoglobin den Sauerstofftransport. Ihre Körperflüssigkeit, die sogenannte Hämolymphe, enthält stattdessen Hämocyanin.

Dabei spielt Kupfer eine wichtige Rolle – und in sauerstoffgebundener Form erscheint die Hämolymphe dadurch bläulich.

Also wenn euch das nächste Mal jemand von „blauem Blut“ erzählt:
Die Spinnen können es tatsächlich von sich behaupten. 👑🕷️

Im The Living Museum Villach könnt ihr diese außergewöhnlichen Tiere aus nächster Nähe beobachten und noch viele weitere überraschende Seiten der Welt der Spinnen entdecken.

Adresse

Wiesensteig 52
Villach
9500

Öffnungszeiten

Mittwoch 12:00 - 17:00
Donnerstag 11:00 - 17:00
Freitag 11:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

Telefon

+436602314699

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