10/08/2026
Als ich meine Arbeit im Hundesalon begonnen hab, hatten wir 2 Hochsaisonen, wo die Bude voll war. Ab März bis Juli, wo der Winterpelz runtermuss, und beginnend Ende Oktober bis gefühlt 3 Minuten, bevor das Christkind kommt. In der Hauptsache betrifft dies die Trimm - und Unterwollhunde, die 2 bis 3x pro Jahr kommen. Mit den Schneiderassenanwärtern geh ich eine intensivere Beziehung ein, die kommen alle 8 bis 10 Wochen zum feinimachen.
Nun, seit heuer haben wir eine 3. Hochsaison, den Sommer. Wo ich es früher lockerer angehen konnte und mal Zeit zum Durchatmen hatte, ging es heuer nahtlos weiter. Berge von Unterwolle, die den Hunden das Leben schwermacht, verzweifelte Hundemamis und -papis, die mich und meine Kolleginnen kontaktieren mit der Bitte um schnellstmögliche Hilfe. 14jährige Fellomis, die den Sommer ohne unsere sofortige Hilfe vielleicht nicht überleben würden. Hört sich drastisch an, ist aber genau so.
Und da bin dann noch ich. Keine nennenswerte Pause seit März. Ebenfalls wie jeder von uns unter der Hitze leidend. Meinen Urlaub vorn und hint einkürzend für Notfälle jedweder Art, man tut was man kann. Meine Regeneration zwischen den Arbeitstagen brauche ich dringend, ich arbeite mit Lebewesen, da muss einfach jede Sekunde vollste Konzentration vorherrschen.
Dass ich inzwischen exorbitante Wartezeiten für den nächsten freien Termin hab und zumindest heuer keine Neukunden mehr annehmen kann, tut mir immens leid, aber es würde meiner Gesundheit und in der Folge dem Wohlergehen meiner Kunden nicht zuträglich sein, würde ich noch weniger Selbstfürsorge betreiben. Seid mir bitte nicht gram, wenn ich euch zu diesem Zeitpunkt nicht helfen kann. Wir müssen in diesen fordernden Zeiten wirklich gut auf uns acht geben, um für die uns anvertrauten präsent sein können. 🙏
Foto: fertig, alle.