05/02/2026
Gibt es eigentlich „Winterblues“ bei Katzen? Ja, das gibt’s!
Lichtmangel beeinflusst den Hormonhaushalt unserer Tiere genauso wie unseren. Weniger Tageslicht bedeutet weniger Serotonin (Glückshormon) und mehr Melatonin (Schlafhormon). Das kann vor allem bei älteren Katzen für ein erhöhtes Schlafbedürfnis (ja, noch mehr als sonst!), Antriebslosigkeit und gesteigerten Appetit („Winterspeck“-Modus) sorgen.
Auf dem Foto seht ihr meinen eigenen Kater, Soki, mit 14 Jahren auch schon ein richtiger Opi. Mehrere Winter hatte ich Sorge um ihn, weil er mitten in der Nacht oft laut miaute, so wie ich es sonst nicht von ihm kannte. Das ist nun deutlich besser, seit er hat sich selbst sein ganz persönliches Wellness-Ritual geschaffen hat: Jeden Tag verbringt er mindestens 15 Minuten vor meiner Tageslichtlampe. Ganz von alleine, ohne Zutun, es scheint ihm einfach gut zu tun.
Was das bringt?
1. Serotonin-Boost: Das helle Licht (UV-frei!) kurbelt die Glückshormone an.
2. Tag-Nacht-Rhythmus: Es hilft, den Hormonhaushalt zu regulieren, was besonders bei dementen Senioren-Katzen Wunder wirken kann.
3. Wohlfühleffekt: Es simuliert das Sonnenbad auf der Fensterbank, das im grauen Februar oft fehlt.
Natürlich muss gegebenenfalls geprüft werden, ob diese„Schlappheit“ nur am Wetter liegt oder doch eine medizinische Indikation vorliegt, wie z.B. Schmerzen in den Gelenken, die sich bei feucht-kaltem Wetter verschlimmern können.
Ich habe schon starke Frühlingssehnsucht - Eure Samtpfoten auch? 🌷