30/09/2026
PROJECT KATANA #017 đșâšVom Tierheimwelpen zum Diensthund.
Heute sieht das Training ehrlich gesagt ziemlich unspektakulÀr aus:
Katana steckt ihren Kopf in eine Box â und ich werfe Futter hinein. đ
Das Ganze nennt sich Box Feeding, hĂ€ufig auch âDopamine Boxâ.
Aber warum macht man das ĂŒberhaupt?
In der ersten Session ist das Prinzip extrem simpel:
Kopf in der Box â dort kommt zuverlĂ€ssig Futter.
Ich möchte erstmal eine sehr starke Erwartung an genau diesen Kontext aufbauen.
Nimmt Katana den Kopf raus, passiert nichts.
Geht sie selbststÀndig wieder hinein, lÀuft die Futterquelle weiter.
Noch verlange ich weder lange Dauer noch Ablenkungen.
Interessant wird das Ganze erst spÀter.
Wenn der Hund das Prinzip verstanden hat, kann man nach und nach lĂ€ngere Phasen aufbauen, in denen der Kopf in der Box bleibt â zunĂ€chst mit weniger Futter, spĂ€ter auch wĂ€hrend unterschiedliche Reize auftreten.
Genau das sieht man ganz am Anfang kurz bei meinem Rottweiler:
Kopf bleibt in der Box, obwohl ich ihn berĂŒhre und mit dem Klapperstock arbeite.
Das ist natĂŒrlich ein deutlich fortgeschrittenerer Trainingsstand.
Box Feeding wird im Working-Dog- und Sporthundebereich unter anderem genutzt, um Dauer in einem Verhalten, Konzentration und VerhaltensstabilitÀt unter Ablenkung aufzubauen.
Je nach Trainingsziel kann man es spĂ€ter auĂerdem in Bereiche wie Handling, Desensibilisierung, Tracking, Geruchsarbeit oder Anzeigeverhalten ĂŒbertragen.
FĂŒr Katana interessiert mich besonders das Prinzip:
Eine Aufgabe beginnen und trotz zunehmender Umweltreize bei dieser Aufgabe bleiben.
Aber davon sind wir heute noch weit entfernt.
Tag 17 ist wirklich nur das Fundament:
Box sehen.âšKopf rein.âšFutter kommt.
Alles andere bauen wir darauf StĂŒck fĂŒr StĂŒck auf.
Tag 17 / 365
Habt ihr Box Feeding bzw. die âDopamine Boxâ schon einmal benutzt? đ
Folgt Katanas Weg, wenn ihr ihre Ausbildung Tag fĂŒr Tag mitverfolgen wollt.