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BoxerZukunft e.V. Herzlich Willkommen auf der Seite des BoxerZukunft e.V. für und über den Deutschen Boxer.

Wir freuen uns über euren Besuch und wünschen euch interessante Einblicke rund um die Zucht des Boxers.

20/09/2026

🐩 FRIDAY FACTS #37
❤️ MEHR ALS GENE – WAS DIE HÜNDIN IHREN WELPEN MITGIBT

Der Rüde liefert die Hälfte der Kern-DNA. Und doch beginnt der Einfluss der Hündin viel früher – und reicht weit über die Gene hinaus.

🧬 DIE ERSTE MITGIFT LIEGT IN DER EIZELLE
Neben der Hälfte der Kern-DNA erhält jeder Welpe von seiner Mutter die Eizelle mit ihrem Zellplasma und den Mitochondrien – den „Kraftwerken“ der Zellen. Die mitochondriale DNA wird bei Hunden nahezu ausschließlich mütterlich vererbt.

🤰 DIE UMGEBUNG VOR DER GEBURT
Im Mutterleib stellt die Hündin die gesamte Entwicklungsumgebung bereit. Gesundheit, Ernährung, Stoffwechsel, hormonelle Lage und Belastungen der Mutter können beeinflussen, unter welchen Bedingungen sich Organe, Gehirn und Stressregulation der Welpen entwickeln. Hier können auch epigenetische Prozesse eine Rolle spielen: Umweltbedingungen wirken darauf ein, wie Gene reguliert und abgelesen werden.

🍼 KOLOSTRUM: DER STARTSCHUTZ
Welpen kommen mit nur sehr geringem Antikörperschutz zur Welt. Erst über die erste Milch, das Kolostrum, nehmen sie mütterliche Antikörper auf. Gleichzeitig liefert es Energie und wichtige Nährstoffe. Frühes und ausreichendes Trinken ist deshalb entscheidend.

🦠 MIKROBIOM UND ERSTE UMWELT
Geburt, Hautkontakt, Lecken, Milch und unmittelbare Umgebung tragen zur frühen Besiedelung mit Mikroorganismen bei. Dieses Mikrobiom begleitet die Reifung von Verdauung und Immunsystem.

❤️ PFLEGE, WÄRME UND LERNEN
Die Hündin wärmt, säugt, putzt und beruhigt ihre Welpen. Ihr Lecken regt bei Neugeborenen sogar Harn- und Kotabsatz an. Später lernen die Welpen im Umgang mit ihr Nähe, Grenzen, Frustration, Kommunikation und schrittweise Selbstständigkeit.

Die Hündin gibt also nicht nur 50 Prozent der Kern-DNA weiter. Sie prägt auch die Bedingungen, unter denen neues Leben beginnt. Deshalb zählen in der Zucht nicht allein Abstammung, Titel und Genbefunde, sondern ebenso Gesundheit, Verhalten, Fürsorge und die Bedingungen rund um Trächtigkeit und Aufzucht.

Quellen:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7125514/
https://arxiv.org/abs/1607.01135

Wir erzählen euch mal etwas mehr über die Gesundheitsuntersuchungen, die wir bei unseren Hunden durchführen, und erkläre...
12/09/2026

Wir erzählen euch mal etwas mehr über die Gesundheitsuntersuchungen, die wir bei unseren Hunden durchführen, und erkläre auch, warum wir das tun. Eine ganze Reihe von Kürzeln und Testergebnissen sagt nicht viel aus, wenn man nicht weiß, was sie eigentlich bedeuten.

Fangen wir mit DM an – der Degenerativen Myelopathie.

DM ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das Rückenmark betrifft und schließlich zu Schwäche sowie Mobilitätsverlust in den Hinterbeinen führen kann. Es gibt eine bekannte genetische Variante, die mit DM in Verbindung gebracht wird und auf die wir testen können; dies liefert Züchtern eine weitere wichtige Information für die Wurfplanung.

Die Ergebnisse werden üblicherweise als „frei“ (Clear), „Träger“ (Carrier) oder „gefährdet“ (At Risk) angegeben.

Und genau hierauf möchten wir besonders hinweisen:

Ein Trägerhund ist nicht automatisch ein Hund, mit dem man niemals züchten sollte.

DM wird rezessiv vererbt; das bedeutet, dass ein Welpe die DM-Variante von beiden Elternteilen erben muss, um laut diesem Test genetisch gefährdet zu sein.

Eine Verpaarung von zwei „freien“ Hunden (Clear x Clear) bringt also „freie“ Welpen hervor.

Eine Verpaarung von einem „freien“ Hund und einem Trägerhund (Clear x Carrier) kann sowohl „freie“ Welpen als auch Trägerwelpen hervorbringen, aber keiner dieser Welpen wird zwei Kopien der getesteten DM-Variante erben.

Genau deshalb sind diese Tests so wichtig.

Bei Gesundheitsuntersuchungen geht es nicht immer darum, jeden Hund aus der Zucht auszuschließen, der eine genetische Variante in sich trägt. Es geht darum, zu wissen, womit man arbeitet, und auf dieser Basis verantwortungsvolle Zuchtentscheidungen zu treffen.

Ein Hund kann einen hervorragenden Körperbau, ein tolles Wesen, einen erstklassigen Stammbaum, eine gute Gesundheit und erhaltenswerte Eigenschaften besitzen – und dennoch eine Kopie eines rezessiven Gens tragen. Bei einer verantwortungsvollen Verpaarung mit einem „freien“ Partner muss ein solcher Trägerhund nicht aus der Zucht genommen werden.

Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel man in der Zucht lernen kann. Am Anfang war das alles Neuland für uns, aber je mehr wir uns damit beschäftigen, desto mehr lernen wir dazu – und wir entdecken jeden Tag Neues. Wir möchten niemals aufhören, uns weiterzuentwickeln oder glauben, wir wüssten schon alles. Unser Ziel ist es, ständig dazuzulernen, uns zu verbessern und die bestmöglichen Entscheidungen für unsere Hunde, unsere Welpen zu treffen.

Der Partner für genetische Untersuchungen ist Feragen

Pünktlich am 63. Tag, am 04.09.26 brachte JeiLo vd Alten Turbine die L Turbinen auf die Welt.1 gestromter und 5 gelbe Rü...
09/09/2026

Pünktlich am 63. Tag, am 04.09.26 brachte JeiLo vd Alten Turbine die L Turbinen auf die Welt.
1 gestromter und 5 gelbe Rüden, 2 gestromte und 3 gelbe Hündinnen.
Leider hat es die kleinste Hündin LucyLou nicht geschafft und ist am Sonntag ins Regenbogen 🌈 Land gewandert.
Keine Knickruten, Hasenscharten oder Gaumenspalten. Geburtsgewicht zwischen 400-550g.

Beide Elterntiere beim Labor Feragen getestet, DLA, gen. IK, ISAG, DM, Hämophilie. Desweiteren alle Zuchtrelevanten Untersuchungen.
Welpen werden bei der Wurfabnahme alle, auf alles bei Feragen getestet.
Welpen erhalten Ahnentafeln.
Alle Welpen sind vergeben.

Es läuft, Programm für Ahnentafel ist fertig…
28/08/2026

Es läuft, Programm für Ahnentafel ist fertig…

21/08/2026
19/08/2026

🐕 Läufigkeit, Kastration und Alternativen – wie denkst du darüber?
Wenn eine Hündin läufig wird, kommt schnell die Frage auf: kastrieren oder nicht? Sie kommt von Bekannten, von anderen Hundehalterinnen und Haltern, aus der Tierarztpraxis – und oft auch von einem selbst. Häufig wird dabei von „Sterilisation" gesprochen, gemeint ist aber meist die Kastration: die chirurgische Entfernung der Eierstöcke, gegebenenfalls zusammen mit der Gebärmutter. Bei einer Sterilisation werden lediglich die Eileiter abgebunden oder durchtrennt – sterilisierte Hündinnen werden weiter läufig, können aber nicht mehr tragend werden.

In einer Online-Umfrage möchten wir wissen: Welche Erfahrungen hast du mit der Läufigkeit deiner Hündin gemacht? Wie stehst du zur chirurgischen Kastration – und zu möglichen Alternativen? Deine Antworten helfen der tiermedizinischen Forschung, die Sorgen, Bedürfnisse und Herausforderungen von Tierhalter und Tierhalterinnen besser zu verstehen und künftig gezielter darauf eingehen zu können.

👉 Zur Online-Umfrage: https://survey.tiho-hannover.de/survey3/index.php/247373?lang=de

Die Teilnahme dauert 5 bis 10 Minuten.

Danke für deine Teilnahme! 🙏

13/08/2026

Quo Vadimus Boxerzucht,
genetische Vielfalt erhalten,
eventuell durch Einkreuzung?

Wir lassen unsere Gedanken frei laufen...

09/08/2026

Kastrationsanordnungen – Wissenschaft und Tierschutz dürfen nicht außer Acht gelassen werden

Aus aktuellem Anlass:

Derzeit werden wieder vermehrt behördliche Kastrationsanordnungen gegenüber Hundehaltern ausgesprochen. Dabei entsteht bisweilen der Eindruck, die Kastration sei ein unproblematischer Routineeingriff. Genau das wird jedoch durch die aktuelle wissenschaftliche Literatur in Frage gestellt.

Die Dissertation von Janine Wethkamp (2018) wertete die Daten von 6.686 Hunden aus 205 Hunderassen aus und bestätigt zahlreiche bereits bekannte Risiken einer Kastration.

Die Ergebnisse zeigen, dass kastrierte Hunde im Vergleich zu intakten Hunden signifikant häufiger unter bestimmten Erkrankungen leiden. Hierzu zählen insbesondere:

• Harninkontinenz, vor allem bei Hündinnen sowie bei großen und schweren Hunden,
• Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion),
• Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Darüber hinaus steigt das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter, Körpergewicht und Körpergröße. Für mehrere Rassen konnten besondere Risikokonstellationen festgestellt werden.

Besonders bemerkenswert ist die rechtliche und tierschutzethische Einordnung der Autorin:

Die prophylaktische Entfernung gesunder Geschlechtsorgane ist medizinisch nicht ohne Weiteres zu rechtfertigen. Gleichzeitig weist die Arbeit darauf hin, dass die Kastration durchaus ihre Berechtigung haben kann – etwa bei medizinischer Indikation oder zur Vermeidung unkontrollierter Fortpflanzung. Entscheidend ist jedoch, dass jede Entscheidung individuell getroffen werden muss.

Die Autorin kommt deshalb zu einem eindeutigen Fazit:

➡️ Die Kastration ist eine Einzeltierentscheidung.

Vor jeder Kastration müssen Nutzen und Risiken sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Der Tierhalter ist umfassend über mögliche gesundheitliche Folgen, rassespezifische Risiken sowie bestehende Alternativen aufzuklären.

⚖️ Auch aus juristischer Sicht ist dies von erheblicher Bedeutung.

Nach § 6 Tierschutzgesetz ist die Unfruchtbarmachung eines Wirbeltieres kein beliebiger Eingriff. Sie bedarf eines vernünftigen Grundes und muss am Wohl des einzelnen Tieres gemessen werden. Pauschale Lösungen werden diesem gesetzlichen Maßstab regelmäßig nicht gerecht.

Wer Kastrationen anordnet oder empfiehlt, sollte deshalb stets den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand berücksichtigen. Tierschutz bedeutet nicht nur, unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern – Tierschutz bedeutet ebenso, Tiere vor unnötigen operativen Eingriffen und vermeidbaren gesundheitlichen Risiken zu schützen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten Grundlage tierschutzrechtlicher Entscheidungen sein – nicht deren Ausnahme.

Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft: Ruth Pichler hat in wochenlanger Arbeit ein Analysetool zur automatisierten Aus...
29/07/2026

Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft: Ruth Pichler hat in wochenlanger Arbeit ein Analysetool zur automatisierten Auswertung von Boxer-Ahnentafeln entwickelt. Dieses ist - mit den bisher eingebrachten Daten gefüttert - bereits an der VetMed Uni Wien und bildet die Grundlage für die geplante SRMA-Genetikstudie. Dankeschön!🙏

Jetzt brauchen wir euch noch einmal! Wenn euer Boxer an SRMA erkrankt ist oder war, sendet bitte eine 5 ml EDTA-Blutprobe, die Ahnentafel eures Hundes und einen Befund/ Arztbericht an mich. Der Hund muss nicht aktuell erkrankt sein – untersucht wird der genetische Code. Wenn ihr bereits Blut eingeschickt habt, schickt bitte zusätzlich einen Befund/ Arztbericht, falls noch nicht gemacht. Eine Liquordiagnose ist keine Voraussetzung. Ansprechpartnerin für alle Fragen ist Heike Fahrenschon.

Das Blut wird bei FERAGEN gelagert. Kosten fürs Einlagern: einmalig 20€.
Wir können auch noch Blutproben gesunder Hunde brauchen. Im Idealfall sollten es Boxer mit Ahnentafel älter als 5 Jahre sein, die nie SRMA hatten. Diese Proben kommen in die Kontrollgruppe.
Besonders interessant wären Blutproben gesunder Wurfgeschwister von erkrankten Hunden.

Sämtliche Unterlagen werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich vom Forschungsteam eingesehen.
Ich betone ganz ausdrücklich: hier wird niemand angeschwärzt, hier werden auch keine neuen Zuchtverbote entwickelt. Es geht ausschließlich darum, den Ursachen der SRMA auf die Spur zu kommen, und in weiterer Folge einen Test zu entwickeln, der hilft, diese Krankheit in Zukunft in unserer Rasse vermeiden zu können.

Der erste Wurf in BoxerZukunft wurde am 03.07.2026 auf die Reise geschickt und laut Ultraschall erwartet die Züchterin v...
28/07/2026

Der erste Wurf in BoxerZukunft wurde am 03.07.2026 auf die Reise geschickt und laut Ultraschall erwartet die Züchterin von den Turbinenboxer Anfang September Welpen, nach Zorbas v.d. Lindwurmstadt und JeiLo v.d. Alten Turbine. Wir freuen uns riesig und sind sehr gespannt.

Mit dem L - Wurf wurde die 8te genetisch optimierte Verpaarung bei den Turbinenboxer auf den Weg gebracht.
Der genomische Inzuchtkoeffizient / Verwandschaftsgrad ist bei beiden Elterntiere festgestellt. Und stellt die tatsächliche Verwandschaft unabhängig der Ahnentafel dar.

Desweiteren wurde von beiden Elterntiere im Labor Feragen, ein DNA Abgleich hinterlegt. Die Blutprobenentnahme von DNA Abgleich, DLA und Inzuchtkoeffizient wurde von unseren Tierärzten bei gleichzeitiger Identitätskontrolle vorgenommen.

http://www.boxer-von-der-alten-turbine.de/?page=1&sid=0&title=News

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