26/09/2026
Dein Hund rastet bei Hundebegegnungen aus, also trainierst du Hundebegegnungen.
Klingt erstmal logisch.
Das Problem: Die Eskalation in normalen Alltagsbegegnung ist oft nur ein Symptom.
Wenn dein Hund beim Anblick eines anderen Hundes sofort fixiert, hochfährt oder kaum noch ansprechbar ist, bringt es euch häufig wenig, genau diese Situation immer wieder zu wiederholen.
Vielleicht liegt euer Trainingsschritt viel früher.
Erst auf Distanz wahrnehmen.
Dann gemeinsam in Bewegung bleiben.
Dann kontrollierte Nähe aushalten.
Und erst später eine ganz normale Begegnung im Alltag.
Wir bauen quasi erst das Fundament und danach das Dach.
Genau das musste ich auch mit Alwin lernen.
Ich habe lange gedacht:
Er hat Probleme mit Hundebegegnungen, also müssen wir Hundebegegnungen üben.
Heute frage ich viel früher:
Wo kann dieser Hund überhaupt lernen?
Was ist in diesem Erregungslevel noch möglich?
Und welcher nächste Schritt ist klein genug, dass wir wirklich weiterkommen?
Manchmal bedeutet gutes Training deshalb nicht, die schwierige Situation immer wieder zu üben.
Sondern herauszufinden, welche Fähigkeiten noch fehlen, damit sie irgendwann leichter werden kann.
Und jetzt interessiert mich:
Wo habt ihr schon viel zu lange nur am sichtbaren Symptom gearbeitet, obwohl das eigentliche Thema woanders lag?