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Hundetraining mea meb Mobiles Hundetraining und Verhaltensberatung Rostock. Bedürfnisorientiert, wissenschaftlich fundiert, fair.

28/09/2026

Cuja mag es gar nicht, als "Kampfhund" beleidigt zu werden. Zurecht! Denn der Begriff Kampfhund ist eine Stigmatisierung, ein Vorurteil, das Hunden bestimmter Rassen und deren Mixe auferlegt wird, um sie gefährlich wirken zu lassen. Dabei entscheidet nicht in erster Linie die Rasse, ob ein Hund "böse" oder "gefährlich"wird, sondern vielmehr das Umfeld, in dem er aufwächst und lebt.

Auch heute noch werden in den mristen deutschen Bundesländern viele Rassen als Kampf- oder Listenhund in Kategorien geteilt. Sie erhalten bestimmte Auflagen wie Maulkorb- oder Leinenpflicht und werden so mitunter stark in ihrer Bedürfnisbefriedigung und ihrer Umwelterkundung sowie ihrem Bewegungsspielraum eingeschränkt. Und auch gesellschaftlich ist der Ruf dieser Hunde oft nicht besonders gut. Hundehaltende nehmen ihre kleinen Hunde hoch, Menschen wechseln die Straßenseite.

Es wird Zeit, dass wir uns von diesen Narrativen verabschieden. Ein Hund ist nicht automatisch eine Gefahr, nur, weil wir ihn in diese Schublade stecken.

25/09/2026

Wir hatten mal wieder eine Hundebegegnung. Ein fremder Bullterrier stand vor einem Rostocker Supermarkt und sah in unsere Richtung. Ich bleibe mit Cuja stehen, um ihm einen Moment Zeit zum Bewerten der Situation zu geben und erkenne an seiner entspannten Körperhaltung und daran, dass er sich selbstständig vom Fremdhund abwenden kann, dass wir weitergehen können.

Zunächst läuft Cuja leicht links vor mir, schlägt auf Höhe des anderen Hundes dann aber eigenständig einen Bogen nach rechts ein und vergrößert damit die Distanz zum Fremdhund. So können wir ganz entspannt und an lockerer Leine die Begegnung meistern.

23/09/2026

Ich nutze häufig Futterstreuen als länger andauernde Belohnungssequenz oder als Beschäftigung auf einer unserer Gassiinseln. Wenn Cuja dann eine Weile schnüffelnd das Areal abgesucht hat, kommt er zu mir. Statt dann aber einfach mit ihm weiterzugehen, frage ich ihn grundsätzlich "Hast du alles gefunden?"

Das gibt ihm dann die Möglichkeit, nochmal den Bereich abzusuchen und Kekse, die er bislang vielleicht übersehen hat, aufzusammeln oder eben sicherzustellen, dass da wirklich kein Futter mehr liegt.

Checkt er dann erneut bei mir ein, gehen wir gemeinsam weiter.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

- Cuja lernt, dass er auch während der Futtersuche zu mir kommen kann und dass der Spaß dadurch nicht direkt vorbei ist.
- Zudem hat er durch dieses Ritual Entscheidungsfreiheit. Er darf wählen, ob er nochmal überprüfen möchte oder nicht.
- Er kann mir aktiv kommunizieren, wann er bereit ist, weiterzugehen und hat somit die Kontrolle über die Situation.

Habt ihr auch solche Rituale mit eurem Hund?

Gedanken zwischen zwei Gassigängen #05 Wusstest du schon? Das Gehirn unserer Hunden ist deutlich kleiner als das ihrer V...
20/09/2026

Gedanken zwischen zwei Gassigängen
#05 Wusstest du schon?

Das Gehirn unserer Hunden ist deutlich kleiner als das ihrer Vorfahren. Je nach Studie geht man von etwa 20 -30 Prozent Differenz aus.

Durch die Domestikation hat es sich stark reduziert. Warum? Das liegt unter anderem daran, dass sich die Hunde an ihre neue Lebenssituation angepasst haben. Statt gezielt auf die Jagd gehen zu müssen, bekommen sie ihr Futter aus dem Napf. Statt vor potentiellen Feinden auf der Hut sein zu müssen, werden sie auf dem Sofa bekuschelt.

Es ist für sie heute einfach nicht mehr eine solch große Gehirnleistung notwendig, wie es noch vor ein paar tausend Jahren der Fall war. Auch der geringere Selektionsdruck durch das Zusammenleben mit dem Menschen und die gezielte Zucht auf verringerte Aggressivität und Stressreaktion werden als mögliche Ursache vermutet.

Das ist übrigens kein Phänomen, das nur Hunde betrifft. Auch andere domestizierten Tiere haben im Vergleich zu ihren Vorfahren und wilden Verwandten ein verkleinertes Gehirn.

Wusstest du das schon?

16/09/2026

Wir haben mal wieder umrundet. Cuja hat da inzwischen richtig Spaß dran und inzwischen werden die Übungen auch etwas herausfordernder und komplexer. Ein bisschen Wuffen und Bellen darf natürlich auch nicht zu kurz kommen.

14/09/2026

Das Kegelspiel war eines der ersten Dinge, die Cuja bei mir lernen durfte, als er zu mir kam. Er neigt bei Stress und Übererregung dazu, wild loszurennen und in die Leine zu beißen, diese sogar durchzukauen. Ich brauchte also schnellstens eine Möglichkeit, ihn darin unterbrechen zu können. Sein Bedürfnis, in dem Moment seine Energie rauszulassen, wollte ich ihm aber dennoch nicht verwehren. So führte ich das Kegelspiel ein. Das Prinzip hat er extrem schnell verstanden und konnte sich dann auch zügig drauf einlassen, wenn er mal wieder "drüber" war. Bei der Ankündigung KEGELN stoppte er in der Bewegung, spuckte die Leine aus und sah mich erwartungsvoll an.

Mit der Zeit ließen diese Übersprungshandlungen nach und das Kegelspiel ist inzwischen nur noch selten ein Ventil für ihn. Stattdessen nutzen wir es beinah täglich während unserer Draußenzeit. Er liebt es, dem Keks hinterherzuflitzen. Und mich begeistert, dass dieses Tool so simpel, so anpassungsfähig und gleichzeitig so ergiebig ist.

11/09/2026

Wenn mich jemand fragt, woran man eigentlich eine gute Hundeschule erkennt, finde ich die Frage gar nicht so leicht zu beantworten.

Denn eine sympathische Website, schöne Videos oder viele gute Bewertungen können natürlich einen ersten Eindruck vermitteln. Aber für mich sagt das noch nicht besonders viel darüber aus, wie tatsächlich mit den Hunden gearbeitet wird.

Ich würde zum Beispiel darauf achten, ob eine Trainingsperson wirklich hinschaut:
Was zeigt dieser Hund gerade? Warum könnte er sich so verhalten? Ist er vielleicht überfordert? Und was können wir an der Situation verändern, damit Lernen überhaupt möglich wird?

Und ich würde auch ganz genau darauf achten, was passiert, wenn der Hund etwas nicht macht, was von ihm erwartet wird.

Muss er dann einfach „durch“? Oder wird geschaut, warum es gerade nicht funktioniert?

Genau darüber habe ich einen Blogartikel geschrieben: woran du eine gute Hundeschule erkennen kannst – und welche Dinge für mich echte Warnsignale sind.

Wenn du gerade auf der Suche nach einer Hundeschule bist oder dich einfach schon mal gefragt hast, worauf man dabei eigentlich achten sollte, schau gerne mal rein.

www.hundetraining-mea-meb.de/blog

Lasst mir gern ein Feedback da, ich freu mich.

10/09/2026

Heute war Wurmkur-Tag. Eigentlich wollte ich das als Anlass nehmen und ein kurzes Video aufnehmen, wie man die Tablettengabe so gestalten kann, dass der Hund einem die Dinge nicht direkt vor die Füße spuckt. Aber Cuja fand das überflüssig. Also gibts stattdessen heute ein Video von einer Wurmkurverabreichung. Mehr nicht. :D

07/09/2026

Kennst du das? Dein Hund schläft tief und plötzlich zucken die Pfoten, die Augen bewegen sich unter den Lidern oder er fiept ganz leise.

Keine Sorge, das ist nicht ungewöhnlich. Hunde haben, genau wie wir, eine sogenannte REM-Schlafphase (REM = „Rapid Eye Movement“). Das ist die Schlafphase, die beim Menschen besonders eng mit dem Träumen verbunden wird. Genau deshalb gehen Forscher*innen davon aus, dass auch Hunde träumen.

Wovon wissen wir nicht. Aber vermutlich verarbeitet das Gehirn Erlebnisse aus dem Alltag.

Was ich persönlich spannend finde? Wie unterschiedlich Hunde träumen. Meine Bjenna hat oft Grimassen geschnitten und sah teilweise echt "psycho" aus, mit ihren offenen, nach oben gerollten Augen. Manchmal hat sie leise und ganz niedlich gewufft. Meist gingen ihre Träume aber nur wenige Sekunden - sobald ich das Handy in der Hand hatte, war es schon wieder vorbei. Cuja träumt lauter und mit deutlich mehr Körperbewegungen. Dafür ist das Gesicht ruhiger. Er wufft dabei oft und teilweise auch ziemlich laut, häufig sogar von tiefem Knurren begleitet. Und er träumt sehr, sehr lange. Das höchste waren um die 5 Minuten.

Wie träumen eure Hunde?

05/09/2026

Ist das ein geiles Gefühl, wenn sich all die Anpassungen, die Umformulierungen, die Ergänzungen, all die Arbeit und Recherchen gelohnt haben und man nun endlich nicht mehr auf Seite 10 der Google-Suche herumdümpelt. 🥳🥳

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