08/10/2026
❤️ Liebe Tierrettungs Follower,
wir möchten euch heute einmal darüber informieren, wie wir mit unseren Einsatzberichten umgehen und welche Philosophie dahintersteht.
Leider wurde uns mehrfach vorgeworfen, dass wir durch unsere Art, Einsatzberichte zu schreiben, die Tierschutzarbeit zerstören oder in ein schlechtes Licht rücken würden.
Wir sehen das anders und möchten euch erklären, warum.
Als wir unsere Tierrettung gegründet haben, haben wir uns geschworen, Tieren in Not so gut zu helfen, wie wir es können. Genau das tun wir jeden einzelnen Tag.
Allein in diesem Jahr waren wir bereits bei 249 Einsätzen und 373 Stunden ehrenamtlicher Einsatzzeit im Einsatz.
Und dabei ist noch lange nicht alles erfasst.
Vieles, was wir täglich leisten, schreiben wir überhaupt nicht auf. Auch veröffentlichen wir aktuell längst nicht jeden Einsatz. Uns fehlt schlichtweg die Zeit, jeden einzelnen Einsatz entsprechend aufzubereiten.
Das wird sich zukünftig ändern, da wir inzwischen eine neue Social Media Beauftragte haben.
Warum unsere Einsatzberichte manchmal so drastisch sind
Unsere Berichte wirken vielleicht auf manche Menschen sehr krass.
Aber wisst ihr was?
Unsere Einsätze sind es teilweise auch.
Wir möchten nicht nur erzählen, dass wir ein Tier gerettet haben. Wir möchten auch zeigen, was wir vor Ort tatsächlich vorfinden.
Wir sehen tagtäglich schreckliches Tierleid.
Verletzte Tiere. Schwer kranke Tiere. Tiere, die leiden mussten. Tiere, die viel zu lange niemandem aufgefallen sind.
Und wir sind der Meinung, dass man diese Realität nicht schönreden oder weichspülen sollte.
Tierschutz bedeutet für uns auch Aufklärung.
Wenn wir nur schöne Bilder von geretteten Tieren zeigen würden, würde ein wichtiger Teil der Realität fehlen.
Niemand ist gezwungen, unsere Einsatzberichte zu lesen. Wer solche Bilder oder Berichte nicht sehen möchte, darf sie selbstverständlich überspringen.
Wir werden unsere Einsatzberichte aber auch weiterhin ehrlich und detailliert schreiben.
Zu dem Vorwurf, es sei unethisch, solche Tiere zu zeigen, sagen wir ganz klar:
Unethisch ist für uns nicht, dass wir über dieses Tier berichten. Unethisch ist, dass ein Tier überhaupt erst in einem solchen Zustand sein muss.
Uns macht es keinen Spaß, solche Tiere zu sehen.
Ganz im Gegenteil.
Auch wir müssen das, was wir bei unseren Einsätzen erleben, jeden Tag verarbeiten.
Auch wir sind nur Menschen. Wir haben Gefühle und Emotionen.
Und warum steht unter unseren Einsatzberichten unser Spendenkonto?
Auch dazu möchten wir etwas klarstellen.
Uns wurde vorgeworfen, dass wir unsere Spendenmöglichkeiten unter Einsatzberichten veröffentlichen würden, um uns zu bereichern oder Mitleid zu erzeugen.
Dazu können wir nur sagen:
Das ist schlichtweg lächerlich.
Wir werden nicht von einer Kommune oder einer Stadt finanziert.
Unsere Einsätze, unsere Ausrüstung, und viele weitere Dinge müssen finanziert werden.
Wir fahren täglich ehrenamtlich in Einsätze und tragen dabei laufende Kosten.
Die Spenden, die wir erhalten, sind für uns deshalb keine Möglichkeit, uns zu bereichern.
Sie sind notwendig, damit wir unsere Arbeit überhaupt leisten können.
Von den Spenden werden unter anderem Ausrüstung, Verbrauchsmaterialien und Tierarztkosten finanziert.
Ohne die Unterstützung unserer Spender wäre eine 24/7 Einsatzbereitschaft in dieser Form nicht möglich.
Wir können nicht innerhalb von zwei Minuten überall sein.
Aber wir können euch eines versprechen:
Wir lassen kein Tier, das unsere Hilfe benötigt, einfach zurück.
Wir sind eine Tierrettung
Und genau das sollte bei allen Diskussionen nicht vergessen werden.
Gesunde und unverletzte Tiere benötigen in der Regel keine Tierrettung.
Das bedeutet im Klartext:
Wir haben fast ausschließlich mit verletzten, kranken, hilflosen oder in Not geratenen Tieren zu tun.
Wir sehen jeden Tag Dinge, die andere Menschen hoffentlich niemals sehen müssen.
Für uns ist Tierschutz deshalb keine gelegentliche Tätigkeit nebenbei.
Wir betreiben unsere Tierrettung mit voller Leidenschaft und mit vollem Einsatz.
Wir werden auf weitere Vorwürfe dieser Art zukünftig nicht mehr reagieren.
Wir wollten euch aber einmal unsere Sichtweise erklären, damit ihr versteht, warum wir unsere Einsatzberichte so schreiben, wie wir sie schreiben, und warum wir unsere Arbeit so machen, wie wir sie machen.
Wir stehen zu unserer Arbeit.
Wir stehen zu unseren Einsatzberichten.
Und vor allem stehen wir zu den Tieren, für die wir jeden Tag losfahren.
❤️ Danke an jeden einzelnen Spender, Unterstützer und Helfer, der hinter uns steht.
Ohne euch wäre vieles von dem, was wir täglich leisten, nicht möglich.
Nur gemeinsam können wir Tieren helfen.
Eure
Tierrettung Lindhorst e.V. 🐾