16/02/2026
https://blaulichtreport-rlp.de/tollwut-bei-hund-in-rheinland-pfalz-nachgewiesen/ Tollwut
Das 1. mal seit Jahren ist in Deutschland wieder ein Tollwutfall aufgetreten. Und das ganz in der Nähe, nämlich im Hochdorf-Assenheim.
Der betroffene Hund war am 25. Januar verendet. Eine anschließende Untersuchung bestätigte eindeutig eine Tollwutinfektion. Nach Angaben der zuständigen Behörden war der Hund scheinbar legal aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland eingeführt worden, konkret aus Russland. Den mitgeführten Papieren zufolge soll das Tier zum Zeitpunkt der Einreise fast acht Monate alt gewesen sein, zudem soll es gechipt und gegen Tollwut geimpft gewesen sein und verfügte über einen Titer-Nachweis, der die Wirksamkeit der Impfung belegen sollte.
Die Untersuchung des verstorbenen Hundes ergab jedoch, dass das tatsächliche Alter bei der Einreise offenbar deutlich unter dem in den Dokumenten angegebenen lag. Somit ist dieser Hund offenbar mit gefälschten Papieren eingereist. Welpen dürfen frühestens im Alter von zwölf Wochen gegen Tollwut geimpft werden und erst ab einem Mindestalter von 15 Wochen in die Europäische Union einreisen.
Dieser Fall ist natürlich sehr tragisch für den Hund und seine Besitzer, aber erneut können wir nur davor warnen, Hunde aus unseriösen Quellen zu übernehmen, z.B. Online-Angebote mit zig verschiedenen Rassen von einem Anbieter, Übergabe auf einem Parkplatz, Elterntiere können nicht angeschaut werden, etc. Es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert. Und es wird sicher nicht auf Dauer ein Einzelfall bleiben. Tollwut ist IMMER tödlich, auch beim Menschen. Und es gibt sie nach wie vor weltweit, auch in europäischen Ländern, also in der unmittelbaren Nachbarschaft.
Hochdorf-Assenheim. Deutschland galt seit Jahren als frei von Tollwut bei bodenlebenden Tieren wie Hunden, Füchsen oder Wölfen. Nun ist im benachbarten Rheinland-Pfalz erstmals wieder ein bestätigter Fall bekannt geworden. In der Gemeinde Hochdorf-Assenheim wurde bei einem Hund Tollwut nachgewies...