Hundeschule- LuCanis

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Hundetrainerin / Tierpflegerin
Gassi Service
Mobile Hundeschule in München
Viele Jahre Erfahrung im Tierschutz
Willkommen ist jeder Hund und jedes Verhalten

09/10/2026

Teil II - hier merken wir schon einen kleinen unterschied- Rusty geht schneller ins Körbchen als im ersten Video.

Wir sind trotzdem noch mitten im Trainingsaufbau!

Rusty soll lernen, beim Ertönen der Türklingel selbstständig sein Körbchen aufzusuchen ganz ohne zusätzliches Kommando.

Was man im Video schön erkennen kann: Rusty hört die Klingel, braucht einen kurzen Moment und entscheidet sich dann selbstständig dafür, ins Körbchen zu gehen.

🧠 Was passiert hier lerntheoretisch?

Wir arbeiten mit operanter Konditionierung und positiver Verstärkung.

Das Klingelgeräusch soll nach und nach zu einem Signal für das gewünschte Verhalten werden. Rusty geht ins Körbchen und wird dort mit Futter belohnt.

Durch die wiederholte Verknüpfung lernt er, welches Verhalten sich beim Klingeln lohnt.

Wichtig: Wir befinden uns noch im Aufbau. Das Verhalten ist noch nicht automatisiert und muss später auch unter steigender Ablenkung gefestigt werden.

Unser Ziel: Die Türklingel kündigt nicht Aufregung an, sondern gibt Rusty eine klare, erlernte Handlungsalternative. 🐾

06/10/2026

Wir sind hier noch mitten im Aufbau.
Man sieht schön, wie er nach dem Klingeln kurz überlegt und sich dann selbstständig für den Weg ins Körbchen entscheidet.

Genau das wollen wir: Das Klingeln soll nach und nach zum Signal dafür werden, den eigenen Platz aufzusuchen. Dort wird das Verhalten positiv verstärkt.

Noch nicht perfekt. Noch nicht automatisiert. Aber die Verknüpfung entsteht.

Operante Konditionierung: Die Klingel wird zum Signal für das Verhalten ‚ins Körbchen gehen‘. Das selbstständig gezeigte Verhalten wird dort positiv verstärkt.

22/09/2026

Zähne zeigen. Knurren. Abstand fordern.
Das sind Bestandteile hündischer Kommunikation. Und es ist absolut in Ordnung, dass die Hündin hier eine Grenze zeigt.

Nicht jedes Drohverhalten bedeutet, dass ein Hund „böse“ ist.
Entscheidend sind Situation, Intensität und was vorher passiert ist.

Und gerade den Punkt mit dem Teilen würde ich aufgreifen: Ein Hund muss nicht automatisch jeden Liegeplatz, jede Nähe oder jede Ressource konfliktlos mit einem anderen Hund teilen. Gleichzeitig würde ich im Reel nicht pauschal sagen „die sollen das immer unter sich klären“ – denn je nach Hunden und Situation ist Management absolut sinnvoll.

Warum Hunde Grenzen setzen dürfen?
Weil Grenzen Kommunikation sind. Sie geben dem Gegenüber die Chance, zu reagieren, Abstand zu nehmen und Konflikte zu vermeiden.
Ich erlebe häufig noch, dass Hunde nicht kommunizieren dürfen..
ein „Böses“ Verhalten Knurren oder Zähne blecken wird häufig noch unter „nein das geht nicht - du musst das „teilen mit deinem Freund“
Nein muss er nicht.

Wie steht ihr dazu ?

09/09/2026

Warum geführter Sozialkontakt?

Sozialkontakt bedeutet nicht einfach: Leinen los und „die regeln das schon“.

Bei geführten Sozialkontakten werden Begegnungen bewusst begleitet, beobachtet und wenn nötig reguliert. Die Hunde bekommen Raum für Kommunikation, ohne dabei sich selbst überlassen zu werden.

Warum die Schleppleine?
Sie ermöglicht uns, ruhig und gezielt Einfluss zu nehmen, wenn Unterstützung notwendig wird
ohne dem Hund dabei seinen Bewegungs und Kommunikationsraum zu nehmen.

Denn Sozialkompetenz entsteht nicht durch möglichst viel Hundekontakt, sondern durch gute Erfahrungen, passende Sozialpartner und einen sicheren Rahmen.

Wir lassen Kommunikation zu – aber wir lassen die Hunde nicht allein damit. 🤍

Du möchtest deinen Hund besser im Kontakt mit Artgenossen kennenlernen und verstehen?
Dann melde dich gerne für eine unserer geführten Sozialkontaktstunden. 🐾

UND JEDER HUND IST WILLKOMMEN🤍

05/09/2026

Deckentraining | viele Wege führen zum Ziel.

Wie bei so vielen Dingen im Hundetraining gibt es auch beim Aufbau der Decke nicht den einen richtigen Weg.

Ich habe über die Jahre verschiedene Varianten kennengelernt und ausprobiert und dieser Aufbau hat sich für mich in der Praxis als einer der schönsten und effizientesten erwiesen.

Zu Beginn wird die Decke ganz bewusst positiv aufgebaut. Der Hund darf verstehen: Dieser Ort lohnt sich. Dabei arbeite ich zunächst mit Futter, bestätige das gewünschte Verhalten und schaffe eine positive Erwartung an die Decke.

Hat der Hund das Prinzip verstanden, wird die Futterunterstützung nach und nach reduziert. Gleichzeitig bekommt das Signal mehr Bedeutung und Verbindlichkeit.

Denn langfristig möchte ich nicht, dass der Hund nur deshalb auf seiner Decke bleibt, weil dort ständig Futter zu erwarten ist. Er soll verstehen, was seine Aufgabe ist: auf die Decke gehen, dort bleiben und auf die Freigabe warten.

Für mich ist das die perfekte Kombination aus positivem Aufbau, verständlichem Lernen und späterer Verbindlichkeit – und genau deshalb arbeite ich so gerne auf diese Weise.

20/08/2026

Ein zuverlässiges Aus-Signal gehört für mich zu den wichtigen Grundlagen, die bereits im Welpenalter etabliert werden dürfen.

Dabei geht es nicht darum, dem Hund etwas „wegzunehmen“ oder sich über ihn durchzusetzen. Vielmehr soll der Welpe lernen, einen Gegenstand auf ein eindeutiges Signal freiwillig freizugeben.

Gerade deshalb baue ich „Aus“ zunächst positiv und vorhersehbar auf:
Der Hund gibt ab – und über ein klares Start- bzw. Freigabesignal darf die gemeinsame Interaktion anschließend wieder beginnen.

So entsteht eine klare Kommunikation:

„Aus“ → Aktivität wird beendet.
Startsignal → Aktivität darf wieder aufgenommen werden.

Der Welpe lernt dadurch nicht nur die Bedeutung zweier unterschiedlicher Signale, sondern auch den Wechsel zwischen Aktivität, Unterbrechung und erneuter Freigabe.

Erst wenn dieses Verständnis vorhanden ist, können Bewegung, Erregung und Ablenkung schrittweise gesteigert werden.

Belohnung kann nicht nur Futter sein sondern auch das „wieder“ reinbeißen in die Beute.

Hier haben wir die Anfänge etabliert.

17/08/2026

Für ihn ist nichts selbstverständlich. 🤍

Als wir angefangen haben, war da kaum Orientierung. Futter draußen anzunehmen war schwierig. Autofahren kannte er nicht. Menschenmengen, Fahrräder, Autos und all die Reize unserer Welt haben ihn schnell überfordert.

Und heute, ein paar Monate später?

Er steigt ins Auto.
Er nimmt Futter.
Er sucht immer häufiger Orientierung bei mir.
Er kann an Fahrrädern und Autos vorbeigehen.
Er schafft Situationen, die vor ein paar Monaten noch undenkbar gewesen wären.

Für andere vielleicht Kleinigkeiten.
Für ihn sind es riesige Schritte.

Und genau solche Hunde zeigen mir immer wieder, wie besonders Entwicklung ist.

Lernen findet immer statt. 🤍
Nicht immer schnell. Nicht immer geradlinig. Aber Schritt für Schritt verändert sich etwas.

Wir sind noch lange nicht am Ziel – aber wenn ich sehe, wo wir gestartet sind und wo er heute steht, bin ich einfach stolz auf diesen Weg. 🐾

Er ist ein Tierheimhund – und sucht übrigens noch sein Zuhause 🐾

16/08/2026

Äußere Freiheit ist nicht alles innere Freiheit ist mindestens genauso wertvoll. 🐾🤍

Ein Gedanke, der meine Arbeit mit Welpen stark prägt, ist die Unterscheidung zwischen Innen und Außenorientierung.

Ein Welpe entdeckt seine Umwelt und das soll er auch.
Aber ich möchte nicht, dass er dabei früh lernt, sich immer stärker nach außen zu orientieren und seinen Menschen zunehmend auszublenden.

Deshalb beginnt Orientierung für mich nicht erst dann, wenn Probleme entstehen.

Ich möchte agieren, bevor ich reagieren muss.

Gerade im Welpenalter nutze ich die Orientierung, die der junge Hund von sich aus anbietet. Ich fange dieses Verhalten ein, verstärke es und entwickle daraus Schritt für Schritt eine verlässliche Zusammenarbeit.

Der Welpe darf erkunden. Er darf selbstständig werden. Er darf Außenreize wahrnehmen.

Aber sein Mensch sollte dabei nicht bedeutungslos werden.

Denn möglichst viel äußere Freiheit bedeutet für mich nicht automatisch Lebensqualität. Innere Freiheit entsteht auch dadurch, dass ein Hund gelernt hat, Reize wahrzunehmen, ohne ihnen ausgeliefert zu sein und sich weiterhin an seinem Menschen orientieren zu können.

Genau dafür lege ich im Welpenalter die ersten Grundlagen.

Nicht erst korrigieren, wenn Außenorientierung zum Problem wird.
Sondern früh Orientierung und Zusammenarbeit fördern.

Adresse

Grafing Bei Munich
85567

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Dienstag 08:00 - 18:00
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Donnerstag 08:00 - 18:00
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