Hufrehe- Hufbeschlag- Poschenrieder

Hufrehe- Hufbeschlag- Poschenrieder Spezialist auf
Pododermatitis aseptica deffusia
Klinische Formen der Hufrehe. Hufkrebs
Seminare Dr. phil.

Simon Michael Poschenrieder
staatlich geprüfter Hufschmied
Spezialisiert auf Hufrehe
Arbeitet am Gymnasium, Unterrichtsfach Ethik
Nachhilfelehrer für Latein und Mathematik
Chef der Beschlagsschmiede Poschenrieder

Bei einem Pferd mit akuter Hufrehe ist es wichtig, unnötige Bewegung zu vermeiden. Auch bei einem chronischen Hufrehever...
31/08/2026

Bei einem Pferd mit akuter Hufrehe ist es wichtig, unnötige Bewegung zu vermeiden. Auch bei einem chronischen Hufreheverlauf gilt. Wenn das Pferd erneut einen akuten Reheschub entwickelt, sollte es möglichst wenig bewegt werden. Entscheidend ist nicht allein, ob die Hufrehe chronisch ist, sondern ob aktuell eine schmerzhafte, akute Entzündung und eine erneute Schädigung des Hufbeinträgerapparates vorliegen. Entscheidend ist, dass es frei entscheiden kann, ob es steht, liegt oder sich bewegt. Ein Pferd sollte niemals zum Hinlegen gezwungen werden. Eine weiche, tiefe Einstreu kann ihm jedoch helfen, sich zu entlasten.

Was passiert bei Hufrehe im Huf?
Im Inneren der Hornkapsel liegt das Hufbein. Es ist nicht einfach in den Huf „hineingestellt“, sondern wird durch den sogenannten Hufbeinträger an der Vorderwand aufgehängt. Dieser besteht aus vielen ineinandergreifenden empfindlichen Blättchen der Lederhaut und hornbildenden Blättchen der Hufwand.
Diese Verbindung funktioniert ähnlich wie ein Klettverschluss oder wie zwei ineinandergreifende Kämme. Sie verteilt die Last und hält das Hufbein in seiner korrekten Position innerhalb der Hornkapsel.
Bei einer Hufrehe wird diese Verbindung durch Entzündungs- und Durchblutungsstörungen geschädigt. Die empfindlichen Strukturen schwellen an und können ihre Haltefunktion teilweise oder vollständig verlieren. ( Der Hufbeinträger ist buchstäblich gerissen/ zerrissen).Der Hufbeinträger ist dann nicht mehr stabil genug, um das Gewicht des Pferdes sicher zu tragen.

Warum kann Bewegung dann schaden?
Bei jedem Schritt wirken erhebliche Kräfte auf den Huf. Normalerweise werden diese Kräfte vom intakten Hufbeinträger aufgenommen. Ist dieser jedoch geschädigt, kann die Bewegung die verletzten Lamellen zusätzlich belasten.
Besonders problematisch ist die Spannung der tiefen Beugesehne. Sie zieht am unteren Rand des Hufbeins nach hinten. Wenn der Hufbeinträger seine Haltefunktion verliert, kann das Hufbein dadurch rotieren ,die Spitze des Hufbeins sinkt beziehungsweise kippt nach unten, oder sinken, das Hufbein bewegt sich innerhalb der Hornkapsel nach unten.
Vereinfacht gesagt: Das Hufbein hängt normalerweise sicher an einer stabilen Aufhängung. Wenn diese Aufhängung ausreißt, kann jeder weitere Schritt an den bereits geschädigten Verbindungen „ziehen“ und weiter reisen.Das ist vergleichbar mit einem schweren Gegenstand, der an einer beschädigten Wandhalterung hängt. Durch wiederholtes Rütteln wird die Halterung nicht geschont, sondern weiter zerstört.

Was geschieht in der Hornkapsel?
Die Hornkapsel bleibt zunächst äußerlich weitgehend unverändert. Innen kann sich jedoch die Position des Hufbeins verändern. Ich wünschte, die Hufkapsel wäre durchsichtig, damit Pferdebesitzer sehen könnten, was sich im Inneren eines an Hufrehe erkrankten Hufes abspielt. Der Hufbeinträger kann so schwer geschädigt sein, dass sich die Situation bildlich mit einer massiven Gewebeverletzung vergleichen lässt. Von außen ist davon oft nur wenig zu erkennen.
Würde man diese Vorgänge sichtbar sehen können, würden viele Pferdebesitzer vermutlich freiwillig auf jede unnötige Bewegung verzichten. Das gilt sowohl bei akuten erts Schüben und bei einem chronisch vorgeschädigten Huf, der sich erneut in einem akuten Reheschub befindet, braucht das Pferd vor allem Ruhe und konsequente Entlastung. Erzwungenes Laufen kann den bereits geschädigten Hufbeinträger zusätzlich belasten und eine weitere Rotation oder ein Absinken des Hufbeins begünstigen.
Das Pferd sollte deshalb nicht zum Bewegen gezwungen werden.Dadurch entstehen mehrere Probleme.
Die Hufwand und das Hufbein passen nicht mehr korrekt zueinander.
An der Vorderwand können sich die Lamellen weiter lösen.
Die Hufbeinspitze kann näher an die Sohlenfläche gelangen.
Im schlimmsten Fall drückt die Hufbeinspitze nach unten in Richtung Sohle.( Hufbeindurchbruch)
Die Blutzirkulation und die empfindlichen Gewebe im Huf können zusätzlich beeinträchtigt werden.
Später wächst die Hornwand häufig mit einer typischen verbreiterten oder unregelmäßigen Linie nach.
Ein anschauliches Beispiel ist ein Schuh mit herausgerissener Innensohle.( Mensch/ Schuhe).Von außen sieht der Schuh zunächst noch normal aus. Im Inneren sitzt die tragende Struktur jedoch nicht mehr dort, wo sie sein sollte. Wenn man mit diesem Schuh weiterläuft, wird die beschädigte Verbindung bei jedem Schritt stärker belastet.

Warum stehen viele Rehepferde trotzdem?
Das Stehen kann für das Pferd sehr schmerzhaft sein. Manche Pferde entlasten deshalb abwechselnd die Vorderbeine, stellen die Vorderbeine nach vorne oder verlagern das Gewicht nach hinten. ( Sägebockstellung)Andere legen sich hin, weil dadurch die schmerzenden Hufe zeitweise entlastet werden.
Liegen kann deshalb eine Entlastungsstrategie sein. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass jedes Rehepferd möglichst lange liegen sollte. Zu langes Liegen kann unter anderem Kreislaufprobleme, Druckstellen und Muskelschäden verursachen. Deshalb sollte das Pferd selbst wählen können, solange der Tierarzt nichts anderes anordnet.

Was ist im akuten Schub sinnvoll?
Bei Verdacht auf Hufrehe handelt es sich um einen tierärztlichen Notfall. Üblicherweise sind, abhängig von der Untersuchung, folgende Maßnahmen wichtig:
sofort den Tierarzt verständigen,
Bewegung auf ein absolutes Minimum beschränken,
das Pferd nicht zum Laufen, Wenden oder Verladen zwingen,
eine tief eingestreute, weiche Fläche anbieten,
die Hufe nach tierärztlicher Anweisung kühlen,
Schmerzmittel und weitere Behandlung nur nach tierärztlicher Vorgabe,
Röntgenbilder anfertigen lassen, um Rotation oder Absinken des Hufbeins zu beurteilen,
Fütterung und mögliche Auslöser umgehend tierärztlich prüfen lassen.
Zusätzlich sollte ein qualifizierter Hufexperte hinzugezogen werden. Er oder sie kann den Huf fachgerecht beurteilen und gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt geeignete Maßnahmen zur Entlastung und Stabilisierung des Hufes festlegen. Die Diagnose und medizinische Behandlung der Hufrehe gehören jedoch in tierärztliche Hände.

Hier sind noch einige Bilder von Hufrehefällen aus den vergangenen Tagen.

Ein paar persönliche WorteMeine Seite dient ausschließlich der Information. Sie soll zum Stöbern und Nachdenken einladen...
13/08/2026

Ein paar persönliche Worte

Meine Seite dient ausschließlich der Information. Sie soll zum Stöbern und Nachdenken einladen. Was man davon annimmt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Schulterklopfen brauche ich nicht und ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass meine Sichtweise die einzig richtige ist. In der Hufbranche gibt es viele gute Kolleginnen und Kollegen.
Vor über 30 Jahren sagte mir ein Kollege in England, David Nicols, etwas, das sich tief in mir eingeprägt hat.

"Es ist nicht wichtig, dass jemand denkt, er sei besonders gut. Das scheint ein typisches Hufschmiedeproblem zu sein. Wichtig ist allein, dass man von jedem lernen kann, offen bleibt und dem Pferd den größtmöglichen Komfort bietet."

Daran halte ich mich bis heute. Lob wird in dem Moment zweitrangig, in dem das Pferd zeigt: „Das ist aber überhaupt nichts für mich.“ Dann muss man bereit sein, weiterzudenken und weiterzulernen. Was für ein Pferd gut funktioniert, kann für ein anderes weniger geeignet sein.
Wenn ich persönlich nicht weiterkomme, wende ich mich grundsätzlich an Dr. Mark Caldwell oder Prof. Dr. Hans Castelijn. beides Hufschmiede in jeder Ihrer Zellen, meine Lehrer und Mentoren seit Jahrzehnten.

Miteinander statt gegeneinander

Warum ich die Kommentarfunktion unter vielen meiner Beiträge deaktiviert habe, hat nichts mit Feigheit zu tun. Ich kann in meinen Beiträgen nicht erkennen, dass ich gegen andere austeile. Es geht mir vielmehr darum, sachlich zu informieren.
Nein, ich halte mich nicht für den „Gott der Hufschmiede“. Ich bin lediglich ein kleines Glied in einem riesigen Rad. Es wäre schön, wenn das auch so verstanden würde.
Was ich allerdings überhaupt nicht ausstehen kann, sind Schmiede, die sich für die Allerbesten halten, obwohl fachlich wenig dahintersteckt, außer vielleicht, dass den Pferden geschadet wurde. Wir Kolleginnen und Kollegen sollten miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Und zwar immer im Sinne des Pferdes.
Erst kürzlich habe ich einen Barhufer abgegeben, weil ich überzeugt war, dass er bei einer Hufpflegerin, die sehr gute Arbeit leistet, besser aufgehoben ist als bei mir. Für mich ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung gegenüber dem Tier.
Worauf ich allerdings großen Wert lege, ist eine fundierte Ausbildung. Denkt einmal darüber nach: Wir alle haben Berufe, ganz gleich, ob wir Akademiker oder Handwerker sind. Mussten wir dafür nicht eine Lehre oder ein Studium absolvieren?
Ich bin nicht nur Handwerker, sondern auch Akademiker. Außerdem lese ich sehr viel, einfach weil mich vieles interessiert. So beschäftige ich mich beispielsweise gern mit den Publikationen und Büchern des Hirnforschers Prof. Dr. Manfred Spitzer. Ich gehe schließlich auch nicht einfach hin und operiere am offenen Gehirn, obwohl ich bei so manchem vielleicht tatsächlich gern einmal nach dem Verstand suchen würde. Ihr wisst sicher, was ich meine.

Das Pferd steht im Mittelpunkt

Zum Abschluss möchte ich noch ein Video einer sehr schönen Isländerstute teilen, die seit Februar an Hufrehe leidet. Ich war vor wenigen Tagen,zum ersten Mal bei ihr. Inzwischen läuft die Stute wieder.
Damit möchte ich noch einmal zeigen, was mir am allerwichtigsten ist. Das Pferd ,nicht die Kommentare. Ja und es gibt auch Rückschläge, darauß kann man am meisten lernen . „Aus Rückschlägen entstehen oft die wertvollsten Erkenntnisse , vorausgesetzt, man ist bereit, hinzusehen, daraus zu lernen und weiterzudenken.“
Ich weiß, wer ich bin und was ich kann. Genauso weiß ich, was ich nicht kann. Wenn ich nicht weiterkomme, hole ich mir Unterstützung . Fertig.
Meine Erfahrung und mein Wissen im Umgang mit Hufkrebs und Hufrehe sind über die Jahre gewachsen ,vielleicht umfangreicher als bei vielen anderen, vielleicht in manchen Bereichen aber auch weniger umfassend. Beides gehört zu einer ehrlichen und verantwortungsvollen Arbeit.
Ich arbeite nicht nach Schema F. Das würde bedeuten, dass ich den Kolleginnen und Kollegen, denen ich über Jahrzehnte hinweg begegnet bin, nicht zugehört und nichts von ihnen gelernt hätte. Genau das wäre falsch. Jede Begegnung, jeder Fall und jede Erfahrung kann neue Erkenntnisse bringen. Entscheidend ist, offen zu bleiben und immer nach der bestmöglichen Lösung für das Pferd zu suchen.

02/08/2026

Strafanzeige wegen Verleumdung, übler Nachrede und bewusster Verbreitung falscher Tatsachen.
Gegen Moritz Straub.
Die von Herrn Straub getätigten Aussagen sind nachweislich unwahr und stellen eine gezielte Diffamierung meiner Person dar. Diese falschen Behauptungen erfüllen den Tatbestand der Verleumdung und üblen Nachrede und sind strafrechtlich relevant.
Darüber hinaus bitte ich darum, dieses Schreiben weitreichend zu verbreiten, da es von großer Bedeutung ist, derartige Verleumdungen öffentlich zu machen und diesem Verhalten endlich Einhalt zu gebieten.
Entschuldigung, dass ich das Schreiben der Strafanzeige wieder entfernt habe. Mir ist erst im Nachhinein aufgefallen, dass in der Anzeige auch die Adresse einer weiteren Person genannt wird, die ebenfalls Anzeige erstattet hat. Dies habe ich leider übersehen, wofür ich mich ausdrücklich entschuldige.
Trotzdem steht für mich fest. Die Anzeige läuft und ich werde mich nicht vorschreiben lassen, wie ich zu denken oder zu handeln habe. Ich stehe jederzeit zu meinen Überzeugungen und meinen Handlungen, sowohl in Wort als auch in Bild und übernehme voll und ganz die Verantwortung dafür.

Hier seht ihr eine Arbeit des selbsternannten „Gottes der Hufschmiede“, Moritz Straub. Ich werde nicht aufhören, vor die...
26/07/2026

Hier seht ihr eine Arbeit des selbsternannten „Gottes der Hufschmiede“, Moritz Straub. Ich werde nicht aufhören, vor diesem Typen zu warnen. Es ist mir völlig egal, ob da draußen jemand ist, der ihn für so toll hält. Fakt ist. Er redet nicht nur dumm und dreist daher, sondern hat auch keine Ahnung von seinem Handwerk. Er hat weder eine Ausbildung noch ein Studium absolviert. Eine fundierte Ausbildung ist das Fundament für jeden Beruf, den man ausübt. Wie sich jemand in seinem Beruf entwickelt, ist eine andere Sache. In jedem Beruf gibt es gute und weniger gute Fachleute, das ist völlig normal und legitim. Aber jemanden ohne jegliche Ausbildung zu akzeptieren, lehne ich grundsätzlich ab.
Jedenfalls konnte ein Kollege Erste Hilfe leisten und das Pferd bis zur Klinik notversorgen. Nach meinem letzten Stand befindet sich das Pferd in tierärztlicher Obhut und wird bestens versorgt. Auch ein anderes Pferd, das Moritz Straub mit Hufkrebs behandelt hat, befindet sich jetzt in einer Pferdeklinik, wurde notoperiert und ist langsam auf dem Weg der Besserung.
Ich werde nicht aufhören, vor solchen Pfuschern zu warnen und warum? Ganz einfach. Ich gebe, so wie viele meiner Berufskollegen, den Pferden eine Stimme, weil wir Pferde lieben.

Warum ist eine Ausbildung, egal ob Studium oder handwerklich, so wichtig? Eine qualifizierte Ausbildung vermittelt das notwendige Fachwissen, praktische Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein.
Für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere ist es entscheidend, dass Hufschmiede oder Hufbearbeiter eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen können. Die Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen sind nicht ohne Grund da, sie vermitteln das notwendige Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten, die für eine fachgerechte Hufbearbeitung unerlässlich sind. Darüber gibt es nichts zu diskutieren.
Ein Tierarztstudium dauert in Deutschland in der Regel mindestens sechs Jahre, inklusive Praktika und dem Staatsexamen. Einfach so „Tierarzt spielen“, wie es besagte Person tut, ist absolut inakzeptabel und gefährdet das Wohl der Tiere. Der Beruf des Tierarztes ist gesetzlich geschützt, um sicherzustellen, dass nur qualifizierte Fachleute mit entsprechender Ausbildung und Zulassung tiermedizinische Behandlungen durchführen dürfen.
Der rechtliche Schutz des Tierarztberufs ist im § 1 des Tierärztegesetzes (TierärztG) verankert. Dort heißt es, dass nur Personen, die die staatliche Tierärztliche Prüfung bestanden haben und in das Tierärztliche Berufsregister eingetragen sind, berechtigt sind, tierärztliche Tätigkeiten auszuüben.

"PUNKT"

In Deutschland dürfen laut § 11 Absatz 1 des Hufbeschlagsgesetzes nur ausgebildete Hufschmiede am Pferd arbeiten. Diese gesetzliche Regelung dient dem Schutz der Tiere und stellt sicher, dass nur qualifizierte Fachleute diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen.

Es ist wichtig, diese Regeln zu respektieren und nur ausgebildeten Hufschmieden, oder gut ausgebildetetn Hufbearbeitern mit Abschluss zu vertrauen zum Schutz unserer Pferde.
Grundsätzlich arbeite ich immer für das Wohl der Pferde, denn ich liebe diese Tiere von ganzem Herzen. Wie schon Heinz Rühmann sagte: „Pferde sind keine Dinge, sie sind Lebewesen mit Herz und Seele.“

Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle öffentlich bei Hufschmied Stefan Haugwitz bedanken. Ich werde zwar nur zw...
12/07/2026

Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle öffentlich bei Hufschmied Stefan Haugwitz bedanken. Ich werde zwar nur zwei Tage im Krankenhaus sein, darf danach aber nicht schwer heben oder längere Zeit in gebückter Haltung arbeiten. Deshalb übernimmt Stefan nun die Betreuung eines Rehepferdes, das kurz vor meinem Krankenaufenthalt hereingekommen ist.
Die Pferde, die derzeit auf Station stehen, werden selbstverständlich weiterhin voll und ganz versorgt, dafür ist bestens gesorgt, und ich werde ja auch bald wieder da sein.
Ich arbeite seit langem mit verschiedenen Tierärzten zusammen und werde auch weiterhin Fälle übernehmen. Umso schöner ist es, einen Kollegen wie Stefan an meiner Seite zu wissen, der nicht nur bereit ist, einzuspringen, sondern auch ein äußerst fähiger und kompetenter Hufschmied ist. Ich finde, es ist wichtig, dass wir als Kollegen zusammenarbeiten und Stefan hat mein vollstes Vertrauen.

Wenn man sich die unteren Bilder anschaut, wie eine Hufrehebearbeitung nicht aussehen sollte, wird klar, wie wichtig fachkundige Arbeit ist. Stefan leistet hervorragende Arbeit, und ich halte sehr viel von ihm.
Bei Hufschmied Haugwitz seid ihr also in besten Händen. Ganz öffentlich nehme ich hiermit alle Zweifel weg.

Hallo zusammen,ich möchte euch heute offiziell mitteilen, dass ich mich als Hufschmied zurückziehen werde. Künftig betre...
05/07/2026

Hallo zusammen,

ich möchte euch heute offiziell mitteilen, dass ich mich als Hufschmied zurückziehen werde. Künftig betreue ich nur noch meine allerliebsten Kunden, diejenigen, die von Anfang an bis heute bei mir sind. Bei einigen dieser Kunden übernehme ich weiterhin die Hufbearbeitung ihrer Pferde und bei manchen ist inzwischen bereits die neue Generation an Pferden da.
Für die Tierärzte, mit denen ich seit Jahren eng zusammenarbeite, werde ich weiterhin Fälle übernehmen. Die stationäre Hufstation bleibt bestehen, und dort können nach wie vor Pferde mit Hufkrankheiten aufgenommen werden.
Ich bin jetzt 60 Jahre alt und möchte nicht mehr bis zum Lebensende so schwer körperlich arbeiten. Jeder meiner Kollegen weiß, dass unser Beruf nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern auch körperlich extrem belastend ist. Meine Wirbelsäule wurde bereits 2022 versteift, und damals wurde mir schon nahegelegt, den Beruf als Hufschmied aufzugeben. Aber ich habe weitergemacht,so wie ich eben bin. Nun geht es nicht mehr.
Ab Oktober 2026 werde ich an zwei Tagen und einem halben Tag an einer Hochschule in München arbeiten und dort Rechts- und Geschichtsphilosophie lehren. Bereits seit nunmehr vier Jahren unterrichte ich an einer anderen Hochschule im Abenseminar. Außerdem gebe ich seit einiger Zeit Nachhilfe in Deutsch, Latein und Englisch bis zur Oberstufe und konnte diesen Bereich sehr gut ausbauen. Mir wird also nicht langweilig.
Glaubt mir, die jungen Hufschmiede kommen genug nach, und für mich ist es endlich Zeit, den letzten Weg meines Lebens zu gehen. Mein Fokus liegt jetzt vor allem auf dem Lehren.
Wenn Patienten in die Hufstation kommen, werde ich weiterhin mein Bestes für diese Pferde geben. Nur das mobile Ausfahren möchte ich nicht mehr machen, außer für meine langjährigen Kunden, denen ich das schuldig bin. Alle paar Wochen meinen alten Beruf als mobiler Hufschmied auszuüben, das geht noch.

Hier ein paar Bilder.

Bei der Behandlung von Pferden mit chronischer Hufrehe sehe ich meine Aufgabe darin, den Tieren größtmöglichen und vor a...
04/07/2026

Bei der Behandlung von Pferden mit chronischer Hufrehe sehe ich meine Aufgabe darin, den Tieren größtmöglichen und vor allem machbaren Komfort zu ermöglichen. Dabei geht es nicht nur um eine einfache Hufbeschlag, oder Klebetechnik, wie sie leider in vielen Fällen oft unreflektiert angewendet wird. Das bloße Aufkleben oder Aufnageln von Materialien reicht bei weitem nicht aus.Eine korrekte Hufbearbeitung ist das A und O. Nur so kann eine echte Entlastung des Hufs erreicht werden. Häufig beobachte ich, dass irgendetwas einfach draufgeklebt wird ,ohne Rücksicht auf die individuelle Situation des Pferdes. Nur weil ein Produkt beispielsweise „Reheduplo“ heißt, bedeutet das nicht automatisch, dass ein positiver Effekt erzielt wird. Ganz im Gegenteil. Selbst wenn man pures Gold unter die Hufe anbringen würde, nützt das nichts, wenn die Hufbearbeitung nicht stimmt.
Der erste wichtige Schritt ist ein aktuelles Röntgenbild. So kann genau erkannt werden, was im Huf vor sich geht. Liegt eine Hufbeinrotation vor? Oder eine Hufbeinabsenkung? Oder vielleicht sogar beides? Hat sich bereits eine Hufbeinkrempe gebildet? wie sieht das Sohlenbild aus. Diese Faktoren sind entscheidend, um eine korrekte und individuelle Hufbearbeitung zu gewährleisten.
In diesem Fall ist es sehr positiv, dass die behandelnde Tierärztin das Pferd vor und nach der Bearbeitung per Bildgebung kontrolliert. Denn in den Huf hineinzuschauen ist für uns nicht möglich, ich kann das jedenfalls nicht. Dank dieser sorgfältigen Vorgehensweise läuft das Pferd jetzt deutlich besser, und es konnte ihm nachhaltig geholfen werden.

Bei der Erkrankung Hufrehe (auch Laminitis genannt) können am Huf des Pferdes verschiedene Komplikationen auftreten, die...
08/06/2026

Bei der Erkrankung Hufrehe (auch Laminitis genannt) können am Huf des Pferdes verschiedene Komplikationen auftreten, die das Wohlbefinden und die Bewegungsfähigkeit des Tieres stark beeinträchtigen. Eine der häufigstens Komplikationen sind Hufabszesse, die oft im Zusammenhang mit der Hufrehe entstehen. Durch die Entzündungen im Hufgewebe können sich schmerzhafte Abszesse bilden, die oft eine chirurgische Behandlung erfordern, um die Schmerzen zu lindern und eine Heilung zu ermöglichen.

Das ist die Eseldame, die im letzten Jahr schwer an Hufrehe erkrankt ist. Eigentlich ist sie eine chronische Hufrehe-Pat...
24/05/2026

Das ist die Eseldame, die im letzten Jahr schwer an Hufrehe erkrankt ist. Eigentlich ist sie eine chronische Hufrehe-Patientin und litt über viele Jahre hinweg unter dauerhaften Schmerzen. Im letzten Jahr wurde ihr Zustand so schlimm, dass sie nur noch lag.Ich wurde hinzugezogen und konnte sie im Liegen entlasten, sodass sie aus den akuten Schmerzen herauskam.
Sehr langsam, und damit meine ich wirklich sehr langsam, begann ihre Genesung. Heute erfreut sich die Dame bester Gesundheit, mischt die restliche Eseltruppe ordentlich auf, wie mir berichtet wurde. Sie benötigt jetzt keine orthopädischen Maßnahmen mehr, wie zum Beispiel eine spezielle Hufrehe-Beklebung. Diese hat sie zweimal getragen, danach einmal einen Hufrehe-Beschlag, und jetzt trägt sie wieder normale Eisen.
Mit der Zucht ist es natürlich vorbei, das versteht sich von selbst. Aber als Kinderreit- und Therapieesel, passt das wunderbar.

Man muss sich bei Hufrehe-Tieren, in diesem Fall Esel, immer bewusst sein: Einmal Hufrehe, immer Hufrehe. Ich vergleiche das gerne mit Alkoholsucht beim Menschen. Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker, auch wenn Alkoholiker jahrelang trocken sein können, werden sie bei einem Fehltritt rückfällig .So verhält es sich auch mit der Hufrehe. Die Tiere können oft über Jahre stabil sein, aber wichtig ist, nicht in alte Muster zurückzufallen, wie zum Beispiel übermäßiges oder falsches Futter. Man muss bei diesen Tieren besonders vorsichtig sein und gut auf sie achten.

Was ich unbedingt betonen möchte. Solche Fälle ( Hufrehefälle im allgemeinen), sind bis zur Ausheilung mit hohen Kosten verbunden und erfordern sehr viel Geduld vom Pferdebesitzer. Wer weder Geld noch Geduld mitbringt, sollte überlegen, ob er das Tier nicht besser einschläfern lässt.
Es macht keinen Sinn, wenn wir Hufbearbeiter und Tierärzte viel Arbeit und Zeit investieren und dann die Tiere aus Mangel an Geduld eingeschläfert werden. Man sollte sich von Anfang an bewusst sein, dass eine Behandlung oft eine langwierige Angelegenheit ist.

Außerdem bringt es nichts, Hufbearbeiter an das Tier zu lassen, die keine Ahnung haben. Jahrelange falsche Bearbeitung erschwert die Behandlung erheblich, und in vielen Fällen können selbst die besten Hufbearbeiter oder Tierärzte dann nicht mehr helfen.

Noch zwei Plätze frei für die Behandlung von Hufkrebs und/ oder Hufrehe  Jetzt Termin sichern!Hufkrebs und Hufrehe sind ...
20/05/2026

Noch zwei Plätze frei für die Behandlung von Hufkrebs und/ oder Hufrehe

Jetzt Termin sichern!

Hufkrebs und Hufrehe sind ernsthafte Hufkrankheiten, die das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes massiv beeinträchtigen können. Eine frühzeitige und fachgerechte Behandlung ist entscheidend, um dauerhafte Schäden zu vermeiden und die Lebensqualität Ihres Pferdes zu erhalten.

Warum ist eine ordnungsgemäße Behandlung so wichtig?

Hufkrebs ist eine schmerzhafte Entzündung am Huf, die unbehandelt zu tiefen Gewebeschäden und chronischen Problemen führen kann. Nur durch gezielte Therapie und regelmäßige Kontrolle kann die Erkrankung eingedämmt und eine Heilung ermöglicht werden. Hufkrebs ist sehr gut heilbar.Auf dieser Seite können Sie beeindruckende Fallbeispiele schwerer Hufkrebs-Erkrankungen in Wort und Bild ansehen. Alle meine Patienten kehren pünktlich nach etwa 8 Wochen mit kerngesunden Hufen zurück nach Hause. Bis heute erfreuen sich diese Pferde bester Gesundheit und Lebensqualität.

Hufrehe ist unteranderm eine Stoffwechselerkrankung, die zu Entzündungen, Zerstöhrung des Hufbeinträgers und Durchblutungsstörungen im Huf führt. Hufrehe entwickelt sich oft schon lange bevor die ersten Symptome im Huf sichtbar werden. Sie entsteht niemals einfach so, immer geht ein Auslöser voraus. Häufigste Ursache ist die falsche Fütterung der Pferde.( Schüsselchen hier, Schüsselchen da). Auch Banane sehe ich oft. Das sind ja alles Affen usw. höhrt auf damit.Ich frage mich wirklich, warum das so oft passiert. Liebe Pferdefreunde, das ist keine richtige Tierliebe! Übergewicht und falsche Ernährung führen zu großem Leid, wenn die Hufrehe schließlich ausbricht und das muss nicht sein.
Hört auf eure Pferde und füttert sie artgerecht und gesund. So könnt ihr das Risiko für Hufrehe deutlich reduzieren und euren Pferden viel Schmerz und Qual ersparen. Sie verursacht starke Schmerzen und kann bei falscher Behandlung zu dauerhaften Hufverformungen oder sogar chronischen Lahmheiten führen.

Ihre Vorteile bei einem stationären Aufenthalt bei uns.

Wir arbeiten eng mit einem äußerst kompetenten Tierärzteteam zusammen, das die Pferde während ihres Aufenthalts bei Bedarf, bei uns stets medizinisch überwacht und umfassend betreut. So gewährleisten wir eine optimale Versorgung und bestmögliche Heilungschancen.

Betreuung durch erfahrene Spezialisten .
Individuell angepasste Therapien und regelmäßige Kontrolle des Heilungsverlaufs
Schonende Hufpflege und optimale Hufbearbeitung während der gesamten Behandlungsdauer
Entlastung für Sie und Ihr Pferd,wir kümmern uns intensiv und professionell

Nutzen Sie die Chance, Ihrem Pferd die bestmögliche Versorgung zu bieten. Unsere Kapazitäten sind begrenzt ,sichern Sie jetzt einen Platz für die Behandlung von Hufkrebs und Hufrehe!

Kontaktieren Sie uns noch heute und geben Sie Ihrem Pferd die Pflege, die es verdient.

Bild:
Das ist Sissi. Sie ist nun seit einer Woche bei mir und ihr Zustand verbessert sich langsam, aber stetig. Bei Hufrehe ist vor allem Geduld gefragt, eine Grundvoraussetzung, die wir hier jederzeit gewährleisten können.
Mit Absprache von Frau Dr. med. vet. Luft wird Sissi erst in 14 Tagen bis 3 Wochen mit einem speziellen Hufrehebeschlag oder einer Hufrehebeklebung versorgt. Im Moment ist das jedoch noch zu früh, da sie lange Zeit aufgrund der Schmerzen ihre Hufe nicht aufheben konnte. Bei jeder Verschlechterung des Zustands wird sofort gezielt gegensteuern, etwa durch eine angepasste Entlastung der Hufe. Zudem erhalten die Pferde bei uns eine individuell abgestimmte Fütterung. Sissi steht derzeit auf einer strengen Diät, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Seit zwei Tagen zeigt sie jedoch deutliche Fortschritte und geht bereits wieder selbstständig und geht ein wenig raus zum Sonnen tanken.

Bei Hufrehe muss man stets vorsichtig optimistisch bleiben: Über den Berg sind die Pferde erst, wenn die Phasen des Auf und Ab überwunden sind. Wir begleiten Sissi auf diesem Weg mit größter Sorgfalt und Erfahrung.

Adresse

Eurasburg
82547

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