13/10/2026
Reaktivität ist unbewusst. Dein Hund entscheidet sich nicht aktiv dafür, in Hundebegegnungen auszurasten. Durch die Reaktion versucht dein Hund, seinen Organismus wieder in ein Gleichgewicht zu bekommen. Aber warum gibt es überhaupt ein Ungleichgewicht? Die Begegnung führt bei deinem Hund zu Emotionen. Emotionen setzen Energie in deinem Hund frei – als Gedankenstütze kannst du dir merken: engl. emotions --> energy in motion, also Energie in Bewegung.
Diese Energie muss irgendwohin. Und im Zweifelsfall ist die Eskalation das einzige Ventil, das dein Hund hat.
Was kannst du also konkret tun?
Energie vermeiden durch geplantes Management: Vermeide Hundebegegnungen, wo es geht. Es ist keine Schande, mit seinem Hund umzudrehen oder auf das Feld auszuweichen. Es schützt dich und deinen Hund.
Energie abbauen durch gezielte Strategien: Spielen, Schnüffeln, Streicheln, Nähe, Distanz, Ablenkung … kurz: Alles ist erlaubt, was funktioniert. Das ist super individuell und kann nicht pauschalisiert werden – probiere dich hier aus.
Energie umlenken durch positive Emotionen: Gehe aus jeder Eskalation positiv oder neutral raus. Ich weiß, es ist schwer, wenn man sich gerade ärgert – über sich, den Hund oder den anderen Halter –, aber es bringt nichts. Mach deinem Frust lieber Luft, indem du mit deinem Hund spielst und rennst und die Situation positiv abschließt. Negative Erfahrungen erzeugen mehr „Emotion“ und damit mehr Energie.
Liken und Folgen nicht vergessen! Schreib in die Kommentare, was deine Strategien sind.