12/10/2026
🇩🇪 Der Gebrauchshund ist auf Social Media angekommen. Aber wo sind die Vereine?
Malinois, Deutsche Schäferhunde und andere Gebrauchshunderassen sind auf Instagram, TikTok und Co. längst angekommen. Gerade bei jüngeren Leuten scheint das Interesse groß zu sein. Schutzdienst, Unterordnung und Trainingsvideos bekommen Aufmerksamkeit und teilweise enorme Reichweiten.
Schaut man sich dann aber die Internetauftritte vieler Vereine und Ortsgruppen an, sieht die Sache ganz anders aus. Veraltete Webseiten, kaum aktuelle Beiträge, wenig Einblick ins Training. Manchmal muss man schon ziemlich genau wissen, wonach man sucht, um überhaupt herauszufinden, wann und wo trainiert wird.
Gleichzeitig hört man aus vielen Vereinen immer wieder, dass der Nachwuchs fehlt.
Aber fehlt er wirklich? Oder findet er den Weg zu uns einfach nicht mehr?
Natürlich ist Social Media nicht nur positiv. Ein Malinois beim Schutzdienst sieht in einem kurzen Reel beeindruckend aus. Die jahrelange Arbeit, die Ausbildung und die Verantwortung, die hinter einem solchen Hund stehen, sieht man dort meistens nicht. Und sicherlich schafft sich heute auch der ein oder andere einen Gebrauchshund an, weil das Ganze auf Instagram einfach gut aussieht.
Genau diese Leute könnte man aber erreichen.
In unseren Vereinen sitzen Menschen mit teilweise jahrzehntelanger Erfahrung in der Ausbildung von Gebrauchshunden. Gleichzeitig gibt es junge Menschen, die sich offensichtlich für genau diese Hunde begeistern.
Eigentlich wäre das eine ziemlich gute Kombination.
Vielleicht fehlt uns also gar nicht das Interesse am Gebrauchshundesport. Vielleicht müssen wir einfach besser darin werden, die Menschen abzuholen, die sich heute dafür interessieren.
Denn wer Nachwuchs sucht, sollte auch dort zu finden sein, wo dieser Nachwuchs sucht.