31/05/2026
🚨 Fassungslos über diesen Fall von Tierleid 🚨
Am Dienstagabend erreichte uns eine Meldung, die uns bis heute sprachlos macht.
Ein Pärchen kontaktierte uns, nachdem es in Leipzig in ein BlaBlaCar gestiegen war, um nach Köln zu fahren. Im Auto befand sich bereits ein Schuhkarton. Darin saß ein sehr junger blauer Halsbandsittich, der ebenfalls von Leipzig nach Köln transportiert werden sollte.
Grundsätzlich ist es nichts Ungewöhnliches, dass über Mitfahrgelegenheiten Gegenstände oder Pakete transportiert werden. Doch einen noch sehr jungen Vogel, der regelmäßig gefüttert und versorgt werden muss, bei 34 °C stundenlang in einem Schuhkarton durch Deutschland fahren zu lassen, ohne sicherzustellen, dass er Wasser, Futter oder angemessene Betreuung erhält, ist für uns absolut unverständlich.
Wir beschlossen daher kurzerhand, das BlaBlaCar in Köln abzufangen. Als der Vogel gegen 19 Uhr ankam, war er stark dehydriert und deutlich unterernährt. Wir brachten ihn sofort in eine erfahrene Pflege- und Päppelstelle, wo er umgehend versorgt wurde.
Parallel dazu erstatteten wir Anzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetzes.
Auch das Telefonat mit der selbsternannten Züchterin verlief erschütternd. Neben zahlreichen Beleidigungen zeigte sie keinerlei Einsicht. Nach ihren eigenen Angaben wurde der Vogel gegen 11 Uhr zuletzt gefüttert, bevor er in den Schuhkarton gesetzt und auf die Reise geschickt wurde. Zusätzlich mussten wir feststellen, dass der Papagei einen Ring bzw. eine Vorrichtung zur Leinenführung trug. Allein dieser Umstand wirft erhebliche Fragen zur Sachkunde der Züchterin auf. Die Verwendung von Leinen an Papageien ist unter erfahrenen Haltern und vogelkundigen Fachleuten äußerst umstritten, da sie erhebliche Verletzungsrisiken birgt. Verhedderungen, Knochenbrüche, Gelenkverletzungen oder sogar tödliche Unfälle können die Folge sein. Für uns ist die Nutzung einer solchen Vorrichtung bei einem jungen Papagei ein absolutes No-Go und ein weiteres Zeichen dafür, dass hier grundlegende Bedürfnisse und Risiken für das Tier nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Für uns stellt sich die Frage: Wie kann man einem so jungen Lebewesen eine solche Tortur zumuten?
Morgen haben wir einen Termin beim Veterinäramt und hoffen auf eine sorgfältige Prüfung des Falls. Unser größter Wunsch ist, dass das Wohl des Vogels an erster Stelle steht.
Die gute Nachricht: Dem kleinen Vogel geht es inzwischen deutlich besser. In seiner Pflegestelle wird er liebevoll versorgt und hat sogar bereits einen gefiederten Partner gefunden. ❤️
Wir werden den Fall weiter verfolgen und setzen uns dafür ein, dass solche Transporte nicht als normal angesehen werden. Tiere sind keine Pakete. Sie sind Lebewesen und verdienen Respekt, Fürsorge und Schutz.
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