10/06/2026
Die Spitzmaus ist keine Maus.
Und sie zu töten ist ein Fehler, den dein Garten jede Nacht bezahlt.
Dieses kleine Säugetier mit der nadelspitzen Schnauze frisst jeden Tag das Äquivalent ihres eigenen Körpergewichts an Engerlingen, Drahtwürmern, Schnecken und Kellerasseln. Nicht pro Woche. Jeden Tag. Ohne Pause — ihr Stoffwechsel lässt ihr keine Wahl. 🌿
Sie ist in Deutschland nach § 44 BNatSchG besonders geschützt. Das absichtliche Töten, Fangen oder Stören ist verboten.
So erkennst du sie auf einen Blick:
Schnauze sehr lang und spitz — nicht abgerundet wie bei der Maus
Augen winzig, kaum sichtbar
Ohren kurz, im Fell kaum erkennbar
Starker, moschusartiger Geruch — deshalb fangen Katzen sie, fressen sie aber nicht
Flüchtet zickzack-artig und nervös — nagt keine Vorräte an
Wenn du eine reglos im Garten findest: Sie ist wahrscheinlich nicht tot. Stress versetzt sie in eine kurzzeitige Schreckstarre. Liegenlassen — sie läuft nach wenigen Minuten von selbst davon.
Was sie nachts still unter deinen Füßen reguliert: die Engerlinge, die Wurzeln durchbeißen. Die Schnecken, die Sämlinge verwüsten. Die Drahtwürmer in den Knollen.
Eine Spitzmaus im Garten ist ein Nachtteam, das arbeitet, während du schläfst. 🌱