10/08/2026
Die Kraft unseres Fokus
Wenn ein Mensch oder ein Tier eine schwierige Vergangenheit hatte, erzählen wir oft ausführlich vom Schmerz – und nur ganz kurz von der Heilung.
Das erlebe ich immer wieder. Pferdebesitzer berichten lange von den Problemen, die ihr Pferd früher hatte. Dann frage ich: „Und wie ist es heute?“ Oft lautet die Antwort: „Eigentlich ist das längst kein Thema mehr.“
Ein Erlebnis werde ich nie vergessen: Nach einer TTouch-Session stand ein Wallach ruhig, stolz und richtig strahlend da. Seine Besitzerin begann von seiner schweren Vergangenheit zu erzählen – und sein Kopf sank, seine Augen wurden traurig.
Ich sagte nur: „Schau mal.“
Sie bemerkte es sofort und sprach stattdessen darüber, wie gut es ihm heute geht. Und tatsächlich hob er wieder den Kopf und seine Augen wurden wieder rund.
Seitdem achte ich noch bewusster darauf, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte.
Ich habe auch am eigenen Körper erlebt, wie ich etwas wieder herbeiholen kann, wenn ich zu oft darüber rede. Nun stelle ich stattdessen die Verbesserung in den Mittelpunkt. Dann kann das Problem sich verändern.
Die Vergangenheit gehört zu uns. Wir müssen sie nicht verdrängen.
Aber wir müssen ihr auch kein Vergrößerungsglas geben.
Lasst uns dem mehr Raum schenken, was wachsen soll: Vertrauen, Entwicklung und Heilung.
Wie sind deine Erfahrungen damit? Hast du schon bemerkt wie viel Aufmerksamkeit du dem Problem gibst, und wie viel der Lösung?
Foto: Rebalance Tour in der Eifel, KI optimiert