22/08/2026
Unsere Hunde benehmen sich oft wie Geschwister. Da wird gepöbelt, provoziert, gestänkert, geneckt, gestritten und sich gegenseitig ordentlich auf die Nerven gegangen. Und ja, manchmal sieht das auf Fotos deutlich dramatischer aus, als es tatsächlich ist. 😄 (Okay, auch in natura klingt und wirkt es oft dramatisch, aber die tun nur so - wirklich! 🤣)
Ernst ist das bei ihnen allerdings nie. Diese kleinen Auseinandersetzungen gehören zu ihrer ganz eigenen sozialen Dynamik. Sie kennen einander sehr genau, wissen, welche Knöpfe sie beim anderen drücken müssen, und haben offensichtlich auch ihren Spaß daran. Einer provoziert, weil er genau weiß, dass der andere darauf anspringt. Der andere lässt sich mit Begeisterung provozieren, spielt sich auf, maßregelt, jagt hinterher oder gibt entsprechend Kontra. Und nicht selten werden die Rollen kurz darauf wieder getauscht.
Das Entscheidende für uns ist: Es ist wechselseitig, freiwillig und kontrolliert. Keiner versucht aus der Situation herauszukommen und wird weiter bedrängt. Im Gegenteil, häufig sucht gerade derjenige, der eben noch lautstark „empört“ war, kurz darauf selbst wieder die nächste Runde.
Bei fremden Hunden würden wir ein solches Verhalten natürlich unterbinden. Wir unterbinden es sogar bei bekannten / befreundeten Hunden, wenn wir das Gefühl haben, dass gleich jemand über die Stränge schlägt, denn in Situationen mit anderen Hunden fehlen diese absolute Vertrautheit, die gemeinsamen Spielregeln und das Wissen darum, was der andere aushält und wie etwas gemeint ist. Unsere Hunde würden sich Fremden gegenüber allerdings auch nicht auf diese Weise benehmen.
Und trotz aller Freiheiten gibt es eine ziemlich einfache Grenze: Wenn wir sagen, dass jetzt Schluss ist, ist Schluss. Dann ist die Sache auch sofort beendet und wenige Augenblicke später wieder vergessen, denn zum Glück ist hier keiner nachtragend.