Islandpferde Lindenberg

Website Service kontaktieren

Islandpferde Lindenberg Pensionsstall - Kinderunterricht - Ausbildung für Reiter und Pferd - Beratung

Je mehr Lektionen wir sehen, umso schwerer wird die ReiterausbildungSchaut man heutzutage Reitvideos, hat man das Gefühl...
21/10/2026

Je mehr Lektionen wir sehen, umso schwerer wird die Reiterausbildung
Schaut man heutzutage Reitvideos, hat man das Gefühl, Dressurreiten ist das Reiten von Lektionen. Abgesehen davon, dass gerade dem unerfahrenen Reiter dadurch ein völlig falscher Eindruck von dem vermittelt wird, was Dressur ist und sein soll und was er lernen soll, steigen damit auch die Ansprüche an das Pferd. Wenn es darum geht, was ein Pferd kann, dann geht es nicht mehr um Durchlässigkeit, eine solide Grundausbildung, den Allrounder, der vielseitig grundausgebildet ist, sondern die Ausbildung wird gemessen daran, welche Lektionen das Pferd beherrscht. Ein Pferd, welches «nur» E und A geht, kann damit häufig nach dieser Einschätzung nichts. Damit steigen aber auch die Ansprüche an das Pferd und das wird für das Pferd zum Problem. Da die Grundausbildung häufig nicht mehr wertgeschätzt wird, werden viel zu früh- und natürlich in falscher Form- Lektionen eingeübt. Das Problem erreicht auch den Unterricht: Lässt man den Reiter eine Lektion reiten, so ist dieser stolz, er hat den Eindruck, er hat etwas erreicht. Dass die Ausführung vielleicht falsch war, weiss der Reiter in diesem Ausbildungsstadium noch nicht. Er hat etwas geritten, was einen besonderen Namen hat und sich anders angefühlt hat als gewöhnlich. Lässt man den Reiter Grundlagenübungen reiten, zum Beispiel gelungene Trab-Schritt Übergänge, so weiss er diese Leistung oft nicht zu schätzen. Das ist ganz natürlich, weil ihm das Wissen und die Einschätzung fehlt, wie komplex schon richtig gerittene Übergänge sind und ihm häufig noch das Gefühl fehlt, jede wunderbare Einzelheit eines gut gerittenen Überganges zu fühlen und wertzuschätzen. Die Fokussierung auf Lektionen weckt also falsche Ansprüche an Reiter und Pferd und senkt letztendlich das Niveau der Reiterei, weil die Basisarbeit, auf die alles korrekt aufbaut, weg fällt.

von Bianca Rieskamp

Zentrierung statt BewegungUm weniger zu tun neben oder auf unseren Pferden, müssen wir innerlich präsenter werden. Statt...
20/10/2026

Zentrierung statt Bewegung
Um weniger zu tun neben oder auf unseren Pferden, müssen wir innerlich präsenter werden. Statt z. B. die Beine und Hände in ständiger Aktion zu halten, verlagert sich die Kommunikation in die Körpermitte, in den Atem und in die mentale Ausrichtung. Ein tiefes Ausatmen, das Sinkenlassen des eigenen Beckens, das reine Visualisieren einer Wendung – das Pferd, als hochsensibles Fluchttier, liest diese minimalen Veränderungen unserer Muskelspannung sofort.
Wer im Sattel still wird, beginnt zuzuhören. Reiten wird dann nicht mehr zu einem Dialog, bei dem nur einer ununterbrochen redet, sondern zu einer Art gemeinsamen Meditation in der Bewegung.

Weniger zu tun bedeutet, dem Pferd seine Würde und Eigenständigkeit zurückzugeben. Es ist die Erkenntnis, dass die größte Kunst im Sattel nicht darin besteht, dem Pferd etwas beizubringen – sondern alles wegzulassen, was es an seiner Schönheit und Entfaltung hindert.

19/10/2026

Zehn Ausrufezeichen ☝️

Wir leben in einer Welt des unaufhörlichen Machens. Wir optimieren, korrigieren, kontrollieren und glauben, dass Erfolg ...
18/10/2026

Wir leben in einer Welt des unaufhörlichen Machens. Wir optimieren, korrigieren, kontrollieren und glauben, dass Erfolg das direkte Resultat von maximalem Einsatz ist. Wenn wir mit dieser Haltung in den Sattel steigen, stoßen wir schnell an eine unsichtbare Grenze. Denn das Pferd spiegelt unseren inneren Tatendrang oft mit Widerstand, Festigkeit oder Hektik.
Es ist das Paradoxon der Reiterei: Wir erreichen maximale Harmonie, indem wir minimal einwirken.

Wenn wir versuchen, jede Bewegung des Pferdes zu formen, entspringt das oft unserem Wunsch nach Kontrolle. Wir wollen ja das Pferd „schön reiten“. Doch in dem Moment, in dem wir ununterbrochen treiben, halten und korrigieren, degradieren wir das Pferd zum bloßen Ausführenden unserer Befehle. Wir nehmen ihm schlussendlich die Möglichkeit, seine eigene Balance zu finden.
Weniger zu tun erfordert den Mut, das eigene Ego zurückzunehmen. Es bedeutet, darauf zu vertrauen, dass das Pferd die Bewegung auch dann trägt, wenn wir für einen Moment die Kontrolle abgeben.

In der fernöstlichen Philosophie gibt es das Konzept des Wu Wei – das Handeln durch Nichthandeln. Auf das Reiten übertragen bedeutet dies für mich, im Fluss der Bewegung aufzugehen, ohne sie krampfhaft lenken zu wollen.
Eine Hilfe ist in diesem Sinne kein Befehl, sondern ein Gedanke, der physisch spürbar wird. Es ist ein feiner Impuls, der einen Raum öffnet. Sobald das Pferd diesen Raum betritt und reagiert, zieht sich der Reiter sofort in die Passivität zurück. Es entsteht eine schöpferische Stille. Erst in dieser Stille – im Nachgeben – versteht das Pferd die Botschaft. Die Hilfe setzt den Rahmen, doch die wirkliche Schönheit der Bewegung entsteht immer in der Freiheit dazwischen!

Ach ja… 🧘🏻
17/10/2026

Ach ja… 🧘🏻

Alpsommer 2026 🧘🏻
16/10/2026

Alpsommer 2026 🧘🏻

Schema F„Das Pferd MUSS…“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht.“ oder „Aber im Buch xy steht…“ – solche Phrasen pr...
15/10/2026

Schema F

„Das Pferd MUSS…“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht.“ oder „Aber im Buch xy steht…“ – solche Phrasen prägen nach wie vor den Alltag in vielen Ställen bzw. im Reitunterricht. Doch wer starre Trainingskonzepte über das Individuum stellt, limitiert nicht nur immer wieder sich selbst, sondern riskiert auch die Physis und Psyche seines Pferdes.
Jedes Pferd bringt eine einzigartige Anatomie, einen eigenen Charakter und vor allem eine individuelle Biographie mit. Eine Trainingsidee, die für das eine Pferd passt, kann für das nächste absolut unsinnig sein.

• Biomechanik statt Ideologie: Das primäre Ziel muss ein zufriedenes, gesundes und tragfähiges Pferd sein. Die Ausbildung des Pferdes soll möglichst ressourcenschonend resp. verschleissarm vonstatten gehen.
• Methodenvielfalt nutzen: Ein guter Ausbilder/Reitlehrer zeichnet sich u.a. dadurch aus, immer wieder über den Tellerrand zu blicken. Denn auch sein Kopf ist rund, damit er zum Denken die Richtung wechseln kann!
• Situatives Training: Starre Pläne scheitern an der Realität des Lebewesens. Echtes Horsemanship bedeutet hier, die Tagesform des Pferdes genau zu analysieren und das Training flexibel anzupassen.

Für mich zeichnet sich echte Reitkunst nicht durch das blinde Befolgen historischer Dogmen aus, sondern durch die Fähigkeit, ein solides Fachwissen individuell und mit viel Empathie! auf das jeweilige Pferd abzustimmen.

Unterricht ist kein „Test“, sondern ein Raum zum Experimentieren, Fühlen und Lernen.Vielleicht hast du manchmal Sorge, n...
14/10/2026

Unterricht ist kein „Test“, sondern ein Raum zum Experimentieren, Fühlen und Lernen.

Vielleicht hast du manchmal Sorge, nicht gut genug zu sein. Aber als Reitlehrerin/Trainerin habe ich nicht die Aufgabe dich mit anderen zu vergleichen. Ich will dir helfen für dein Pferd besser zu werden.
Bei mir darfst du ausprobieren, etwas verändern, Fehler machen, Fragen stellen, neu spüren und umdenken.

Unterricht ist ein Ort, an dem du entdecken kannst:
Was mache ich eigentlich gerade?
Was spüre ich?
Was spürt mein Pferd?
Was passiert, wenn ich eine Kleinigkeit verändere?
Was gibt es noch zu fühlen?
Was möchte ich noch genauer wissen?

Manchmal ist es nur eine winzige Veränderung – und plötzlich wird eine Bewegung leichter.
Du darfst dabei unsicher sein.
Du darfst etwas falsch machen. Fehler sind eine wichtige Basis fürs Lernen.
Du darfst auch sagen:
„Das spüre ich gerade nicht.“ Oder: „Das hilft mir nicht. Ich brauche etwas anderes.“
Genau da beginnt Lernen.
Und dort werden hilfreiche Ideen entwickelt.

Und vielleicht ist das Schönste am Lernen überhaupt:
Dass wir nicht perfekt werden müssen.
Wir dürfen einfach immer neugieriger werden.

14/10/2026

Die Stangenschlange: Abwechslung und Gymnastizierung

Wer sagt, dass Stangentraining immer nur geradeaus gehen muss? Die Stangenschlange ist die ideale Übung für den Winter oder um frischen Wind in die Bodenarbeit oder das Reiten zu bringen.

Warum ist die Übung so wertvoll?
Die Stangenschlange fordert und fördert dein Pferd auf mehreren Ebenen: Biegung und Stellung: Durch die ständigen Handwechsel muss sich das Pferd abwechselnd nach links und rechts biegen. Koordination und Trittsicherheit: Das Pferd muss genau hinschauen, wo es seine Hufe setzt, was die Konzentration und das Körperbewusstsein stärkt. Aktivierung der Hinterhand: Das präzise Treten über die Stangen in der Kurve bringt das Pferd dazu, mit den Hinterbeinen besser unter den Schwerpunkt zu fußen. Aufmerksamkeit: Da sich die Richtung ständig ändert, bleibt das Pferd voll fokussiert auf deine Signale.

‼️ Achte beim Führen/Reiten genau darauf, immer die Stangenmitte anzupeilen. Präzision geht hier vor Schnelligkeit!

Pensionsstall - Kinderunterricht - Ausbildung für Reiter und Pferd - Beratung

Die Illusion der Perfektion in der ReitereiIn der Theorie existieren Ideale: Die perfekte Anlehnung, der makellose Sitz,...
12/10/2026

Die Illusion der Perfektion in der Reiterei

In der Theorie existieren Ideale: Die perfekte Anlehnung, der makellose Sitz, die zentimetergenaue Lektion. In der Praxis zeigt sich jedoch eine andere Realität: Absolute Perfektion ist beim Reiten unmöglich zu erreichen!
Da das Reiten auf der Interaktion zweier lebendiger Organismen basiert, spielen zu viele dynamische Variablen zusammen: Das Lebewesen Pferd: Pferde unterliegen – genau wie Menschen – tagesformabhängigen Schwankungen: Umwelt, Fütterung, Haltung, Unwohlsein oder Schmerzen, mentale Ablenkung. Ein biologisches System lässt sich nicht wie eine Maschine programmieren. Der Faktor Mensch: Kein Reiter sitzt an jedem Tag absolut symmetrisch oder gibt Hilfen in jeder Sekunde vollkommen fehlerfrei. Und vor allem: Kein Reiter fühlt sich an jedem Tag genau gleich. Die Natur der Bewegung: Reiten ist eine ständige Balancekorrektur. Was in einer Sekunde passend erscheint, erfordert in der nächsten bereits eine neue Idee.

Das starre Streben nach einem unerreichbaren Ideal führt in der Praxis oft zu Frustration, Leistungsdruck und im schlimmsten Fall zu erzwungenen Haltungen beim Pferd.
Sinnvoller als die Suche nach Perfektion wäre das Streben nach Fortschritt und Harmonie. Fehler sind dabei keine Misserfolge, sondern notwendiges Feedback in einem lebenslangen Lernprozess.

Adresse

Harzerhof 1
Hitzkirch
6289

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 20:00
Dienstag 08:00 - 20:00
Mittwoch 08:00 - 20:00
Donnerstag 08:00 - 20:00
Freitag 08:00 - 20:00
Samstag 08:00 - 16:00

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Islandpferde Lindenberg etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Islandpferde Lindenberg senden:

Verknüpfungen

Teilen