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17/09/2026

Heute möchten wir euch Pettown vorstellen. ❤️

Chiara und Aki stammen von derselben Züchterin, die auch hinter Pettown steht. Umso mehr freut es uns, euch den Shop einmal zu zeigen.

Dort findet ihr verschiedene Produkte rund um den Hund – unter anderem Futter, Leckerlis, Kauartikel und Pflegeprodukte.

Uns ist wichtig, nur Empfehlungen auszusprechen, hinter denen wir selbst stehen.

Pettown findet ihr über unseren Linktree:

https://linktr.ee/alexandra.haenni

12/09/2026

Viele fragen uns: Womit fange ich überhaupt an? Deshalb haben wir den Weg in 5 Schritte gegliedert – so, wie ihn die Fachberatung von Waldkraft empfiehlt.

1️⃣ Ausleitung & Bindung – Zeolith oder Chlorella binden unerwünschte Stoffe
2️⃣ Leber & Niere – die Entgiftungsorgane selbst unterstützen
3️⃣ Darmaufbau – Phyto Moor morgens, Floratur EM abends, 10 bis 12 Wochen
4️⃣ Immunsystem – Reishi als 4-Wochen-Kur zum Saisonwechsel
5️⃣ Parasitenschutz – Zitra, Arbor und Hira

Wisch dich durch ➡️

Und wenn du nicht weisst, wo dein Tier gerade steht: schreib uns. Wir stellen die Kur individuell zusammen. 💬

Ergänzungsfuttermittel ersetzen keine tierärztliche Behandlung.

📍 Pettown GmbH · Hirschthal AG · pettown.ch

🩺 ALEX-PARANOIA… ODER DOCH INTUITION? Hailey ist 8 Tage nach ihrer natürlichen Geburt mit 6 Welpen. Letzte Nacht fiel mi...
07/09/2026

🩺 ALEX-PARANOIA… ODER DOCH INTUITION?
Hailey ist 8 Tage nach ihrer natürlichen Geburt mit 6 Welpen. Letzte Nacht fiel mir plötzlich ungewöhnlich starkes Hecheln auf.

Temperatur 38,0 °C, Gesäuge unauffällig, sonst nichts offensichtlich Auffälliges.

❌Aber ich kenne Hailey und mein Gefühl sagte sofort: Das ist nicht ihr normales Hecheln.

Also meldete sich wieder meine berühmt-berüchtigte Alex-Paranoia™ 😂 Oder nennen wir es inzwischen einfach Intuition gepaart mit Erfahrung?

Da eine stark laktierende Hündin einen enormen Calciumbedarf hat, gab ich ihr Calcium und liess sie anschließend tierärztlich abklären.

🩸 Wichtig: Die Blutentnahme erfolgte erst 8 Stunden NACH der Calciumgabe.

Ionisiertes Calcium: 1,23 mmol/l
Referenz: 1,21–1,41 mmol/l

Damit lag sie selbst 8 Stunden später nur 0,02 mmol/l über der unteren Referenzgrenze.

Ob Hailey vor der Gabe tatsächlich bereits unter dem Referenzbereich lag, können wir rückwirkend nicht beweisen. Dafür hätte vorher Blut abgenommen werden müssen.

Aufgrund des Verlaufs halte ich es aber für gut möglich, dass wir einen beginnenden Calciummangel früh erkannt und stabilisiert haben, bevor sich ein ausgeprägtes Krankheitsbild entwickeln konnte.

Und genau deshalb möchte ich aufklären:

Hypokalzämie ≠ Eklampsie.

Eine Hypokalzämie bezeichnet zu wenig Calcium im Blut. Eine Eklampsie ist das klinische Krankheitsbild, das daraus bei laktierenden Hündinnen entstehen kann.

Frühe Warnzeichen können Unruhe und starkes Hecheln sein. Bei zunehmender Entgleisung können Zittern, steifer Gang, Hyperthermie, Tetanie und Krampfanfälle folgen.

Deshalb wollte ich gleichzeitig andere Ursachen ausschliessen:

🔬 Uterus-Ultraschall unauffällig, kein Hinweis auf zurückgebliebene Plazenten.
🩸 CRP 8,5 mg/l im Referenzbereich.
🩸 Weitere relevante Elektrolyte und Laktat unauffällig.

Für mich bedeutet Intuition übrigens nicht, Diagnosen „zu fühlen“.

Es bedeutet, seine Tiere so gut zu kennen, dass man kleinste Veränderungen wahrnimmt, bevor sie offensichtlich krank wirken. Danach kommt immer die Diagnostik.

Alex-Paranoia™ – medizinisch nicht anerkannt, aber erstaunlich oft früh dran. 😂🩺

❤️❤️❤️❤️

Warum wartet man beim Kaiserschnitt nicht einfach auf die ersten Wehen?Sehr gute Frage. Genau deshalb messen wir persönl...
03/09/2026

Warum wartet man beim Kaiserschnitt nicht einfach auf die ersten Wehen?

Sehr gute Frage. Genau deshalb messen wir persönlich vor einer Geburt Progesteron, unabhängig davon, ob eine natürliche Geburt oder ein Kaiserschnitt geplant ist.

Der Progesteronverlauf hilft mir einzuschätzen, wo wir uns im Geburtsprozess befinden. Bei einem Kaiserschnitt unterstützt er zusätzlich das richtige Timing, denn der Welpe soll reif genug sein, ohne dass wir Mutter oder Welpen durch zu langes Warten gefährden.

Bei Singletons und sehr kleinen Würfen gibt es allerdings eine Besonderheit. Auch die Föten und Plazenten sind an der hormonellen Geburtskaskade beteiligt. Bei nur einem oder zwei Welpen kann diese Signalgebung schwächer oder verzögert sein. Dadurch können der typische Progesteronabfall und der natürliche Geburtsbeginn verspätet einsetzen oder ausbleiben.

Eine aktuelle Untersuchung zeigte sogar, dass bei 70 bis 75 Prozent der untersuchten Hündinnen mit nur einem oder zwei Welpen zum Zeitpunkt der Sectio kein typischer präpartaler Progesteronabfall nachweisbar war.

Deshalb wartet man bei einem Singleton nicht einfach unbegrenzt auf die ersten Wehen.

Wir beurteilen immer das Gesamtbild aus Ovulationszeitpunkt, Progesteronverlauf, Trächtigkeitsdauer, Ultraschall, fetaler Herzfrequenz, Reifezeichen des Welpen und dem Zustand der Mutter.

Wenn es sicher möglich ist, möchte ich den natürlichen Geburtsbeginn abwarten. Aber niemals auf Kosten der Sicherheit.

Das Ziel ist nicht möglichst lange zu warten. Das Ziel ist der richtige Zeitpunkt für Mutter und Welpen. ❤️

Wenn der Welpe plötzlich da ist – aber die Geburt gefehlt hatImmer wieder habe ich erlebt, dass Hündinnen, die vor einem...
03/09/2026

Wenn der Welpe plötzlich da ist – aber die Geburt gefehlt hat

Immer wieder habe ich erlebt, dass Hündinnen, die vor einem Kaiserschnitt bereits erste Wehentätigkeit gezeigt hatten, ihre Welpen nach dem Erwachen selbstverständlicher angenommen haben als Hündinnen, bei denen die Sectio noch vor erkennbarem Geburtsbeginn notwendig war.

Dafür gibt es eine physiologisch plausible Erklärung.

Der Übergang von der Trächtigkeit zur Mutterschaft ist beim Hund ein komplexer neuroendokriner Prozess. Rund um die Geburt fällt Progesteron ab, während unter anderem Prolaktin und das Oxytocin-System eine wichtige Rolle spielen. Auch uterine Aktivität, Geburtsvorgänge und anschließend Geruch, Körperkontakt, Lecken und Saugen der Welpen tragen zum maternalen Verhalten bei.

Wird eine Hündin jedoch vor Beginn dieses erkennbaren Geburtsprozesses narkotisiert und per Kaiserschnitt entbunden, kann ein Teil dieser physiologischen Abfolge fehlen oder verändert sein.

Sie schläft ohne Welpen ein – und wacht plötzlich mit einem Neugeborenen neben sich auf.

Natürlich können wir nicht sagen, dass eine Hündin durch Wehen bewusst „weiss: Das ist mein Baby“. Wir wissen aber, dass der Geburtsprozess an der Aktivierung maternalen Verhaltens beteiligt ist und dass mangelnde Fürsorge oder Ablehnung nach einer Sectio vorkommen können.

Deshalb ist eine Hündin, die ihren Welpen zunächst nicht akzeptiert, für mich keine schlechte Mutter. Manchmal braucht dieser Übergang einfach Zeit.

Dann gilt: Ruhe, behutsame Annäherung, Körpersprache beobachten und kontrollierten Kontakt ermöglichen. Solange die Annahme nicht sicher ist, dürfen Mutter und Neugeborenes niemals unbeaufsichtigt zusammenbleiben.

Ich habe mehrfach erlebt, wie aus anfänglicher Irritation innerhalb weniger Stunden Schnuppern, Lecken, Säugen und schließlich ganz normales Mutterverhalten wurde.

Muttersein beim Hund ist nicht nur Instinkt. Es ist ein Zusammenspiel aus Physiologie, Hormonen, Geburt und der Interaktion mit dem Neugeborenen.

Und manchmal braucht genau dieser Übergang nach einem Kaiserschnitt unsere Unterstützung. ❤️

Teil 4/10 – Schon vor der Geburt relevantDie Entwicklung eines Welpen beginnt selbstverständlich lange vor seiner Geburt...
02/09/2026

Teil 4/10 – Schon vor der Geburt relevant

Die Entwicklung eines Welpen beginnt selbstverständlich lange vor seiner Geburt. Während der Trächtigkeit wächst der Fötus in einem biologischen Umfeld, das wesentlich durch die Mutterhündin und die Plazenta geprägt wird.

Nährstoff- und Energieversorgung, Stoffwechsel, hormonelle und immunologische Signale sowie die Funktion der Plazenta gehören zu diesem komplexen maternalen Umfeld. Beim Hund wird zunehmend untersucht, wie solche Bedingungen die embryonale und fetale Entwicklung beeinflussen können.

Gerade diese frühe Entwicklungsphase gilt als besonders sensibel. Veränderungen während solcher Entwicklungsfenster können langfristige Auswirkungen haben – dieses Forschungsgebiet wird als Developmental Programming beziehungsweise Developmental Origins of Health and Disease (DOHaD) bezeichnet.

Epigenetische Prozesse können dabei ein möglicher molekularer Vermittlungsmechanismus sein. Das bedeutet aber nicht, dass jede Wirkung des intrauterinen Umfelds automatisch epigenetisch verursacht wurde.

Und genau diese Unterscheidung ist wichtig:

Eine beobachtete Entwicklungswirkung ist noch kein Beweis für eine epigenetische Veränderung.

Gerade beim Hund ist die Forschung hierzu noch vergleichsweise jung. Eine aktuelle canine Review von 2026 betont ausdrücklich, dass bislang nur wenige Aspekte des maternalen Umfelds und der embryofetalen Programmierung beim Hund detailliert untersucht wurden.

Für eine verantwortungsvolle Zucht ergibt sich daraus trotzdem eine wichtige Konsequenz:

Die Entwicklung eines Welpen beginnt nicht mit seiner Geburt.
Die Bedingungen während der Trächtigkeit gehören bereits zu seiner Entwicklungsgeschichte.

Im nächsten Teil geht es deshalb gezielt um die Mutterhündin – und warum ihre Gesundheit, Ernährung und Versorgung schon vor und während der Trächtigkeit so wichtig sind.

Teil 8/10 – Gesundheit, Ernährung & StressmanagementGesundheit entsteht nicht durch einen einzelnen Faktor. Genetische V...
02/09/2026

Teil 8/10 – Gesundheit, Ernährung & Stressmanagement

Gesundheit entsteht nicht durch einen einzelnen Faktor. Genetische Voraussetzungen, Ernährung, Stoffwechsel, Immunsystem, Darmmikrobiom, Schlaf, Stress und Umweltbedingungen wirken während der Entwicklung miteinander.

Auch epigenetische Regulationsmechanismen können an diesem Zusammenspiel beteiligt sein. Umwelt- oder Stoffwechselsignale können mit molekularen Prozessen interagieren, die beeinflussen, wie Gene reguliert und abgelesen werden.

Dabei ist eine Unterscheidung besonders wichtig:

Nicht die DNA-Sequenz wird dadurch einfach verändert – sondern die Regulation der Genaktivität kann beeinflusst werden.

Ernährung

Eine bedarfsgerechte Ernährung liefert Energie, essenzielle Nährstoffe und Baustoffe für Wachstum und Entwicklung. Dabei gilt nicht automatisch „mehr ist besser“. Sowohl Mangelversorgung als auch Fehl- und Überversorgung können problematisch sein.

Darm & Immunsystem

Das Darmmikrobiom steht in enger Wechselwirkung mit Stoffwechsel und Immunsystem. Gerade während der frühen Entwicklung verändern sich diese Systeme dynamisch. Trotzdem wäre es wissenschaftlich zu weitgehend, jede Veränderung des Mikrobioms als epigenetischen Effekt zu bezeichnen.

Stress & Regeneration

Kurzfristige, angemessene Herausforderungen gehören zur normalen Entwicklung. Chronischer oder übermäßiger Stress ist etwas anderes: Er kann physiologische Stresssysteme und damit zahlreiche Körperfunktionen beeinflussen.

Genauso wichtig sind deshalb Schlaf, Ruhe und Regeneration. Ein Welpe muss nicht permanent beschäftigt oder stimuliert werden, um sich gut zu entwickeln.

Für mich bedeutet Prävention deshalb nicht, einen Welpen in einer sterilen Welt aufwachsen zu lassen. Es bedeutet, gute biologische Voraussetzungen zu schaffen und vermeidbare Belastungen zu reduzieren.

Gesundheit beginnt dabei nicht erst, wenn Krankheit sichtbar wird. Sie wird bereits durch viele kleine Entscheidungen begleitet – vor der Geburt, während der neonatalen Phase und in der gesamten Aufzucht.

Und trotzdem bleibt Epigenetik nur ein Teil eines wesentlich komplexeren biologischen Systems

Teil 5/10 – Die Rolle der MutterhündinDie Mutterhündin gibt ihren Welpen weit mehr mit als ihre Gene.Bereits während der...
02/09/2026

Teil 5/10 – Die Rolle der Mutterhündin

Die Mutterhündin gibt ihren Welpen weit mehr mit als ihre Gene.

Bereits während der Trächtigkeit bildet ihr Organismus einen wesentlichen Teil der Entwicklungsumgebung der Föten. Ernährungs- und Stoffwechsellage, Gesundheitszustand, hormonelle und immunologische Signale sowie die Funktion der Plazenta können die fetale Entwicklung beeinflussen.

Die Plazenta spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie vermittelt den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen und ist gleichzeitig ein komplexes hormonelles, immunologisches und metabolisches Organ.

Auch epigenetische Regulationsmechanismen können an Entwicklungsprozessen beteiligt sein. Wichtig bleibt jedoch: Nicht jeder Einfluss der Mutterhündin ist automatisch epigenetisch vermittelt.

Besonders die Ernährung verdient Aufmerksamkeit. Es geht nicht darum, während der Trächtigkeit möglichst viele Zusätze zu geben, sondern um eine bedarfsgerechte und ausgewogene Versorgung. Sowohl Unterversorgung als auch deutliche Fehl- oder Überversorgung können problematisch sein.

Auch nach der Geburt bleibt die Mutterhündin ein zentraler Bestandteil der frühen Entwicklungsumgebung: Kolostrum und Milch, Wärme, Körperkontakt, Pflege und mütterliches Verhalten prägen die ersten Lebenstage.

Für mich bedeutet verantwortungsvolle Zucht deshalb:

Wir kümmern uns nicht erst um die Welpen, wenn sie geboren sind.
Ihre Entwicklungsbedingungen beginnen bereits bei der Mutterhündin.

Die besten genetischen Voraussetzungen verdienen auch bestmögliche biologische und entwicklungsbezogene Bedingungen.

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